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Creepypasta 14- Mein ganz normaler Alltag04:17

Creepypasta 14- Mein ganz normaler Alltag

[1]Wie jeden Morgen fahre ich den Zug in den Dresdner Hauptbahnhof. Und wie jeden Morgen warten dort bereits eine Menge Leute auf mich. Grinsend sehe ich ihnen dabei zu, wie sie sich wieder einmal in die viel zu kleinen Waggons quetschen. Ungeduldig beginne ich, mit meinen Fingern auf das Fensterglas zu tippen, während ich auf die Freigabe zur Weiterfahrt warte. Ein kurzer Blick auf das Gleis verrät mir, dass es heute deutlich mehr Fahrtgäste geben wird.

Es scheint so, als würden täglich mehr Leute mitfahren. Dennoch hält es wohl niemand für notwendig, für mehr Waggons zu sorgen, aber das ist nicht mein Problem.

Mit dreißig Jahren Dienstzeit besitze ich einen sicheren Arbeitsplatz und meine einzige Sorge besteht darin, meinen Fahrplan nicht einhalten zu können. Ein heller Pfiff reißt mich aus meinen Gedanken und gibt mir zu verstehen, dass ich meine Fahrt fortsetzen kann.

Ich betätige die richtigen Schalter und der Zug setzt sich langsam in Bewegung. Bald schon haben wir den Bahnhof hinter uns gelassen und passieren nach einiger Zeit Wälder, Gebirge und den ein oder anderen Kontrollpunkt. Mittlerweile kennen mich die Beamten aber, weshalb ich meine Fahrt meist zügig fortsetzen kann. Während ich an ihnen vorbeifahre, winke ich den Uniformierten noch einmal zu. Ich muss schon sagen: "Wirklich nette Leute."

Nach mehreren Stunden Fahrt erreichen wir schließlich unserer Ziel. Quietschend bringe ich den Zug an einem der unzähligen Gleise zum Stehen. Ruckartig werden die Waggontüren geöffnet und die ersten Neuankömmlinge treten heraus.

Sie werden sogleich vom angetretenen Begrüßungskomitee in Empfang genommen, welches wie üblich aus 2 SS-Trupps und einem Rudel Schäferhunden besteht.

Lächelnd winke ich dem Lagerkommandanten zu. Dieser hebt kurz den Arm, ehe er sich wieder seinen Gästen zuwendet. Lachend setzte ich den Zug abermals in Bewegung und verlasse den Bahnhof von Auschwitz.

Und während die Schreie meiner Fahrgäste in der Ferne verhallen, bin ich mit meinen Gedanken bereits bei der morgigen Fahrt.


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