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Ich wollte das nicht. Es sollte nicht so weit kommen. Ich weiß nicht, wieso und warum das passiert ist ... wie dem auch sei. Der Grund, warum ich das hier aufschreibe ... ist wohl, dass du meine einzige Hoffnung bist. Tschuldige, aber ich bin verzweifelt. Ich weiß nicht, wie lange ich noch Zeit habe.

Ich höre ihren Atem, ihre dumpfen Schritte hallen durch meine Ohren, dringen bis zu meinen Rest übrigen Verstands vor. Sie umgeben mich. Sie sind überall. Und ... Achja, du wirst dich fragen von wem ich überhaupt rede. Ich rede von den grauenhaften Kreaturen, die sich bei mir eingenistet haben. Die diese Welt bevölkert haben, wie ein Parasit und die jetzt übrig gebliebenen Menschen versuchen zu finden, um sie zu verschlingen, zu quälen und schließlich zu töten.

Diese Monster. Diese Dinger mit ihren langen Fangzähnen. Die dank des Speichels im matten Licht glänzen und mit Gier nach meinen Fleisch und Körper lechzen. Diese Monstren mit ihren Klauen, die in der Dunkelheit beinahe endlos wirken. Sie schauen mich mit ihren weit aufgerissenen Augen an. In den Augen spiegelt sich keine Seele wider. Menschen haben eine Seele, diese Kreaturen sicher nicht.

Sie suchen nach mir, doch zum Glück finden sie mich nicht. Ich habe mich gut versteckt. Also, so gut es in meiner mangelnden Verfassung geht. Ich fühle mich schwach. Doch sie werden mich nicht kriegen, denke ich ... hoffe ich.

Ich wollte das nicht. Ich wollte nicht, dass es soweit kommt. Ich wollte doch nur an einen Ort, wo ich verstanden werde. An einen Ort, wo ich richtig bin. Ist das so falsch?

Stattdessen ließen mich meine „Freunde“ alleine, um sich ihr eigenes Überleben zu sichern. Schlimmer noch, sie lieferten mich den Monstern aus, wie eine Opfergabe. Und ich Vollidiot bin auch noch mitgegangen, weil ich dachte ... ich weiß nicht ... ich dachte sie würden mich in Sicherheit bringen. An einen besseren Ort. An einen Ort wo ich richtig bin und nicht in diese Hölle. Ich dachte, ich hätte es verdient, das Menschen mir helfen und ich glücklich werden kann ...

Meine Augen tun weh, ich habe lange nicht geschlafen. Ich kann nicht schlafen. Überall lauert bereits die nächste Gefahr. Die Menschen um mich herum sind weg, überall schleichen nur diese Kreaturen umher, ziehen ihre knochigen Körper vor sich hin und suchen nach Nahrung.

Ich muss hier raus, weg von diesen Dingern. Irgendwohin ... in die Freiheit. Freiheit? Freiheit, das ist was ich will. Freiheit ist der Ort, wo ich richtig bin. Das Paradies, das ich mir wünsche. Aber Wünsche sind bedeutungslos, nie erfüllen sie sich. Das einzig Positive an ihnen ist, dass sie mich vor meiner Angst abhalten. Doch wie lange tun sie das noch?

Wenn du das liest, bist du keines dieser Monster und kannst mir helfen. Bitte, bitte komm her und rette mich. Ich weiß nicht, wie lange ich vor diesen Kreaturen noch fliehen kann. Und lieber sterbe ich, als diesen in die Klauen zu fallen. Lass es nicht so weit kommen.

Bitte.

Rette mich.


Patient 109-B wurde 6 Stunden nach seiner Flucht in einer Abstellkammer tot aufgefunden. Der Patient litt an Halluzinationen und bezeichnete das Wachpersonal vor seiner Flucht als „Monster“. Das Krankenpersonal und die Patienten trauern um diesen Verlust.

-Auszug aus Bericht der Nervenheilanstalt Arizona-

Aylo (Diskussion) 10:25, 7. Aug. 2015 (UTC)

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