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Zum besseren Verständnis dieser CP solltet ihr euch vorher den ersten Teil reinziehen…

Mülltrennung I

Hölle Bearbeiten

Die Müllverbrennungsanlage. Ich sollte in einer bekackten Müllverbrennungsanlage sterben. Zwischen schmelzendem Plastik und ätzenden Waschmitteln sollte ich verbrennen? Ohne dass die Täter jemals bestraft werden sollten? Damit konnte ich nicht leben. Ich nahm meine Kraft zusammen und strampelte mich frei. Ohne auf die aufwallende Hitze und die ekelhaften Flüssigkeiten die an mir herunterliefen zu achten, arbeitete ich mich nach oben. Kleine, zerbrochene Plastikteilchen bohrten sich durch meine durchnässte Kleidung in mein Innerstes. Schmerz, Hitze und Angst erschwerten mir den anstrengenden Grabvorgang. Dann durchstieß meine Hand den Müllberg und schließlich schaffte ich auch meinen Kopf und meine Arme nach oben. Entsetzen machte sich in mir breit als ich sah, wie die Lucke zur Müllverbrennung von außen geschlossen wurde. Mein einziger Ausweg war versperrt und das Brummen wurde immer lauter. Doch ich gab nicht auf. Mit der ansteigenden Hitze wich immer mehr Druck von mir ab und nach und nach konnte ich mich aus dem Müll befreien. Ich triefte vor Schweiß und rutschte mehrere Male aus, bevor ich bei der rostigen Luke ankam. Ich rüttelte an ihr und schrie um Hilfe, doch niemand antwortete oder machte die Luke auf. Die Hitze wurde immer durchdringender und der Müll, auf dem ich stand, wurde immer unangenehmer. Durch einen Schlitz in der Gitterwand die mich umgab, konnte ich die ersten Flammen in den anderen Behältern der Müllverbrennungsanlage sehen. Keine Chance zu entkommen. Die Flüssigkeiten und Nässe, die meine Kleidung durchnässt hatten, würden meinen Tod vielleicht ein klein wenig hinaus zögern, doch ob sie ihn erträglicher machen würden, wusste ich nicht. Die Hitze stieg ins Unerträgliche an. Ich konnte förmlich spüren, wie mein Blut zum Kochen gebracht wurde und meine Haut schmolz. Die Flammen rückten immer näher und Waschmittel ätzte meinen Overall weg. Meine Zeit war gekommen. Ich würde in dieser Hölle sterben.

Eine Hölle sondergleichen

Plötzlich öffnete sich vor mir die Luke und ein Gesicht schaute hinunter. „Geht das nicht schneller?“, rief die Person nach hinten. Ich ergriff meine Chance und hechtete nach vorne, um mich an ihm hochzuziehen. Der, in einem Hitzeschutzanzug eingehüllte Mann war vollkommen überrascht von mir und zog mich sogar mit nach oben, ohne zu realisieren wie ich aussah. „Du…“, stotterte er und riss sich von mir los. Wir standen auf einer heißen Platte, welche die Verbrennungsanlage verdeckte, „Du lebst noch?“. Kurz war ich verwirrt vom Schmerz und seiner Frage, doch dann erkannte ich ihn. Es war der Fahrer der Müllabfuhr, der mir meinen Job kurzzeitig geklaut hatte. Schmerzignorierende Wut flammte in mir auf. Heißer als die Flammen der Müllverbrennungsanlage. Er hatte keine Chance. Sein Anzug erschwerte ihm seine Bewegungen und so konnte er sich kaum gegen mich wehren. Meine Schmerzen ignorierend, sprang ich auf ihn zu und stieß ihn durch die Luke. Ein kurzer, panischer Schrei und dann verschwand sein Körper mit einem Brausen in den Flammen. Geschmolzenes Plastik und Bleichmittel brannten in meiner Haut. Mit letzter Kraft stieß ich die Luke zu und brach dann zusammen.

Schwärze.

Dann Licht.

Ich hatte mir den Tot eigentlich anders vorgestellt. Ein gleisendes Licht oder ähnliches, aber stattdessen war es wie ein Wimpernschlag. Die Ärzte mussten mich wohl vier Mal reanimieren, bis ich am Leben blieb. Zwölf Wochen lang lag ich im künstlichen Koma. Als ich geweckt wurde, hatte der Arzt mir erstmal erzählt, wie viel Glück ich habe, dass ich noch lebe. Von wegen. Ich bin zwar nicht gelähmt, jedoch mussten mir wegen meinen schweren Verbrennungen ein Arm und beide Beine amputiert werden. Ich sitze dauerhaft im Rollstuhl und kann meinen Kopf kaum drehen. Meine zuständige Ärztin schreibt das hier für mich auf. Schlechter Zustand. Schlechtes Leben. Ich bin froh, dass ich mir das alles einmal von der Seele reden kann, ohne dass irgendein Polizeibeamter dauernd dazwischen fragt. Meine neuen Armprothesen bringen rein Garnichts. Wahrscheinlich sind meine amputierten Arme jetzt auch im Feuer einer Müllverbrennungsanlage verbrannt.

Ich kann und werde ihnen nicht garantieren, ihn davon abzuhalten sich umzubringen. Er besitzt sowieso keinen Wert mehr für uns. Die Körperteile werden zur Weiterverwendung an die Council of Science in England weitergegeben um dort Forschungen mit Verbrennungen zu unternehmen. Die anderen Ärzte sagen, sie retten Leben, indem sie ihnen Körperteile amputieren, doch ich sage ihnen: Es ist Mülltrennung. Die weiterverwendbaren Materialien des Körpers werden weggeschickt, doch der Müll wird vor sich hin schmoren und innerlich verbrennen, bis er sich eines Tages in Staub auflöst. Wir sortieren nur den Müll der Menschheit aus um der Wissenschaft zu dienen. Sie haben richtig gehört, das Council of Science hat angeordnet Goerge in die Müllverbrennungsanlage zu werfen, damit es einen gewichtigen Grund hat, ihm seine Körperteile abzunehmen. Wie bedauerlich, dass er noch am Leben ist. Ich hätte ihm einen weniger quallvollen Tot gegönnt.

Mit freundlichsten Grüßen, Francisca Winterfield

Abgeordnete des Council of Science

P.S: Achten sie gut auf ihren Körper, damit wir sie auch irgendwann unserer Sammlung hinzufügen können. Denn sie werden auch der Mülltrennung unterzogen. Früher oder später.

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