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Was ist das Muria-Ritual Bearbeiten

Das Muria-Ritual wurde Vermutungen nach das erste Mal im Mittelalter praktiziert, wo es besonders im heutigen Deutschland und Frankreich oft durchgeführt wurde. Es handelt sich um ein Ritual, welches sich hauptsächlich mit den Praktiken der Nekromantie auseinandersetzt, aber auch für das Erzielen anderer Ergebnisse angewendet wurde.

Es waren zumeist die Bürger des dritten Standes (Bauern, Händler, Bettler usw.), welche sich von dem Ritual eine bessere oder zumindest glücklichere Zukunft erhofften. Jedoch wurde die Abhaltung des Muria-Rituals schon bald von der Kirche verboten und jeder der es dennoch wagen sollte es auszuführen, wurde als Strafe für sein Vergehen der Hexerei beschuldigt und verbrannt, gehängt oder gar im Moor versenkt.

Heutzutage ist diese überaus grausame Zeremonie so gut wie ausgestorben und wird nur sehr selten von bestimmten Sekten praktiziert, welche sich in kleinen Dörfern zusammengefunden haben und bei denen die Durchführung des Muria-Rituals schon seit Jahrhunderten Tradition ist. Von einzelnen Personen, die mit der Zeremonie vertraut sind, ist kaum etwas bekannt, da der Ort, sowie die Zeit der Abhaltung einer der Gründe dafür ist, warum das Ritual früher so oft heimlich durchgeführt werden konnte.

Ziel Bearbeiten

Das Ziel des Rituals besteht hauptsächlich darin Menschen oder Tiere aus dem Totenreich zurückzuholen, doch man kann mit dem Ritual auch Lebensenergie in sich aufnehmen. Dies kann zur Folge haben, dass man entweder schwere Verletzungen oder Krankheiten heilt oder man die Lebensjahre eines anderen Lebewesens auf sich überträgt oder umgekehrt. Es gibt auch Erzählungen, dass das Ritual zur Unsterblichkeit verhelfen soll, doch diese These wurde nie bestätigt, wodurch auch keiner sagen kann, wie sie durchzuführen ist.

Beginn Bearbeiten

Die Ausführung sollte bei Nacht erfolgen, da man somit eine ungestörte Zeremonie gewährleistet, was dem Ritual sehr zugute kommt und man zudem die Gewissheit hat, dass die Beschwörung nicht durch das Sonnenlicht unterbrochen werden muss. Außerdem sollte es jenseits jeder Art von Zivilisation stattfinden, da sich die Nachwirkungen des Rituals negativ auf die Umgebung, in der die Zeremonie abgehalten wurde, auswirken.

Tipp: Die beste Chance das Muria-Ritual erfolgreich abzuhalten, besteht während einer Mondfinsternis (auch unter dem Synonym Blutmond bekannt). Eine solche Nacht gilt bis heute als die perfekte Nacht, um magische Zeremonien abzuhalten und steigert auch hier die Möglichkeit auf Erfolg.

MATERIALIEN:

  • wähle einen Moorwald zur Durchführung des Rituals aus und begebe dich, wenn möglich, an den zentralsten Bereich von diesem. Achte dabei jedoch darauf, dass du dir den Weg markierst und dass du diesen auch leicht beschreiten kannst (Wege, die dich zu stark beim Gehen/ Laufen behindern, solltest du umgehen; wähle lieber einen längeren als einen schwer passierbaren Pfad).
  • eine Taschenlampe oder eine andere starke Lichtquelle
  • eine tödliche Waffe (z.B. Macheten, Kettensägen, große Hämmer oder Äxte)
  • eine kleine Waffe (z.B. Messer, Schere, Rasierklinge, Schlagstock)
  • die Leiche bzw. den lebenden Körper der Person oder des Tieres die/ das man wieder zum Leben erwecken möchte oder dem man Lebenjahren schenken oder nehmen will (bedenke hierbei, dass das Lebewesen, dem du die Lebenskraft nehmen willst im Grunde genommen dasselbe wie ein Blutopfer ist; willst du hingegen deine Lebenskraft auf jemand anderes übertragen, so bist du selbst das Blutopfer, darfst dich dann aber nicht mehr an der Zeremonie beteiligen)
  • eine schwarze Kerze (keine andere Farbe!)
  • ein Blutopfer (ACHTUNG: Wenn du einen Menschen wiederbeleben möchtest, dann muss dein Opfer ebenfalls ein Mensch sein und willst du ein Tier wiederbeleben, muss dein Opfer ein Tier der selben Spezies sein)
  • Furchtlosgkeit und einen starken Willen

