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Warnung: Dies ist bereits der zweite Teil von meiner Creepypasta-Reihe Max1998. Liest bitte, um diesen Text besser verstehen und vollkommen genießen zu können, den vorhigen Teil (http://de.creepypasta.wikia.com/wiki/Max1998). Bearbeiten

Beitrag von Max19981:02 Uhr. Bearbeiten

Es ist einige Minuten her, nachdem ich in Schockstarre verfallen war und ich kurze Zeit später wieder meine Fassung zurück erlangte. Er war mir viel zu nahe - ich konnte seine böse Aura förmlich spüren -, weshalb ich vorsichtshalber weiter nach hinten gerutscht bin, gegen die Wand nun lehne. Doch er entfernte sich wieder von der Tür, die uns nur noch voneinander trennte, und schien mit mir zu spielen. Es machte ihn womöglich Spaß, dass ich hier um mein Leben bangen muss und er der Henker war, der mir jeden Moment den Kopf von meinen Schultern trennen konnte - ich könnte rein gar nichts dagegen tun. Dabei war ich derjenige, der den Richter spielte und bereits sein eigenes Todesurteil ausgesprochen hatte.

Der Herzschlag hämmert mir ungewöhnlich schnell gegen die Brust, die sich anfühlt, als würde sie gleich von innen heraus zerfetzt werden. Unangenehme Trockenheit macht sich in meinem Mund breit und meine Luft, die ich immer gieriger einatme, wird mit jedem Mal geringer, weshalb mein Schädel wieder von stechenden Kopfschmerzen heimgesucht wird.

Warte...

Plötzlich schien ein übermenschliches Kreischen meine Gedanken zu zerschneiden und meine Schädeldecke langsam und qualvoll zu spalten. Es war unerträglich, doch war so schnell gekommen, wie es auch wieder vorbei war. Was passiert hier? Das waren doch keine normalen Kopfschmerzen, sondern was merkwürdiges, unnatürliches. Als würde etwas in meinen Kopf dringen und mich von dort aus vernichten wollen. Könnte es sein, dass meine Tulpa mir nun endgültig den Verstand raubt und die Macht über mich gewinnt? Will er das wirklich oder rede ich mir nur wirres Zeug ein, damit ich nicht tatsächlich komplett durchdrehe und meine letzte Beherrschung verliere?

Vielleicht würde der Tod meinen ersehnten Seelenfrieden bringen, dann wäre der Spuk vorbei und alles würde enden. Keine Schmerzen, keine Leiden - einfach nichts mehr.

Was schreibe ich da? Bin ich etwa so tief gesunken, dass ich meinen Tod herbeisehne und mein bisheriges Leben einfach, wegen einer derart lächerlichen Sache, wegwerfen will? Das ist alles nicht real, das ist alles reiner Wahnsinn. Nichts davon hat mit der Realität zu tun, geschweige denn mit meiner derzeitigen Verfassung. Mir geht es gut, ich bin gesund. Oder?

Seine Schritte nähern sich wieder der Tür und ich kann nichts anderes tun, als diesen verdammten Bildschirm anzustarren. Gebannt hängen meine Augen an der Scheibe und verfolgen jedes Wort, das erneut auf der virtuellen Seite auftaucht und eigentlich einen sinnvollen Text ergeben soll. Doch nichts davon ist doch logisch, schließlich ist alles nur in meinem Kopf - keineswegs echt. Warum schreibe ich dann noch weiter? Nun ja, wahrscheinlich ist es die einzige Möglichkeit mich meiner Paranoia nicht vollkommen hinzugeben und in einen gestörten Zustand zu verfallen. Dann könnte er wieder erscheinen...

Das darf nicht passieren, nicht nochmal. Als er das letzte Mal meinen Körper übernommen hatte, geschah der schreckliche Unfall, weswegen ich in dieser Lage nun für immer - oder bis zu dem Zeitpunkt meines Todes - stecke und nur auf meine Erlösung warte. Ich warte auf mein Ende, auf das Ende meiner Tage und meinen letzten Atemzug, der wohl röchelnd über meine Lippen kommt und zum Teil von einem Gurgeln, da sich womöglich das Blut in meinem Mund mehrt, verschluckt wird. Doch ich werde es nicht so weit kommen lassen, nicht jetzt. Auf was habe ich mich da eingelassen, als ich mir den Text über die Tulpa durchlas? Eigentlich wollte ich mir nur beweisen, wie dumm solche unglaubwürdigen Theorien sind - ich wurde eines besseren belehrt und das auf eine grausame Art und Weise.

Ein Vibrieren in meiner Hosentasche hatte mich aus meiner gekrümmten Haltung in eine aufrechte Sitzposition gebracht, es waren wieder meine Eltern mit ihrem gefühlten tausendsten Anruf, der jedoch von mir - wie auch die andere zuvor - abgelehnt wurde. Ich wollte nicht mit ihnen sprechen, geschweige denn konnte ich dies. Ihre Stimme würden mich nur noch trauriger stimmen, als ich sowieso schon war. Es würde mich wieder schwach machen, dann würde ich vielleicht ihnen nachgeben, wieder nach Hause wollen und sie mit meinen Schwachsinn nerven. Ich habe weder physische Kraft, noch einen Funken Willenskraft übrig. Man sagt doch, dass Sterbende spüren, wann sie sterben und ich glaube langsam ist es auch bei mir so weit.

Dabei spüre ich meine Lebensenergie langsam - fast zähflüssig - aus meinem Körper entweichen, als würde jemand an ihr ziehen und heraus befördern, sich zu Eigen machen. Vielleicht ist genau das der Fall, aber dennoch kann ich mich nicht dagegen wehren. Langsam wird alles dunkel, auch der Bildschirm vor meinen Augen verschwimmt...

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