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„Bruder, heute ist Euer großer Tag. Euer Gemälde wird im Musée du Louvre ausgestellt! Ich kann es kaum erwarten!“ „Beruhig dich, Achille. Schließlich sind meine Kunst und ich das Augenmerk dieser „Veranstaltung“ und nicht du.“ „Verzeiht mir, Bruder. “ „Los, hol mir meine Maske. Ich möchte mein Gesicht nicht dieser jämmerlichen Bagage präsentieren. Fürchterlich die Vorstellung, bei einem amüsanten Spaziergang im Park von Protobionten belästigt zu werden.“ „Verständlich, Monsieur. Bittesehr, Eure Maske.“ „Es wird auch langsam Zeit, das Publikum wartet schon - auf mich.“

„Was für ein fabelhafter Auftritt das doch war. Natürlich war es von vorne rein selbstverständlich, aber ich muss zugeben, dass ich mich selbst übertroffen habe. Was meinst du, Achille?“ „Ihr wart wie immer großartig, Monsieur. Ich hätte es nicht besser machen können!“ „Schau dich doch mal an, natürlich hättest du es nicht besser machen können. Niemand übersteigt meine Genialität, meine schöpferische Ader, mein Fingerspitzengefühl für Details. Niemand kommt auch nur annähernd an meine Exzellenz!“ „Verzeiht mir, selbstverständlich übersteigt niemand eure Brillianz. Gestattet Ihr mir die Maske zu geben, damit ich sie säubern kann?“ „Hier, nimm sie. Warum... warum bekomme ich sie nicht abgezogen?! Was hast du mit ihr angestellt?! Nimm sie mir ab, sofort!“ „Das würde ich ja gerne, aber sie klebt an deinem Gesicht fest, FÜR IMMER!“ „BITTE WAS?!“ „Du hast schon richtig gehört! Deine ach so tolle Maskerade ist jetzt vorbei, denn DU bist jetzt die MASKERADE! Die Maske ist jetzt ein Teil von dir! Zu gerne würde ich jetzt dein schockierendes Gesicht sehen, aber das ist leider nicht möglich!“ „Was fällt dir ein?! Du verlogenes Miststück! Was habe ich dir jemals angetan?!“ „Was habe ICH dir jemals angetan, dass du mich wie ein minderwertiges Wesen behandelst?! Wie einen Sklaven hast du mich behandelt und nicht wie einen Bruder! Du warst der Einzige, den ich nach dem Tod unserer Eltern hatte und du hast mich nichts als schikaniert und ausgebeutet! Das ist jetzt deine Strafe dafür!“ „Du wirst bereuen, was du mir angetan hast! Oh ja, du wirst dir den Tod mehr wünschen als das Leben!“ „Ach ja?! Sag mir Molder, was willst du tun? Willst du mich etwa umbringen?! HAHA, du bist doch selbst zu unfähig um zu erkennen, dass dein eigener Bruder eine Intrige gegen dich geplant hat!“ Molders Wut war grenzenlos. Seine Enttäuschung wäre ihm ins Gesicht geschrieben. „Ich kann nicht glauben, dass ich überlistet wurde. Es ist unvorstellbar...Ich bin der Intelligente und Hochbegabte von uns beiden und nicht er! Es kann nicht sein, dass ich so getäuscht wurde, das ich so blind war in all den Jahren. Er wird für seine Tat büßen müssen. Oh ja, das wird er...“, dachte sich Molder. Vor seine Augen legte sich ein roter Schleier und er verlor jede Vernunft. Er näherte sich zielsicher seinem Bruder. Dieser verspottete ihn nur, bis Molder die Hände um seinen Hals legte. Er versuchte sich zu wehren, doch Molder war nicht nur größer, sondern auch stärker. Achille rang mit aller Kraft nach Luft, doch vergebens. Ihm wurde schwarz vor Augen.

