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Mörderische Träume

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Ich liege in meinem Bett und kann nicht einschlafen. So sehr ich es versuche, es geht einfach nicht. Eigentlich traue ich mich überhaupt nicht. Denn was mich in meinen Träumen erwartet macht mir Angst.

Es ist schon seit mehreren Nächten ein und derselbe Traum.

Ich bin in einer Art Wüste. Denke ich zumindest. Ich renne und erkenne erst einmal nicht warum.

Mir fällt auf das die Farbe des Untergrunds nicht typisch ist wie man es sich für eine Wüste vorstellt. Die Farbe des Sandes ist eher in einem dunklen Lila gefärbt, schon fast schwarz. Das Licht ist fast schon erdrückend düster. Als ich nach oben schaue erkenne ich zwar eine Sonne aber sie leuchtet nicht so hell wie sie es für gewöhnlich tut, sondern in dem selben dunkel gefärbten Lila wie der Sand, was wohl dessen Farbe erklärt. Ich schaue mich um, um mich zu orientieren aber es ist nichts zu erkennen außer eine trostlose, staubige Ebene. Ich renne immer noch und es passiert von ganz alleine. Ich versuche stehen zu bleiben doch es gelingt mir nicht. Verdammt es muss doch einen Grund geben, warum ich so schnell renne. Als ich über meine Schulter nach hinten schaue erkenne ich warum ich so sehr renne.

Ich werde verfolgt von einer Gruppe Gestalten die mich jagen. Ich erkenne keine Gesichter. Auch der Rest der Körper sind nur schemenhaft zu erkennen. Plötzlich durchfährt mich das Gefühl von Panik und ich renne um mein Leben. Der Weg vor mir scheint kein Ende zu nehmen.

Die Gestalten holen auf und sind mir mittlerweile sehr nahe gekommen. Ich versuche noch schneller zu rennen. Meine Lunge brennt vom schnellen atmen. Ich muss husten und verliere beinahe das Gleichgewicht. Ich fange mich und renne weiter. Die Gestalten kommen immer näher und haben mich fast eingeholt. Sie sind zum greifen nahe. Ich schaue nur noch nach vorne und sammle meine letzten Reserven um nicht langsamer zu werden, als mich plötzlich etwas von hinten an die Schulter packt und mein laufen abrupt beendet.

Eine der Gestalten hat mich erwischt. Ich hänge ein paar Zentimeter in der Luft. Die Hand greift ziemlich fest zu und die Finger bohren sich in die Haut meiner Schulter, es schmerzt höllisch. Ich schaue auf die Hand die mich festhält und sehe dunkle fast schwarze, knochige und lange Finger. Sie sehen fast ledrig aus und die Fingernägel sind ungewöhnlich lang, rissig und gelb gefärbt.

Plötzlich spüre ich ein Atemhauch in meinem Nacken. Es reicht faulig und fade. Mir wird übel und Speichel sammelt sich in meinem Mund. Einen solchen widerlichen Geruch habe ich noch nie gerochen. Er ist mit nichts zu vergleichen.

Scheiße denke ich bei mir. Was mache ich jetzt. Was wollen die von mir?

Die anderen Gestalten haben mittlerweile aufgeholt und positionieren sich im Kreis um mich und der Gestalt die mich immer noch fest hält. Plötzlich packen mich zwei der anderen und drehten mich auf den Kopf und halten mich nun an den Knöcheln fest.

Einer der Gestalten fängt an zu reden, doch kann ich die Worte nicht verstehen. Ja sie scheinen sich tatsächlich zu unterhalten. Denn der, der mich als erstes zu fassen bekam scheint dem anderen zu antworten. Warum verstehe ich sie nicht denke ich bei mir. “Hey, was wollt ihr von mir ihr widerlichen Gestalten?“, schreie ich schon fast wütend. Und ehe ich mich versehe, bekomme ich einen hälftigen Schlag auf den Hinterkopf und mir wird schwarz vor Augen.

Als ich wieder zu mir komme, bemerke ich, das ich immer noch Kopfüber hänge, nur haben sie mir ein Seil um beide Unterschenkel gewickelt und mich damit an einen Baum gebunden.

