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Als meine Schwester eines Tages mit mir auf dem Flohmarkt war, hat es mich eigentlich ein wenig gestört. Ich wollte Abends auf eine Party, da meine Eltern allerdings beschlossen, ich solle auf meine Schwester aufpassen, wurde daraus natürlich nichts, und das passte mir gar nicht.


Jedenfalls, gingen ich und meine Schwester so durch die Stände, als sie auf einmal an meinem Ärmel rüttelte. Ihr müsst wissen, sie ist erst 5 gewesen, so wunderte mich nicht, dass sie unbedingt diese eine Puppe haben wollte. Ich wehrte mich erst, da ich Puppen so wirklich gar nicht ab kann.

Jedenfalls lies sie natürlich nicht ab. Ihr wisst sicher, wie penetrant kleine Geschwister seinen können, also gab ich irgendwann nach. Ich ging an den Stand, und schaute mir die Puppe an. Ihr Name war „Mordum“. Sehr, sehr positiv. Mir blieb ja nichts anderes übrig, also kaufte ich ihr diese blöde Puppe, obwohl ich... Zugegebener Maßen wirklich Angst vor diesen Dingern hab.



Ich sagte ihr, sie solle sie in die Tüte packen, denn ich fühlte mich sichtlich unwohl, als mich diese tiefschwarzen Augen anschauten. Bereits der pure Anblick dieser Puppe löste in mir wahrlich Unbehagen aus. Meine Schwester störte es natürlich überhaupt nicht und sie lief ein paar Meter weg, als ich versuchte, ihr die Puppe zu entreißen, als sie sich weigerte, dieses blöde Ding weg zu packen.



Jedenfalls habe ich es dann gelassen und mich einfach auf den Heimweg konzentriert.

Ansonsten gab es zu dem Tag nicht viel zu sagen. Obwohl. Ein wenig merkwürdig war dann doch die Tatsache, dass ich die Puppe meiner Schwester wegnahm, als diese eingeschlafen ist. Ja, so seltsam ist das gar nicht, ich weiß. Jedoch war es eigenartig, dass ich die Puppe auf den Schrank legte, meine Schwester kommt da überhaupt nicht dran.



Abends waren meine Eltern ja weg, was ich so ganz cool fand. Meine Schwester schlief längst, als ich auf einmal Schritte vernahm. Nun ja ... Es waren nicht wirklich Schritte. Irgendwie schon, aber sie hörten sich eigenartig an. Als wenn man mit Knöpfen auf Laminat kratzt. Shit, ich bekam wirklich Angst. Hm. Eigenartig, ich habe mich aber nicht wirklich darum gekümmert. Als ich abends zu Bett gehen wollte, schaute ich noch kurz ins Zimmer meiner Schwester, um zu überprüfen, ob alles okay ist.



Da fiel mir auf, dass diese verdammte Puppe in den Armen meiner Schwester lag. Das fand ich echt strange, da ich genau wusste, dass meine Schwester nicht an den Schrank kam. Sie hätte sie nie weg bekommen, außerdem liegt der Schrank im Wohnzimmer, neben dem ich vorher saß. Ich hätte also mit bekommen, wenn meine Schwester diese Puppe geholt hätte. Ich war nur kurz auf Toilette, aber so schnell hätte sie die nicht holen können, obwohl es doch der Moment war, in dem ich Schritte hören konnte.



Egal. Ich war müde und hatte keine Lust, noch länger mit dieser ekelhaften Puppe in einem Raum zu sein. Also ging ich zu Bett.

Nachts wachte ich auf, ich hörte Geräusche, die aus dem Zimmer meiner Schwester kamen. Sche*ße! Einbrecher? Ich lief zur Tür hinaus, in Richtung Zimmer. Da war nichts, außer... Die Puppe lag auf dem Schaukelstuhl, und... Er bewegte sich. Dieser verdammte Stuhl bewegte sich, doch... Meine Schwester schlief friedlich. Verdammt, das wurde mir zu viel. Ich rannte zurück in mein Zimmer, verschloss die Tür. Ich bekam kein Auge mehr zu.



Ich ging am nächsten Morgen zu meiner Schwester, riss ihr die Puppe weg und lief zur Haustür hinaus, in Richtung Stadtpark. Ich suchte mir einen Ort, an dem ich sicher sein konnte, dass meine Schwester ihn nie erreichen würde und beschloss, ihn am Abend aufzusuchen und die Puppe darin zu vergraben. Ich hatte genug.



Ich konnte endlich wieder seelenruhig schlafen. Doch als ich am nächsten Morgen aufwachte, traute ich meinen Augen kaum: Diese verdammte Puppe lag auf meinem Schreibtisch. Ihr Kopf war verdreht, ihr Körper stand in Richtung Wand, doch ihr Kopf drehte sich zu mir. Ich ergriff sofort die Flucht.



Ich habe mir gesagt, dass ich verrückt sei. Jedoch blieb mir keine andere Wahl, als den ganzen Mist zu beenden. Ich nahm die Puppe und schnitt ihr den Kopf ab, vergrub sowohl Kopf als auch Körper an verschiedenen Orten weit weg von meinem Haus. Als ihr mir die Puppe noch ein letztes Mal anschaute, traf mich der Schlag. Die Puppe hatte keine Nähte, nirgends irgendwelche Nahtspuren oder ähnliche Verschlüsse... Außer zwei Knöpfe an den Füßen....



… Doch es war vorbei. Ich vergrub die Puppe, zwei Meter tief. Ich ging nach Hause und schlief ein.



Doch manchmal, nachts, kommen noch immer leise Schritte aus der unteren Etage, als würden Knöpfe auf Laminat kratzen....

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