FANDOM


Ich riss die Augen auf, rappelte mich sofort hoch und schaute mich hektisch nach allen Seiten um, bereit zu kämpfen. Ich erwartete jeden Moment die altbekannten Geräusche zu hören, doch ich vernahm nichts. Ich schien allein zu sein.

Nachdem ich mich etwas beruhigt hatte, sah ich mir die Gegend genauer an. Verlassene Straßen...Nebel...kein Anzeichen von Leben. ,,Das kennst du doch.'' , sagte ich mir selber. ,,Genau der selbe Ort, an dem dieser Traum immer begann..'' Ich war sehr verwirrt. Gerade wurde ich noch von diesem Ding aus meiner Wohnung entführt und nun träumte ich wieder diesen Traum? War das alles gar nicht echt? Lag ich tatsächlich noch zu Hause in meinem Bett und war am träumen?

Mir fiel nur ein Weg ein, dies herauszufinden. ,,Dieser Traum läuft immer nach dem selben Schema ab. Ich erwache hier auf der Straße, begegne nach einer Weile diesem Wesen und lande schließlich in diesem Krankenhaus. Wenn ich also Träume, müsste das Alles ja genau wie immer ablaufen., dachte ich. ,,Nur eine Sache ist anders...Normalerweise kann ich mich nicht erinnern, was passiert und auch nicht, dass ich das Ganze schon einmal erlebt habe. Naja...vielleicht habe ich diesen Müll mittlerweile einfach zu oft geträumt.'', war meine Vermutung.

Ich beschloss es auszuprobieren und machte mich auf den Weg, dieses Wesen zu suchen. Von Angst war keine Spur, da ich ja wusste, dass ich Träume.

Nach einiger Zeit bog ich schließlich in die Straße ein, in der dieses Wesen immer stand und tatsächlich: Dort stand es im Schutze des Nebels.

,,Geile Sache.'', dachte ich. Scheinbar hatte ich einen luziden Traum. Darüber hatte ich vor einigen Tagen noch einen Artikel gelesen. Der Betroffene ist sich bewusst, dass er träumt und kann den Verlauf des Traums beeinflussen

Von diesem Gedanken beflügelt, ging ich auf das Ungetüm zu und rief: ,,Hey du ekeliges Scheissvieh! Jetzt ist Zahltag!'' Die Kreatur drehte sich um und leckte sich grinsend die Fänge. ,,Ja, lach du nur.'', sagte ich provokant. ,,Wir werden ja sehen, wer zuletzt lacht.''

Adrenalin geladen stürmte ich auf das faulige Wesen zu und holte zum Schlag aus. Ich traf es genau im Gesicht...wenn man dieses Gebilde Gesicht nennen konnte.

Triumphierend sah ich nach oben, doch was ich sah, fand ich ganz und gar nicht witzig. Das Untier grinste mich nur breit an. ,,Du...wie...ich dachte....'', stammelte ich hervor und da holte die Kreatur auch schon zum Gegenschlag aus. Mit seinen scharfen Krallen riss es eine klaffende Wunde quer über meine Brust und ich musste schmerzlich erfahren, dass dies kein Traum war. Es war bittere Realität und ich war tatsächlich an dem Ort, von dem ich all die Nächte geträumt hatte...


Vor Angst und Schmerz fast gelähmt, schaffte ich es doch noch, mich auf die Beine zu quälen und in Todesangst wegzurennen. Ein Glück, dass diese Kreatur nicht allzu schnell war.

Nach endlosen Minuten des Laufens, schleppte ich mich in eine schmale Seitengasse und brach zusammen.

Irgendwann wachte ich auf. Die Wunde schmerzte fürchterlich, aber immerhin hatte sie aufgehört zu bluten. Ich überlegte, was ich nun machen konnte. ,,Okay, halten wir fest: Ich träume monatelang von diesem Ort, von diesem Wesen. Plötzlich ist es real, entführt mich aus meiner Wohnung und ich wache tatsächlich an diesem Ort auf.'' Das klang selbst in meinen Ohren so unglaubwürdig, dass ich es selbst kaum fassen konnte. ,,Aber...egal was passiert, eins weiß ich jetzt schon: Vorausgesetzt, dass es wirklich existiert...dieses Krankenhaus werde ich niemals betreten.''



''Matsch, matsch, matsch''



,,Oh nein!'', riss es mich aus meinen Gedanken. Ich versteckte mich schnell hinter einem Müllcontainer, als das Wesen langsam an der Gasse, in welcher ich mich versteckte, vorbei stapfte. ,,Was ist das denn nun?'' Das war nicht die Kreatur, welcher ich vorhin begegnet war. Diese war anders. Ihr Körper war nicht glatt, sondern leicht behaart. Fast wie der einer Tarantel, nur mit dem Unterschied, dass dieses Wesen rubinrot schimmerte.

,,Kann das Wesen sich...verändern?'', fragte ich mich. ,,Oder ist das etwa eine neue Kreatur?''

Ich spickte langsam um die Ecke der Gasse und sah nur noch, wie das Wesen in eine andere Straße abbog.