VORBEREITUNG:

Finde dich, wie bereits erwähnt, im mittigsten Punkt des Moorwaldes wieder, um dort alles für die Durchführung der Zeremonie herzurichten. Wichtig hierbei ist jedoch, dass du dich nah an einer mindestens 1 Meter tiefen Wasserquelle befindest! Dein Blutopfer muss vor dir platziert werden (fixiere es gut, doch du darfst dein Opfer niemals betäuben!) und den Leichnam solltest du direkt daneben legen (wenn du die Lebenskraft deines Opfers auf dich übertragen möchtest, so benötigst du selbstverständlich keinen Leichnam). Die Taschenlampe solltest du unbedingt ausschalten, da das, was du heraufbeschwören willst empfindlich auf Licht reagiert.

Durchführung Bearbeiten

  1. SCHRITT:

Halte die Kerze in einer Hand und zünde sie dann an. Hast du dies getan, so halte sie mit beiden Händen fest und gehe neunmal um die Leiche und das Opfer herum. Sage dabei:

,, Dies ist ein Weckruf für die Wächterin der Moore! Erhöre mein Flehen und öffne deine Tore! Wohne mir bei in dieser Nacht! Erheb' dich und zeige mir all deine Macht! Setz' deine Kinder und Diener nur frei! Ich bitte dich Muria, komm herbei! " (hast du zuende gesprochen, solltest du mit deinem Rundgang fertig sein)

2. SCHRITT:

Stelle die Kerze für einen Moment ab und tauche deine Fingerspitzen in die Erde und dann tauche deine Hände in das Wasser und sage dabei:

,, Meine Hände sind durch dein Wasser nun rein! Bitte Mutter Muria, sieh und erschein! "

3. SCHRITT:

Versenke den Leichnam im Wasser und sage dabei:

,, Ein lebloser Körper, erkaltetes Blut - bring ihn zurück und ich zahle Tribut! "

(willst du Lebenskraft geben/ nehmen, dann überspringe diesen Teil)

4. SCHRITT:

Nimm nun deine 'kleine' Waffe und beginne damit dein Blutopfer zu verletzen. Starte hierbei zunächst harmlos und steigere dann deine Brutalität.

ERSTE ANZEICHEN:

Wenn dein Blutopfer beginnt die ersten heftigen Schmerzen zu spüren, so wirst du in der Ferne eine Gestalt erkennen, die dich beobachtet und die sich dir immer weiter nährt, je größer die Schmerzen werden, die du deinem Opfer zufügst. Wenn die Gestalt direkt vor dir steht, so musst du dich von deinem Opfer wegbewegen und die Kerze nehmen (halte sie nicht vor dich, denn das könnte Muria als Drohung auffassen). Die Kerze schützt dich vor Murias Kräften.

Muria wird sich nun über das schwer verletzte Blutopfer beugen und ihm die Lebensenergie entziehen. Dann wird sie sich ins Wasser begeben und zu Schlamm zerfallen. Ist dies geschehen so wird sich kurz darauf die Person oder das Tier, die/ das du im Moor versenkt hast aus dem Wasser erheben. Das Ritual ist geglückt. Nun solltest du die Taschenlampe anmachen und so schnell wie möglich mit der/ dem wiederbelebten Person/ Tier den Moorwald verlassen.

