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Ich öffne meine Augen. Weißes Licht strahlt gleißend meinen Augen entgegen. Brennt für einen kurzen Moment auf meiner Regenbogenhaut, blendet mich. Ich blinzle. Liege in meinem großen Bett. Groß genug für eine weitere Person. Für Niemand, nehme ich an.

Ich stehe auf, laufe die Treppen hinunter. Meine Schritte hallen durch das schier leere Haus, mein Nachthemd wedelt mit jedem Schritt seicht ein wenig hin und her. Ich strecke meine Hand aus, streiche mit ihr die raue Wand entlang. Sanft und vorsichtig steige ich die letzten Stufen herab.

Unten angekommen, laufe ich den Gang entlang, an der Schuhkommode vorbei, dann an dem Kleiderständer und schließlich an der Toilette. Eine Tür weiter öffne ich die Tür und trete in das Wohnzimmer. Eine Couch, ein Sessel und ein Glastisch stehen in der Mitte. Ich blicke nach rechts und schaue auf einen Flachbildfernseher. So ein teures Teil war das. Grund von Konsumschulden. Hätte ich Niemand nicht, hätte ich mir das wohl damals nicht erlauben können.

Ich gehe durchs Wohnzimmer und öffne die Tür, die vor mir steht, dann trete ich in die Küche ein. Ich hole zwei Tassen, für Niemand und mich, aus dem Schrank. Dann drehe ich mich um und stelle die Kaffeemaschine an. Diese gibt ein lautes Surren von sich, als sie den Kaffee aufbrüht und ich frage mich... der Kaffee tropft in die Tasse, ehe ich den Gedanken fertig denken kann.

Ich nehme die Tassen, stelle sie auf den Tisch. Ich setze mich auf den Stuhl, blicke trübselig in meinen Kaffee, nippe daran. Der bittere Geschmack sollte mich eigentlich aufwecken, aber... heute nicht. Nutzlos. Ich spitze die Ohren. Langsam höre ich Niemand kommen. Ich stehe auf, lasse meinen Kaffee stehen, vielleicht später.

Ich stehe auf, laufe den Gang wieder entlang und betrete diesmal das Bad. Die Zahnbürsten liegen in ihren Bechern. Ich schaue auf die Klamotten, die mir Niemand noch am Vortag für heute zurechtgelegt hatte. Lächle, mein Lieblingsoutfit. Schlüpfe aus meinem Nachthemd, streiche dabei vorsichtig an meiner fahlen Haut entlang. Mein Finger bohrt sich sanft in den Bauchnabel, dann lege ich mein Nachthemd ab und steige in die Dusche.

Das Wasser tropft an meinem zierlichen Körper ab. Ich zittere etwas von der Berührung und von der Kälte. Mein Kopf beginnt langsam zu schmerzen, aber zu meiner Erleichterung meine ich Niemands Schritte zu hören. Also drehe ich das Wasser ab und steige aus der Dusche aus. Ich nehme ein Handtuch, trockne mich damit ab und binde es um mich herum. Dann blicke ich in den Spiegel, er ist beschlagen.

Wer bist du?

Schreibe ich zögerlich und vorsichtig auf das Glas des Spiegels. Meine Hände sind etwas eingeweicht vom Wasser und ich versuche es möglichst deutlich zu schreiben, was dank meiner immer stärker werdenden Kopfschmerzen von jeder Sekunde an schwerer wird. Ich seufze, schließe meine Augen und lächle. Niemand ist jetzt da.


Öffne meine Augen. Bin wach, gut. Ich blicke auf den Spiegel. Jemand hat mir eine Nachricht da gelassen.

Wer bist du?

Ich seufze und drücke meinen Finger gegen die Spiegelscheibe. Dann verlasse ich das Bad.

Niemand.

Aylo (Diskussion) 16:04, 7. Aug. 2015 (UTC)

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