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Ein starker Windstoß weht über die Felder. Düstere Wolken lassen den Himmel in einem dunkelviolettem Licht erscheinen.

''Leg mal 'n Zahn zu..'', fauche ich meinem Bruder entgegen, drehe mich zu ihm um und werfe ihm einen bösen Blick zu. Wie immer läuft er hinter mir mit seinem knallroten Teddybären und lässt sich alle Zeit der Welt.

Ein Sommergewitter zieht auf. Die ersten Regentropfen fallen, wir laufen an einem riesigen Maisfeld entlang. Mein Gang wird schneller. Nach dem Besuch bei Oma möchte ich einfach nur noch nach Hause. ''Wo bleibst du denn?!'' - Ich schaue mich erneut um und für einen Bruchteil eines Augenblicks scheint es, als würde mein Herz aussetzen. Hinter mir war niemand. Als ich endlich gecheckt habe was grade Phase war, schlug mein Schockzustand in Panik um. Ich begann zu schreien: ''Daniel? DANIEL!! Wo bist du??''

Er hat sich nur versteckt, er will mich nur erschrecken... gleich springt er aus dem Feld und wir werden beide darüber lachen... versuchte ich mich zu beruhigen. Hastig rannte ich den Weg zurück, und nach bestimmt einer Meile entdeckte ich endlich einen Weg aus plattgetretenen Pflanzen ins Feld hinein. Meterhohe Maispflanzen rankten sich in die Höhe. Diesen Weg konnte sich unmöglich ein sechsjähriger Junge gebahnt haben. Ich dachte jedoch nicht lage darüber nach und sprintete den Pfad entlang, rannte einer nicht vorhandenen Spur hinterher und rief immer wieder nach meinem kleinem Bruder.

Dicke Regentropfen prallten unsanft auf meinen Kopf und meine Kleidung, zwangen mich meine Augen zu Schlitzen zu formen. Aber spüren tat ich nichts. Nichts, außer purer Angst, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Endlich bin ich am Ende des Pfades angekommen. Nun stand ich inmitten eines Ackers. Wenige Meter vor mir stand eine Vogelscheuche und grinste mich an. Aber kein "Ich-bin-eine-nette-Vogelscheuche-die-nur-Vögel-verscheucht"-Grinsen, sondern ein furchterregendes, gruseliges Grinsen. Ihre, oder besser gesagt seine Augen sahen irgendwie traurig aus, fast als hätten sie geweint. Seine Stroharme umfassten einen knallroten Teddybären. Der Schock saß mir in den Knochen, da ich auf Anhieb wusste, mit wem ich es zu tun hatte. Vor mir hing mein Bruder.

Selbst das Donnern konnte mein Kreischen nicht übertönen...

...

Vogelscheuche

Nur Angst...

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