„Wo bin ich?!“ „Stelle keine offensichtlichen Fragen.“ Achille drehte seinen Kopf, soweit er konnte. Er war im Keller, in Molders „Arbeitszimmer“. Er lag entblößt auf einem Tisch. Seine Arme und Beine, dank Panzertape, am Tisch befestigt. Sein Blick wanderte panisch auf die Messer, welche Molder der länge nach auf einem kleinen Schrank sortierte. Molder hatte einen weißen Kittel über seinen schwarzen Smoking gezogen und seine dunklen Haare nach hinten gegelt. Lediglich eine Strähne viel ihm über das rechte Auge. „W-Was hast du mit mir vor?!“ „Einmal darfst du raten. Ich werde mich an dir rächen. Du wirst für deine Intrige bezahlen!“ Molder griff nach einem kurzen, scharfen Messer und setzte es an Achilles Wange. Sein Bruder war starr vor Angst und drehte seinen Kopf permanent, um der scharfen Klingen auszuweichen, jedoch ohne Erfolg. „Hörst du wohl auf dich zu bewegen? Hat dir denn niemand gesagt, dass du bei Ärzten ruhig sein sollst?“ „Du bist kein Arzt! Du bist wahnsinnig, wahnsinniger als ich.“ „Und bei Weitem auch noch der Hübschere von uns beiden. Aber keine Sorge, ich werde dafür sorgen, dass du makellos bist, wie meine Kunst!“ Mit einer Bewegung schnitt er ihm die Wange auf. Achilles Gesicht verzerrte sich vor Schmerz und er begann zu schreien. „Ja, sing für mich mein Bruder! Sing für mich!“ Mit jedem Schnitt fiel ein weiteren Schrei und mit jedem weiteren Schrei, stieg die Freude in Molder. Aufgrund der schrecklichen Schmerzen fiel Achille bald erneut in Ohnmacht. Als er aufwachte, waren Seine Hände und Füße in die Wand genagelt. Sein ganzer Körper schmerzte unaufhörlich. Was hatte Molder bloß mit ihm angestellt? Er wollte den Mund aufmachen, doch es ging nicht. Da betrat Molder den Raum. Sein Kittel war blutrot durchtränkt, seine Maske mit Blut bespritzt. „Ist unser Dornrösschen ausgeschlafen? Ich hoffe doch. Sieh doch mal an, jetzt bist du eine wahre Schönheit, ein Meisterwerk! Warte ich hole dir einen Spiegel.“ Mit diesen Worten verschwand Molder. Jedoch kehrte er nach kurzer Zeit mit einem kleinen Spiegel zurück und hielt ihn Achille vor das Gesicht. Doch sein Gesichtsausdruck veränderte sich. Sein ganzes Gesicht war angeschwollen und übersät mit Blutergüssen. „Siehst du? Natürlich siehst du nicht, lass mich dir helfen!“ Achilles Augen wurden von seinen Augenlieder bedeckt, die Molder sorgfältig zugenäht hätte. Doch in diese schnitt er je ein Loch für die Pupillen. „Jetzt kannst du dein neues Aussehen bewundern. Fabelhaft nicht wahr? Ein paar deiner Zähne waren schief, also habe ich sie gerichtet. Drei Backenzähne musste ich dir vollständig entfernen, die waren überzogen mit Karies, einfach grauenhaft. Ach ja und deine Nasenspitze habe ich dir abgeschnitten. Diesen Schandfleck von einer Nase konnte ich mir einfach nicht länger anschauen! Schau dir doch mal diese präzisen Schnitte an. Schon wieder habe ich mich übertroffen! Zudem habe ich dir die Nieren entfernt. Du hattest immer Probleme mit ihnen und da soll nochmal jemand sagen, ich wäre nicht zuvorkommend! Du kannst dich glücklich schätzen, du bist mein erstes lebendes Kunstwerk. Genieß die Zeit, denn sie ist nur von kurzer Dauer...“ Mit diesen Worten zog sich Molder zurück.

„Mein Bruder war erst der Anfang. Ich bin zu größerem Bestimmt. Meine Kunst wird die Welt in neuen Glanz hüllen!“

Die Nachrichten melden weitere Vermisstenfälle im Umkreis von Paris. Ein wahnsinniger Psychopath treibt dort sein Unwesen. Verlassen Sie ihr Haus Nachts nicht ohne Begleitung. Bleiben Sie wachsam. Denn Sie könnten als nächstes in seinem Fadenkreuz stehen...



Danke fürs Lesen, ist meine erste längere Creepypasta. Also seid bitte nicht zu streng mit mir! :)

--AcidRayne (Diskussion) 19:17, 22. Okt. 2014 (UTC) AcidRayne

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