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Warnung: Dies ist bereits der vierte Teil von meiner Creepypasta-Reihe Max1998. Liest bitte, um diesen Text besser verstehen und vollkommen genießen zu können, den vorherigen Teil (http://de.creepypasta.wikia.com/wiki/Max1998_und_seine_%C3%84ngste). Bearbeiten

Beitrag von Max19981:55 Uhr. Bearbeiten

Glück gehabt, alles gut. Er hat sich entfernt und läuft wieder durch die anderen Räume meiner Mietswohnung. Immer noch hämmert mir mein Herz gegen die Brust und einzelne weiße Punkte tänzeln vor meinem Sichtfeld. Wenn das nicht bald aufhört, bin ich womöglich nicht mehr lange unter den Lebenden. Falls das Glück weiterhin auf meiner Seite ist, können sie die zerfetzten Einzelteile meines Körpers meiner Identität zuordnen - wenn nicht, sterbe ich namenlos, als ein niemand.

Wäre es sinnlos mein Testament hier nieder zu schreiben? Schließlich hätte ich nicht mal etwas, was ich vererben könnte, was irgendeinen Wert hätte. Nun ja, meine Tulpa wird wohl nach meinem Tod weiter hier auf dieser Erde weilen und Unheil stiften oder vielleicht löst sie sich auch mit mir auf. Falls nicht, wisst ihr bescheid und könnt eine weitere Katastrophe verhindern.

Das Tippen hat ihn womöglich angelockt, falls man das Hämmern, was ich auf der Tastatur ausübe, als Tippen bezeichnen kann.

Scheiße, was habe ich mir bloß dabei gedacht und was hatte ich - verdammt nochmal - erwartet? Dass mit meinem Hund auch meine Freude wieder kommt und ich mein bisheriges Leben normal weiterleben könnte? Hatte mich meine Verzweiflung so weit getrieben, dass ich mein Ende herbeisehne und dies mir mein Unterbewusstsein durch meine erfundene Kreatur nun vor Augen führt? War ich so tief gesunken? Nahm mich der plötzliche Tod meines geliebten Haustieres so sehr mit?

Was passiert nur mit mir? Warum stelle ich mich meinem Schicksal nicht einfach und scheide aus dieser Welt? Was hatte ich Charlie - meinem Hund - nur angetan, dass er einen unaufhaltsamen Groll gegen mich hegt? Hatte ich ihn jemals schlecht behandelt? Ihm Unrecht getan?

Oder steckt Xam doch dahinter und lauert im Unterbewusstsein meiner Gedanken, damit er sich holt, was - seiner Meinung nach - ihm gehört?

Jetzt, wo ich darüber nachdenke, könnte Charlies Hass berechtigt sein. Der Tod von ihm war keineswegs plötzlich, sondern...

Oh Gott, wie konnte ich nur? Jetzt fällt mir alles wieder ein. Wie Charlie vor meinen Augen starb, seinen letzten Atemzug betätigte und ich es wie einen schrecklichen Mord aussehen ließ. Überall war Blut, das durch die gebrochenen Ästen und verwesenden Blättern in den morschen Waldboden gesickert ist. In eben dieses hatte ich meine Hände getränkt, hatte aber meiner Familie verschwiegen, wie der Mord meines Tieres von statten gegangen ist. Wäre doch schade, wenn ich weggesperrt worden wäre, ganz allein mit meinen Gedanken und meiner instabilen Persönlichkeit.

Die Tat an sich war nicht geplant, sondern hatte sich spontan ergeben. Wie so oft war ich wütend auf meine Schwestern, da diese mein Genie nicht erkannten - mein zweites Gesicht, das zu bösen und skrupellosen Dingen neigt. Und Charlie wollte wieder austreten gehen, weshalb ich mich kurzer Hand dazu entschied, mit ihm spazieren zu gehen. In der Nähe meiner Wohngegend war ein Wald, den ich schon seit meiner frühsten Kindheit gelegentlich besuchte. Ich dachte, dass mir frische Luft guttun würde und mein hitziges Ich wieder vernünftig werden ließ. Da hatte ich falsch gedacht, denn sobald wir mitten im Wald von geschätzten tausenden Bäumen umgeben waren, wollte ich die Stille genießen und wurde innerlich wieder vollkommen ruhig. Doch mein Hund winselte und schien etwas erdrückendes zu spüren - etwas, was nicht gut sein konnte. Die Wut stieg mir abermals zu Kopf und ich brüllte Charlie an, er solle seine Schnauze halten. Jedoch hörte er nicht auf, im Gegenteil - sein Jaulen wurde nur lauter und drängender. Genervt von der Welt schrie ich ihn wieder an und verlor bei meinem Wutanfall die Kontrolle über mich, hatte einen schlimmen Filmriss.

Als ich wieder zu mir kam, lag mein Hund in seinem eigenen Blut und starrte leblos zu mir nach oben. Der letzte Funken Leben wich gerade aus seinen matten Augen und ich konnte förmlich spüren, wie seine Seele an mir vorbeihuschte, mit dem Wind fort getragen wurde. Kurze Zeit später brach ich schluchzend zusammen und kniete neben Charlie, dessen Körper ich an mich drückte und stumme Entschuldigungen an ihn sendete. Wie konnte ich ihm das antun? Wie? Was hatte Xam in dieser kurzen Zeit bloß angestellt?

Meine Hände färbten sich rot, wie auch ein Großteil meiner Klamotten. Xam hatte in rasender Wut ihm mit einem großen Stein seine Schädeldecke eingeschlagen und auf ihn eingeprügelt, als dieser nicht mehr herhielt. Wie grausam kann man nur sein? Wie grausam konnte er nur sein?

Als ich mich dazu entschied, meine Eltern zu rufen und es als Mord eines gewalttätigen Fremden, der im Wald sein Unwesen trieb, darzustellen, hörte ich nur noch ein Schluchzen, das von fern zu kommen schien, bevor ich losrannte und völlig verstört Zuhause ankam.

Was dann passierte, war von meinem diabolischen Ich geplant. Es wurde ewig nach einem mutmaßlichen Mörder gesucht, der unter den angeblich verschonten Opfer weilte und somit niemals als Mörder in Betracht gezogen wurde. Aber vom Wald ging schon immer etwas mysteriöses und böses aus - Charlie hatte es auch gespürt, wollte mich womöglich warnen und in Sicherheit bringen. Und Xam brachte ihn um, auf grausame und brutale Art, und das durch meine Hände.

Wie ich es hasse, zu weinen...

Er kommt gerade wieder, diesmal bestimmter und energischer. Jetzt wird er hier ins Zimmer stürmen und ich werde mich meinem Schicksal hingeben. Ich bin bereit. Endlich kann ich Abschied nehmen. Mein geliebter Charlie.

Hoffentlich sind wir im Jenseits vereint und dieser Xam nicht mehr existent.

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