Kosequenzen im Falle des Scheiterns Bearbeiten

Damit es hierzu gar nicht erst kommen kann, vermeide folgende Dinge:

  • erscheine niemals mit einem falschen oder gar ohne ein Opfer
  • höre nicht mitten während des Rituales auf
  • stelle sicher, dass der Ort an welchem du die Zeremonie abhälst NIE dem Sonnenlicht ausgesetzt ist
  • leuchte Muria niemals mit der Lampe an
  • halte ihr nie die Kerze entgegen
  • mache ihr immer Platz und stelle dich ihr nicht in den Weg

Wenn du eine dieser Regeln missachtest wird Muria dir Schreckliches antun. Als erstes wird sie dir die Mundwinkel aufreißen und deine Zunge abbeißen, um dir dann den Mund mit Maden, Würmern und anderen kleinen Sumpftieren vollzustopfen. Dann wird sie dir die Worte asatra morgaris ins Ohr flüstern und dein Körper wird in sekundenschnelle zu verfaulen beginnen. Dann wird sie dich entweder ins Moor zerren oder dich an ihre Kinder verfüttern.

Die Kinder Murias Bearbeiten

Sobald du dein Ritual vollendet hast, solltest du das Moor so schnell wie möglich verlassen, denn bei dem Tribut, den du Muria zahlen musst, handelt es sich nicht um das Blutopfer, sondern die Freisetzung ihrer Kinder, die genauso wie Muria selbst von den Schmerzen deines Blutopfers herbeigerufen werden. Bei den Kindern handelt es sich jedoch nicht um die wahren Kinder Murias, sondern um bis zu tausende untote Menschen, die im Verlauf der Jahrhunderte in diversen Mooren versenkt wurden.

Hier kommen nun die tödlichen Waffen zum Einsatz, die du beim Ritual selbst nicht benötigt hast, denn die Moorleichen sind dir in keinster Weise freundlich gesonnen und werden versuchen dich ins Moor zu zerren, um dich dort zu ertränken und zu verspeisen. Bist du Opfer dieser Kreaturen geworden, so wirst auch du ein Kind von Muria. Sie werden von dem Tag an, an welchem sie beschworen wurden, bis zu 9 Jahre lang in den Mooren ihr Unwesen treiben und mit der Zeit einfach zu Schlamm zerfallen. Eine frühzeitige Vernichtung ist zwar möglich, aber man sollte das Risiko umgehen und stattdessen dafür sorgen, dass das Moor im betroffenen Zeitraum nie wieder betreten wird.

Wer ist Mutter Muria? Bearbeiten

Die Legende von Mutter Muria reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück. Zu Lebzeiten war sie eine alte Bettlerin, die im Moorwald lebte, um den anderen Menschen aus dem Weg zu gehen. Manchmal jedoch wurde sie von Städtern oder Dörflern aufgesucht, die um ärztliche Hilfe baten. Mutter Muria kannte alle Kräuter und Tiere des Moors, weshalb es ihr leicht fiel die richtigen auszuwählen und wirksame Heilmittel aus ihnen zu fertigen. Nach einigen Jahren jedoch begannen sich schreckliche Seuchen in Westeuropa auszubreiten und der Ursprung dieser waren oftmals die Moore, da es dort von potenziellen Überträgern wie Zecken und Stechmücken nur so wimmelte.

Bald erkrankten die ersten Menschen, die Mutter Muria aufgesucht hatten an den Krankheiten, da sie sich in den Moores aufgehalten hatten. Die Schuld wurde jedoch auf Murias Heilmittel geschoben, woraufhin man sie aufsuchte, ihr die Zunge herausriss, den Mund mit Gewürm u.ä. füllte, um sie schließlich mit Steinen an den Füßen im Moor zu versenken. Seit jeher lässt sich ihr Geist in diversen Moorwäldern herbeirufen, um Tote wieder zum Leben zu erwecken.

Viel Glück! Bearbeiten

Wenn du trotz der fürchterlichen Konsequenzen, die sich für dich ergeben könnten, dennoch den Mut aufbringen solltest das Ritual zu praktizieren, so solltest du dich gut vorbereiten und nicht unüberlegt handeln. Wähle versteckte Orte aus und vermeide es großes Aufsehen zu errregen, denn auch wenn Muria ein hilfsbereiter Geist ist, so würde sie sich dennoch über ein weiteres Kind freuen.

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