Ich kann genau auf die Gestalten sehen und erkenne zum ersten mal das sie zu fünft sind. Sie tragen eine Art Gewand, das aussieht, als seien sie aus lauter verschiedenen zusammen gesetzten Fetzen genäht. Noch immer kann ich keine Gesichter erkennen geschweige denn irgendwas was sie menschlich erscheinen lasst. Aber wie ist es ihnen möglich zu reden wenn sie keine Münder haben?

Sie unterhalten sich wohl immer noch. Und noch immer kann ich kein Wort verstehen. Nachdem was mir beim ersten mal widerfahren ist als ich geredet habe, musste ich mich sehr stark beherrschen es nicht noch einmal zu tun.

Die Gruppe der Gestalten schwiegen plötzlich und kommen auf mich zu. Einer der Gestalten, den ich als ihr Anführer fest mache, da die anderen immer hinter ihm laufen, packt mich und löst das seil vom Baum. Sie gehen mit mir ein Stück und nach etwa hundert Metern erkenne ich, das wir auf eine Klippe zu laufen. Gegenüber Der Klippe steht eine hohe Felswand aus grauem Gestein.

Panik steigt in mir auf und ich versuche mich mit aller Kraft loszureißen. Ich winde mich, schlage um mich kann meinen Träger aber nicht erwischen. Erst als ich versuche mich nach oben zu meinen Füßen zu ziehen, um eventuell den Knoten zu lösen packt mich der Anführer bei den Händen und hält diese fest. Ich versuche weiter mich irgendwie aus seinem Griff zu lösen doch je mehr ich es versuche desto fester packt er zu. Ich muss mich zu beruhigen den meine Handgelenke schmerzen zu sehr.

Als wir an der Klippe angekommen sind, bleiben die Gestalten am Rand des Abgrund stehen.

Der Griff an meinen Handgelenken löst sich. Plötzlich durchfährt mich ein Ruck und irgendetwas zieht mich an dem Seil um meine Füße hoch. Ich schaue nach oben doch dort war nichts zu erkennen was das Ende des Seils hielt. Ich stoppe. Als ich nach unten schaue, sehe ich, wie die fünf Gestalten sich kniend nach vorne beugen. Beten sie irgendwas oder besser gesagt irgendwen an?

Ich schaue erneut nach oben, kann aber noch immer nichts erkennen.

Mit einem mal merke ich wie ich Schwung bekomme und in Richtung der Gestalten gezogen werde.

Die Panik in mir wächst. Adrenalin schießt in meinen Körper. Ich schreie aus vollem Leibe um Hilfe. Flehe die Gestalten an mich los zu binden. Doch sie reagieren nicht. Ich stoppe mit einem mal und hänge nun waagerecht in der Luft. So als würde man ein Kind das auf einer Schaukel sitzt Schwung geben wollen und es kurz bevor man es los lässt noch einen Moment festhält.

Plötzlich lässt mich das, was mich auch immer festhält, los und ich rausche unaufhaltsam auf die gegenüber liegende Felswand zu. Ich schreie in voller Panik um mein Leben. Immer näher kommt die große, graue und bedrohlich wirkende Felswand auf mich zu. Ich versuche mich um zu drehen um zumindest mit meinen Händen den Aufprall ab zu fangen als ich einen lauten Knall in meinem Kopf höre und ich mit der ganzen Wucht gegen die Felswand pralle.

Danach Stille.

Ich schrecke hoch und werde schweißgebadet wach. Mein Atem rast und ich habe das Gefühl mein Herz springt mir aus der Brust. Ich orientiere mich, versuche mich zu sammeln und zu beruhigen.

Wieder dieser Horror Albtraum denke ich bei mir und bin erleichtert mich in meinem Bett wieder zu finden. Doch diesmal ist etwas anderes als in den Nächten zuvor. Ich schlage die Bettdecke weg und sehe erschrocken das ich das Seil noch um die Beine habe

Geschrieben von Nicolas Schlie

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