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Hallo, ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin Lisa und gehe ins Gymnasium Marktheidenfeld. Ich habe mein Leben lang nie an irgendwelche Gruselgeschichten, Geister oder Monster geglaubt. Aber in letzter Zeit kommt mir wirklich ein Schauer über den Rücken wenn ich Abends auf die Hügel schaue, von denen unsere Stadt umringt ist. 

Ich möchte erst etwas über unsere Stadt, ein bisschen über ihre Geschichte reden: den Ort Heidenfeld gab es schon ums jahr 800 n. Chr. um etwa 1390 sprach man das erste mal von der Stadt Marktheidenfeld. 

Genug Geschichte jetzt kommen wir zu der Story die mir immer noch Gänsehaut bereitet. Meine Großeltern haben mir schon immer Gruselgeschichten erzählt, egal ob über den Main oder über den Spessart, aber das sind eben solche Volkssagen um kleine Kinder davon zu hindern in den Wald zu gehen oder am Wasser zu spielen. Aber diese Geschichte war wirklich etwas hart. So etwas hätte ich nicht von meinen Großeltern erwartet, meine Oma wollte sie mir erst garnicht erzählen aber Opa meinte das ich Alt genug wäre um die Wahrheiten zu erfahren. Vom Mittelalter bis fast in die 70 Jahre wurden vor allem bei uns Exorzismen durchgeführt also Teufelsaustreibungen, vor allem bei jungen Mädchen manchmal sogar an Babies. Diese Exorzismen sollen sehr brutal gewesen sein. Und die Seelen der Opfer sollen nie Ruhe gefunden haben...

Mein Opa erzählte das damals im Mittelalter merkwürdige Dinge in Marktheidenfeld vor sich gingen. Man gab Hexen die Schuld, damals waren vor allem Mädchen mit roten Haaren angeblich vom Teufel besessen und wurden beschuldigt an diesen Vorkommnissen schuld zu sein. Leute die Nachts in den Wäldern herumwanderten wurden öfters Tot aufgefunden, Stranguliert mit roten Haaren und die Gedärme an Bäume gebunden. Überlebende berichten mehrere Mädchen gesehen zu haben mit weißen langen Kleidern, roten Haaren und überströmt von Blut. Sie sollen auf Lichtungen getanzt und dabei hysterisch gelacht haben. Selbst Priester die diese Wesen oder Geister vertreiben wollten sind nicht mehr zurückgekommen. Manchmal sind sogar in nebeligen Nächten Menchen auf offener Straße verschwunden. Ich konnte nicht glauben was mir da meine Großeltern erzählten, vor allem meiner Oma zitterten dabei die Hände das hat sie vorher noch nie gemacht. Mein Opa beruhigte mich aber, es soll angeblich Beschützer geben die in der Lage sind diese Wesen zu vertreiben und sogar zu vernichten.

Ich zweifelte erst an der Geschichte, naja manchmal erzählen einem die Großeltern die fantastischten Geschichten. Allerdings blieb das irgendwie in meinem Hinterkopf. Also ging ich zu meinen Eltern um darüber zu reden, meine Mutter schwieg und lengte ständig vom Thema ab. Mein Vater schickte mich aber zu seinem Vater also mein Opa. Dieser schickte mich dann zur Bibliothek. Leider gab es da kein einziges Buch darüber, nur ein paar langweilige Informationen über die Gründer und Erbauer der Stadt und bla bla bla...  Als ich nachfragte schickte die mich dann in die Bibliothek nach Würzburg. Dort fand ich tatsächlich etwas. Es waren nur ein paar Schwarz/Weiß Fotos von ein paar Buch seiten. Und diese waren auch noch in Althochdeutsch Geschrieben. Ich habe wirklich Ewigkeiten gebraucht um etwas davon zu übersetzen. Ich schreibe hier eine kleine Zusammenfassung nach der Volkssage:

In Marktheidenfeld war anscheinend ein Dämon der rothaarige Mädchen heimsuchte. Diese wurden dann wahnsinnig und jeder dachte sie wären vom Teufel besessen. Da viele beim Exorzismus gestorben waren wurden die Leichen in den Wäldern vergraben. Ihre Mägen wurden mit Lehm und Steinen gefüllt um zu verhindern das sie aus ihren Gräbern steigen konnten. Anscheinend haben es einige doch geschafft und wurden zu Wiedergängern (heute sagt man Zombies). Um die Bevölkerung von Marktheidenfeld zu beschützen schickte der Bischof Johaniter (Johaniter waren sowas wie Templer). In einer Nebeligen Nacht soll ein Mädchen wie verzaubert aus der Stadt gelaufen sein. Ein junger Nachtwächter beobachtete das und lief ihr hinterher. Als sie auf den Dämon zulief, rammte der Nachtwächter ihm die Lanze in die Brust und nagelte den Dämon an einen Baum. Dann kamen die Johaniter dazu sagten das der Dämon entweder ein Inkubi sei oder das er Inkubi hieß, leider konnte ich nicht alles so gut übersetzten. Dieser Nachtwächter wurde dann vom Bischof gesegnet und als Krieger im hellen Licht beschrieben. Leider war nirgendwo aufgezeichnet wie der Wächter hieß, nur das er zu einer der Gründerfamilie von Marktheidenfeld gehörte. Als Belohnung für das töten des Dämonen bekam er von einem Heiligen (leider konnte ich nicht einwandfrei feststellen von welchem) die Fähigkeit böse Geister zu vertreiben. Aber nur solange er sich an einen Ort bindet.

Naja es gibt allerdings heute noch Behauptungen das Mädchen mit roten Haaren und langen weißen Kleidern in den Wäldern gesichtet wurden. In nebeligen Nächten sogar manchmal mitten in der Stadt. Mir ist glücklicher weise so eine Begegnung bis jetzt erspart geblieben. Und jedem den ich kenne auch. Anscheinend ist der Wächter noch nicht verschwunden und so wie es aussieht leistet er gute Arbeit.

Naja das ist eben eine Volkssage an der hoffentlich nicht viel dran ist. Sonst werde ich sicher hier wegziehen.

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