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Das Loch war einen guten Meter tief und einen knappen Meter breit. Und eigentlich war`s einfach nur ein Loch, das Jenny, ein Mädchen, das drei Cotttages weiter wohnte, gefunden hatte. Jenny meinte, sie hätte jemanden das Loch graben sehen, obwohl sie auch nicht sagen konnte, weswegen irgendjemand so ein großes Loch erst graben und sich dann hinterher nicht mehr kümmern sollte. Ich hatte niemanden mit einer Schaufel rumlaufen sehen, aber Jenny meinte , da wäre so ein Typ gewesen.

Irgendwie tauchte das Loch genauso geheimnisvoll auf wie Jenny selbst, die irgdenwann plötzlich auf unserer Veranda stand, auf der Suche nach einem Imbiss und jemanden zum Spielen. >>Wow, dieses Kind ist echt klein, dafür dass es so viel isst<<, sagte mein Papa immer wieder. >>Sieht aus wie ein Lemur.<< Mama meinte, ich sollte gar nicht auf Papa achten.>>Ist doch schön, dass sie hier endlich jemanden in ihrem Alter gefunden hat, wo sie sich das doch die ganze Zeit gewünscht hat.<<

Es hört sich vieleicht komisch an, aber mit Jenny in dem Loch zu spielen, das hat mir echt Spaß gemacht. Jenny kannte Millionen Spiele, für die man ein Loch im Sand brauchen konnte. Das Loch selbst war auch toll. Jeden Tag fanden Jenny und ich irgendein neues seltsames Ding, das unten im Sand steckte. Das eine Mal war es so ein Haufen Zähne von dennen Jenny sagte , es wären >> kleine weiße Steine<< (sie waren aber spitz). Ein anderesmal Mal war es ein total zerkauter Badelatschen.

Ich kann mich noch dran erinnern was im August passiert ist, ich und Jenny hatten Streit. Als dann am Abend die Sonne anfing unterzugehen, sprang Jenny aus dem Loch und meinte ich sollte noch drinbleiben.>>Bleib ruhig hier<<, flüsterte sie beim Rauskrabbeln.>>Nur zu.<< Zuerst passierte nichts. Dann begann die Dunkelheit sich über dass Loch zu verbreiten. In diesen Moment fühlte ich es. Wie mich etwas behrührte. Wie ein Finger.

Zuerst dachte ich, es wäre eine Sandkröte.>>Huch! Jenny?<< Dann gab es ein Geräusch wie Schlucken im Rückwertsgang. Ganz rau, dann packte es mich, packte meine Füße, ein Irgendwas mit starken, kratzigen Händen. Ich trat um mich und bekam einen Fuß frei. Streckte die Hand nach Jenny aus, aber sie war schon am Weggehen. Ich sah sie verschwinden, beobachtete ihre Füße, während ich mich an der Kante des Lochs festzuhalten versuchte, die ich jedoch nicht richtig zu fassen bekamm, weil es eben Sand war. Dann packte mich Etwas an der Schulter. Ich holte tief Luft und es fühlte sich an wie ein Hammer in meiner Kehle. Und ich wurde ohnmächtig.

Als ich wieder aufwachte, wickelte meine Mutter mich gerade in ein Badehandtuch. Mein Vater hielt eine Taschenlampe auf mich gerichtet. >>Was ist das da auf ihrer Schulter!!!<<, schrie Mama. Ein Abdruck. Wie von kleinen Zähnen. Wir wissen immer noch nicht, was es ist Jetzt darf ich nicht mehr mit Jenny spielen und auch nicht im Loch. Papa hat es zugeschüttet. Ist auch okay so, würde ich sagen. Diese Jenny hat eh einen Knall.


Von FritzBrause

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