FANDOM


Ich schlug meine Augen auf, es war dunkel und wieder war es da, dieses Gefühl. Es war lange weg, seit meiner Rache an ihm.
Doch nun war diese Begierde wieder da, nach Blut und diesem Gefühl – etwas Störendes aus der Welt geschafft zu haben.

Mit meiner Puppe im Arm, lag ich da. Ich lächelte sie an: „Na, an wen denkst du, meine Liebe? Wie wär's mit diesem Mädchen von damals, erinnerst du dich?“ Ich strich ihr durch ihre Puppenmähne und rückte ihr Kleid zurecht. „Dieses Mädchen, welches dich mir wegnehmen wollte, welches dich in die großen Müllcontainer schmiss, in welchen ich hineintauchen musste, um dich wiederzubekommen und wie sie es gefilmt hatte!“

Eine unbeschreibliche Kälte breitete sich in mir aus, gefolgt von einem Feuer das gelöscht werden musste – durch Blut.

Ich richtete mich auf, und rückte mein Kleid zurecht. Immer noch war ich schwach, aber nicht mehr so schwach wie ich einst war, zu schwach um mich gegen die Attacken des Mädchens zu wehren. Nun wird sie schwach sein!

Ich verließ das Haus, meine Puppe stets im Arm und machte mich auf den Weg zu ihr. Da es immer noch Sommer war, hatte auch sie ihr Fenster auf, sah ich als ich vor ihrem neu erworbenen Haus stand. Überall erzählten sie sich, wie erfolgreich sie nun ist, grade erst bei ihren Eltern ausgezogen, eigenes Haus am Waldrand, angehende Rechtsanwältin.
Ich schmunzelte, streifte mir meine Handschuhe über und kletterte durch das offene Fenster.
Meine Augen waren das Dunkel bereits gewöhnt, so dauerte es nicht lange, bis ich ihr Schlafzimmer gefunden hatte.

Mit vorsichtigen Schritten betrat ich das Zimmer setzte mich neben ihr Bett, lächelte meine Puppe ein letztes Mal an, gab ihr einen Kuss und weckte mein Opfer mit einem lauten Lachen.
„Was.. was machst du hier?“, fragte sie.
Ich grinste sie an und streckte ihr meine Puppe entgegen, ohne etwas zu sagen, nahm ich mit meiner anderen Hand eine Nadel aus meiner Jackentasche und stach Püppi in den Bauch.

Sie schrie auf und hielt sich den Bauch. Ihre Hände waren in Nullkommanichts voll mit Blut.

„Ich werd dich anzeigen, Paragraph..“, ächzte sie.
Ich lachte: „Ha, als ob mich deine komischen Paragraphen noch interessieren. Ich werde dich töten, so wie du meine Seele damals getötet hast, du Miststück!“ Erneut rammte ich meiner Puppe die Nadel in den Bauch, einmal, zweimal, dreimal.
Sie schrie lauter. Maßnahmen mussten getroffen werden!

Ich legte meinen Daumen auf den Hals von Püppi und zerdrückte ihr wie damals bei ihm, den Kehlkopf.
Röchelnd lag sie da, Blut sickerte aus ihr heraus und färbte ihre Decke in einem schönen Rot-Ton.

Ich wollte sie nicht sofort töten, sie sollte leiden, so wie ich gelitten habe.
Mit vielen kleinen, sanften Stichen durchlöcherte ich ihren Körper, so dass ich keine Organe traf, ich wusste ja Püppi tat es nichts an wenn ich sie durchbohrte, nachher war sie sowieso wieder ganz. Ich lies meiner Laune freien Lauf.

Sie verzerrte ihr Gesicht, versuchte zu schreien und röchelte nur. Dennoch war sie nicht in der Lage mich anzugreifen, weil sie vor Schmerz förmlich gelähmt war.

Ich empfand ein Gefühl von vollkommener Genugtuung.

„Ja, ja tut es weh?“, säuselte ich.
Schmerzverkrampft nickte sie.
„Ha!“, lachte ich. „Gut so!“

Nun punktierte ich ihr Gesicht.
Punkt, punkt – Augen. Komma – Nase. Strich – über die Wagen und den Mund.
„Fertig ist das Mondgesicht!“, prustete ich.

Ihr Körper war blutüberströmt, alles war voll mit Blut. Es sah so schön aus.
„Du hättest schon damals Blut nehmen sollen, anstatt deine Tonnen von Schminke!“, spottete ich und sah ihr dabei zu wie sie sich die Augen hielt, aus denen ihr das Blut in Gesicht und Haare lief.

Wie musste es nur sein, nun ohne Stimme und Augenlicht zu sein? Ganz ehrlich, hatte es sie damals interessiert, wie es für mich war, mit einer Klinge auf der Toilette zu sitzen und mir die Arme aufzuschneiden? Nein! Ebenso war es mir nun egal, wie sie sich fühlte.

Eins, zwei, drei, vier.. sie wand sich vor Schmerzen, ich sah wie sich ihr Mund bewegte und sie ihre Hände vor ihr Gesicht zusammenlegte, wahrscheinlich wollte sie um Gnade winseln.
„Ach, ich höre dich nicht!“, rief ich.
Fünf, sechs, sieben, acht.. ich sah wie sie immer mehr die Farbe verlor. Gleich wird es vorbei sein.
Neun. Ihr Herz.
„So, meine Hübsche!“, ich grinste sie an und drückte meine zerfledderte Puppe an mich, „Nun bist du genauso tot, wie meine Seele es ist!“
Ich verließ den roten Raum, kletterte aus dem Fenster, zog meine Handschuhe aus und begab mich nach Hause.

Das Gefühl war wieder verschwunden und das wird es wohl wieder lange sein.

CanNibalCoOkie (Diskussion) 17:19, 29. Mai 2014 (UTC)

Deine Bewertung dieser Pasta:

Durchschnittsbewertung:


Meine Puppe Teil 3

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki