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M.E-R.C-Y

Keiner weiß genau, was sie ist, aber man geht davon aus, dass sie eine große Stoffpuppe ist... oder doch ein Mensch?

Ein ungarischer Forscher entdeckte als erster dieses ´Ding`, welches man M.E-R.C-Y taufte. Es besitzt schwarze Augäpfel, mit welchen es gut in der Dunkelheit sehen kann. Außerdem verfügt es noch über rote Pupillen, welche nur geradeaus starren können, jedoch kann M.E-R-C-Y ihren Hals wie eine Eule drehen, in welche Richtung sie es auch immer will. Außerdem meidet es aus unerfindlichen Gründen Menschenmassen. Es scheint besonders aggressiv bei Männern zu reagieren. Es spricht nicht besonders viel, wenn es sprechen sollte, spricht es mit einer gebrochenen, stotternden Stimme. Es hat außerdem dunkelgraue Haare und einen sehr gebogenen Unterkiefer, mit welchem es sein Maul bis zur Brust aufreißen kann, wobei man seine unterschiedlich langen, dunkelgrünen Zähne deutlich sehen kann.

Aus der Sicht des ungarischen Forschers, übersetzt:

Ich und meine Kollegin Kathelyn Brox gingen um circa 6 Uhr Morgens zu unserer Ausgrabungsstätte. Als wir mit unserem kleinen Van am Waldrand, kurz vor der Ausgrabungsstätte, entlang fuhren, bemerkte Kathelyn die Aura einer fremden Person, welche uns schon längere Zeit hinterher spionierte. Sie trat aufs Gaspedal und der Van flog schon fast über die nicht geteerte Straße. Ich fragte sie kleinlaut: „Hey! Du fährst zu schnell!“ Als sie bemerkte, dass auch unser unbekannter Verfolger irritiert stehen blieb, drosselte sie wieder das Tempo. Doch ein paar Minuten später spührte sogar ich einen unbekannten Blick wieder auf mir haftend. Kathelyn wurde dies nun zu blöd. Sie trat abrupt auf die Bremse und stieg aus. Laut knallte sie die Tür zu und lief nahe an den Waldrand heran. „Hay du Nerd! Hör auf uns zu verfolgen! Oder bist du etwa dieser Schlendermen oder so?!“ Rief sie sarkastisch hinein in den Wald. Etwas raschelte, dann ergriff eine blasse, tot wirkende Hand... nein, mehr eine Pfote eines Tigers, nur ohne Fell mein Handgelenk und zerrte an mir herum. Ich versuchte, es abzuschütteln, jedoch hinterließen die Krallen ein paar schwere Kratzer an mir. Ich rief Kathelyn zurück in den Van und überredete sie, nachdem wir im Krankenhaus waren und mich verarzteten, eine Fahndung nach diesem Ding zu machen. Kathelyn hatte nur die haarlose Tatze an meinem Handgelenk gesehen, doch ich hatte, als dieses Ding an mir zerrte, an den Boden herab gesehen und es damit ganz gesehen, doch ich habe dieses Gefühl, dass es nicht bei einer einzigen Sichtung davon bleibt.

Auszug aus einer lokalen Zeitung:

Bei der Brandrodung des ungarischen Waldstückes, bei denen die beiden Forscher Kathelyn Brox und Roman Kadish eine neue, gefährliche Tierart entdeckt haben sollen, kamen in der Nacht 4 Bauarbeiter ums Leben. Kadish und Brox wollen sich momentan zu dem Vorfall nicht äußern.

3 Tage später, Auszug aus einer anderen, lokalen Zeitung:

Nach langer Absuche des gerodeten Waldstückes, ohne den Kadaver des angeblichen Tieres zu finden, quitierten Kadish und Brox den Dienst. Laut Aussage von Kathelyn Brox soll Kadish nun in einer Anstalt sein.

Roman Kadish´s Tagebuch:

Heute habe ich gekündigt und bin freiwillig in eine Anstalt gegangen. Dieses eigenartige Vieh raubt mir einfach meinen Verstand! Es ist das erste, an was ich denke, wenn ich aufwache und das letzte, wenn ich einschlafe. Ich sehe es sogar manchmal im Spiegel, oder vor meinem Fenster, ich sehe es sogar manchmal in den Gesichtern anderer Leute! Ich muss verrückt sein.

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