Hier war ich also. An einem seltsamen Ort, mit Straßen, auf denen seltsame Monster umherstreiften und ich lag verletzt in irgendeiner Gasse. ,,Ich kann ja schlecht hier liegen bleiben und verrotten., beschloss ich. Ich machte mich auf, einen Weg aus dieser aussichtslosen Situation zu finden, in der ich steckte. So schlich ich langsam durch die nebelverhangenen Straßen.

,,Was ist das...?'' Ich bemerkte die Umrisse von etwas Großem im Nebel. ,,Ist das auch eine Kreatur?'' Ich bemerkte einen Ziegel auf dem Boden. ,,Finden wir es heraus.'' Ich nahm den Ziegel und warf ihn in Richtung des Umrisses. Es gab einen dumpfen Aufschlag kurz vor dem Ding. ,,Nichts...keine Reaktion..'' Ich näherte mich vorsichtig.

,,Es ist ein Van!'', sagte ich überrascht. Das erste Anzeichen menschlichen Lebens an diesem Ort! Ich spähte durch die Scheiben der Hintertüren des Fahrzeugs. Im inneren standen einige Kartons. ,,Vielleicht ist etwas dabei, was ich gebrauchen kann.'' Ich nahm den Ziegel erneut und schlug damit die Scheiben der Türen ein, Nachdem die Türen offen waren, öffnete ich den ersten Karton. ,,Nur etwas Werkzeug.'', stellte ich ernüchtert fest und machte mich am zweiten Karton zu schaffen. ,,Masken? Was machen denn Ballmasken hier?'', fragte ich mich.

Plötzlich schlang sich etwas um meinen Brustkorb, drückte mir die Luft ab und zog mich aus dem Van. ,,Argh'', stöhnte ich und sah nach unten. Rötlich schimmernde, behaarte Arme. ,,Oh Kacke.'' Ich drehte mich um. Tatsächlich. Das Monster was eben an der Gasse vorbeikam, hielt mich im Griff.

Ich richtete meinen Blick nach vorn. ,,Natürlich...'', sagte ich, da zu allem Überdruss auch noch mein schwarz-schimmernder Freund vor mir stand.


,,Krgl Ka Vulgar.''

,,Or Tar Vas''

,,Kraug''

Sie schienen sich zu unterhalten. Plötzlich packte der Glatte meine Beine und zusammen trugen sie mich durch den Nebel, geradewegs auf ein Gebäude zu, was mir nur allzu bekannt war.

Das Krankenhaus war komplett dunkel, doch die Kreaturen schienen sich bestens zurechtzufinden. Ich dagegen konnte nicht das Geringste erkennen. Das war aber auch egal. Ich konnte mir ohnehin denken, wohin die Reise ging.

Ich höre, wie eine Tür geöffnet wurde und nachdem wir den Raum betreten hatten, wurde ich auf eine Liege gelegt und festgeschnallt. Alles wehren half nichts.

''Matsch, matsch, matsch.'' Die Geräusche entfernten sich langsam. ,,Hilfe! Hilfeeee!.'', schrie ich. Plötzlich vernahm ich Etwas...ein leises Atmen. ,,Wer ist da?!'', fragte ich. Keine Antwort. ,,Wer zum Teufel ist da?!'' Ich geriet in Panik und mit einem Mal ging das Licht an.


,,Ahhh!'' Ich hatte das Gefühl, fast blind geworden zu sein. Als ich es meinen Augen zutraute, öffnete ich sie langsam und...blickte direkt in das Gesicht einer Krähe!


10705325 780310242033871 2029918150 n

,,AHHH!! MEIN GOTT!!!'', schrie ich und verlor die Fassung. Ich riss und zerrte an den Riemen, welche mich fixierten und schüttelte wild mit dem Kopf. Auf einmal presste mir die Krähe eine Hand auf den Mund. Moment...Krähe? Hand? Ich sah erneut hin. Es war keine Krähe! Es war ein Mensch! Er hatte eine dieser seltsamen Masken auf, welche die Ärzte zur Zeit der Pest getragen haben.

,,Hallo, mein Schatz'', sagte die Person. Die Stimme klang seltsam verzerrt, so dass ich nicht bestimmen konnte, ob es ein Mann oder eine Frau war.

,,Wie ich sehe haben meine Babys dich endlich hergebracht. Ich entschuldige mich dafür, dass sie so unfreundlich waren. Manchmal sind sie recht ungestüm.''

,,Wer sind sie?!'', fragte ich panisch. ,,Und was soll das alles?!''

,,Ach Schatz...wer ich bin ist unwichtig. Eigentlich weißt du es bereits. Was das soll, wirst du schon früh genug merken.''

,,Lassen sie mich gehen!'', schrie ich.

,,Aber Schatz, das geht nicht. Du musst hier bleiben.''

,,Aber wa..''

,,Psst Schatz, sag jetzt nichts mehr. Ich komme gleich wieder und dann beginnen wir.''

,,Beginnen? Womit?'', fragte ich die Gestalt mit zittriger Stimme. Sie sagte jedoch nichts mehr und drehte sich Richtung Tür. Im gehen schnippte sie mit den Fingern und das Licht ging aus.

,,Nein...bitte....'', flehte ich noch, doch die Person verließt das Zimmer und ließ mich allein. Allein in der Dunkelheit...


Fortsetzung folgt...

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki