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Der Wald faszinierte mich schon immer. Schon immer war er für mich ein Platz zum Träumen, Nachdenken und Entspannen. Doch dies alles änderte sich schlagartig an diesem einen, verhängnisvollen Tag. Seine Nachwirkungen sind die Erinnerungen, die mich nachts kein Auge zu machen lassen. Wie immer ging ich zu meinem Stammplatz. Ein Weg führte in den Wald hinein, man brauchte ihm nur zu folgen, bis irgendwann der geteerte Weg dem normalen Waldboden weichen muss.



Folgt man diesem Weg noch ein klein wenig, so gelangt man an eine Lichtung, inmitten des Waldes. Die Baumkronen dort sind sehr dicht, weswegen dort keine Sonne hinkommt, außer ein paar Strahlen. Im Sommer lege ich mich dort hin, um zu entspannen. Die wenigen Sonnenstrahlen warfen leichte Erhellungen in mein Gesicht und erwärmten es. Doch diesmal war es anders. Als ich los ging, war die Sonne noch am scheinen, doch als ich an diesen Ort gelangte, war es dunkel. Jedoch setzte ich mich trotzdem hin, nein, ich legte mich hin um trotzdem etwas zu entspannen. Nicht so dunkel wie in der Nacht, aber es war alles grau. Dichte Nebelschwaden zogen sich diesen Ort. Man konnte kaum 10 Meter sehen. Ich beschloss, mich nicht länger dort aufzuhalten, schließlich war heute Abend eine Party geplant. Also stand ich auf. Als ich den ersten Schritt zu gehen begann stoppte ich. Einfach so. Es war so, als würde mein Körper kein Signal mehr an die Füße schicken, um einen weiteren Schritt zu tun.



Es war fürchterlich beunruhigend. Doch was mich noch mehr erschaudern ließ war, dass der Nebel dichter wurde. Nun konnte ich nicht mal mehr bis zum nächsten Baum schauen. Das machte mir echt Angst. Ich bekam Kopfschmerzen, Panik. Doch ich konnte mich nicht rühren. Doch nun folgt etwas, was mich bis heute verfolgt und ich noch immer nicht erklären kann: Eine Stimme fing an zu singen. Ich vermute, es sie war weiblich. Einzelne Textzeilen höre ich noch immer in meinem Kopf:



(…) Junger Mann sei stets bemüht, der Lichtung stets zu folgen,

doch heute schon mein junger Mann, wirst du sein verschollen (...)“


Das war echt krass. Nun geriet ich in richtige Panik. Ich schrie auf, wollte weg, doch es ging nicht. Ich bemerkte, wie mein Körper das Signal zum Flüchten gab, es entlud sich nicht. Adrenalin schoss durch meine Adern, doch ich konnte nicht weg. Es war, als würde ich auf einer Wolke stehen, denn ich bemerkte zwar, das ich auf etwas stehe, doch weg konnte ich nicht, da ich keinen Halt fand.



Ich schrie: „Bitte! Lass mich gehen!“. Ich wiederholte es bestimmt 10 mal, wurde richtig hysterisch. „Ich bitte dich!“ schrie ich in Todesangst. Die Stimme war da. Sie lachte. Und sang weiter.

Die Stimme wurde lauter, das heißt: Sie kam näher! Es wurde immer lauter, sie kam aber nicht von einer Seite. Die Stimme schien von allen Seiten zu kommen! Durch den dichten Nebel sah ich nichts, außer einen Lichtpunkt. Er kam näher. Immer näher. Der Punkt wurde größer, bis er schätzungsweise 1 Meter vor mir war. Dann blitzte es auf. Es wurde gleißend hell, ich sah nichts mehr. Ich fiel in eine Art Schlaf.


Als ich aufwachte, war alles grau. Der Nebel jedoch war verschwunden. Ich wachte im Stehen auf, ca. 10 Meter von dem Platz, an dem ich dieses Erlebnis hatte. Mich überkam ein Gefühl von unendlicher Trauer und Einsamkeit. Ich blickte hoch: Die Baumkronen waren schwarz, im Hintergrund ein grauer Himmel. Keine Wolken, keine Sonne. Ich sah mich weiter um, und ich beschloss, nach Hause zu gehen, mich schlafen zu legen. Doch auf einmal sah ich einen Mann, kniend auf meinem Platz. Ich wollte ihn fragen, ob er das eben auch sah. Der Mann war jedoch bunt. Er trug eine blaue Jeans, eine hellblaue Jacke. Ich fragte ihn, ob er es auch sah, dieses Licht....

Heute bin ich immer noch an diesem Ort, in diesem Wald. So langsam ahne ich, wo ich bin. Kurz nach diesem Erlebnis sah ich einen Mann, der sagte: Du hattest einen Herzinfarkt.....

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