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Diese Geschichte ist wahr. Oder auch nicht. Am Ende müsst ihr das eh selber entscheiden.

Ich (w) war damals 6 oder 7 Jahre alt. Oder doch 9, ich weiß es nicht mehr.

Es war abends, Wochenende. Ein Samstagabend, wenn ich mich recht erinnere. Mein Vater und Ich saßen unten im Wohnzimmer auf der Couch und schauten einen Film. Irgendwann wollte ich dann aufs Klo...

Dazu müsst ihr wissen, unser Klo lag den Flur entlang direkt vor der Haustür, die mit kleinen Glasfenstern verzogen war.

Draußen war es natürlich dunkel, also lag auch hinter den kleinen Glasfenstern nur schwarze Nacht. Ich zog die Tür zum WC auf, als es passierte. Zwei gelb leuchtende Augen flammten auf, ich drehte mich rum und schaute aus der Haustür. Durch diese Glasfenster stand ich dem "Etwas" direkt gegenüber. Mir rutschte das Herz in die Hose, ich schleuderte herum und lief zurück ins Wohnzimmer. Mein Herz raste so stark, dass es sich so anfühlte, als ob es mir aus der Brust springen wolle. Ich traute mich nicht mehr zurück auf den Flur, erzählte meinem Vater von den Augen. Natürlich hörte er mir zu, aber ich wusste, dass er mir nicht glaubte.

Das zweite Ereignis geschah ein paar Tage danach, unter der Woche, an einem Donnerstag. Mein Vater ist zum Sport gegangen und da ich ein Scheidungskind war, war ich mit meinem 2 Jahre älteren Bruder alleine. Ich hatte vor solchen Abenden immer Angst, da ich totale Angst im Dunkeln und auch Alleine hatte.

Irgendwann schlief ich dann ein, mein Bruder ebenfalls. Doch ich wachte wieder auf. Geistesgegenwärtig stieg ich aus dem Bett und ging nach unten. Auf dem Flur stand auch unser Telefon, ich riss es aus der Ladestation und hämmerte die Handynummers meines Vater rein. Es klingelte, aber es ging niemand ran. Ich legte es zurück, hatte aber unglaubliche Angst. Ich konnte meinen Körper nicht kontrollieren, wusste nicht mal ob ich träumte oder ob es wirklich geschah.

Also stand ich da. Unten auf dem Flur vor dem Telefon, neben mir die Haustür die ins schwarze Nichts führte. Ich war wie gelähmt, konnte mich nicht bewegen und wusste nicht wie mir geschieht, aber dann war es wieder da.

Das "Etwas" war zurück. Und ich war allein.

Es stand vor der Tür, wie das letzte Mal auch. Seine gelben Augen funkelten nicht so stark wie davor, aber dennoch ziemlich grell. Ich konnte Umrisse erkennen und sah allmählich, dass es die Statur eines kleinen Menschens hatte, klein, aber dennoch ein wenig größer als ich.

Es war anders. Ich verspürte keine Angst, im Gegenteil. Ich zog die Tür auf, machte einen Schritt in die Nacht und stand nun vor ihm. Die Haustür ließ ich ein Stück offen.

Die Augen immer noch auf mich gerichtet starrte es mich an. Ich fing an zu sprechen: "Was möchtest du von mir?". Es öffnete den Mund, der mit Fangzähnen beschmückt war, von denen Blut tropfte. Es machte keine Sprechbewegungen, dennoch redete es klar und deutlich: "Ich möchte dich beschützen... Ich habe dich beschützt. Es war zu deinem Besten."

Ich verspürte auf einmal eine tiefe Leere in meinem Körper. Mir wurde übel, ich bekam Kopfschmerzen. Aber ich blieb stehen. Die Gestalt atmete schwer, es klang wie ein Röcheln. Ich ging einen Schritt vorwärts. Und umarmte es. Trotzdem stand es einfach so weiter da.

Die Leere war weg, ich fühlte wie mein Inneres sich aufwärmte. Ich stieß die Haustür auf und ging wieder rein. Als ich mich umdrehte, war es weg.

Es, das mich beschützt hat.

Vier Tage danach wurde berichtet, dass ein Kindermörder auf wundersame Weise selber ums Leben gekommen ist.

Etliche Jahre sind seither vergangen, ich habe Es nie wieder gesehen.

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