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Es regnete und dichter Nebel war zu sehen. Ich war mittendrin und fror. Ich blickte auf die von ihr selbst gestrickten Handschuhe, die mir meine Mutter letztes Weihnachten schenkte und mir fiel auf wie intensiv ihre Farbe war, im Gegensatz zur restlichen Umgebung. Ich schaute mich um und verstand nicht den Sinn weshalb ich hier stand. Ich stand im Matsch und mein Gefühl sagte mir, ich stände im Wald, etwas weiter von meinem Haus enfernt, doch mein Sehvermögen war trügerisch. Ich sah nichts außer Nebel und Dämmerung, außerdem spürte ich die kalten und unregelmäßigen Regentropfen auf meinen Kopf prasseln. Je länger ich dort stand und versuchte meine Umgebung zu erkennen, desto eindeutiger war die Erkenntnis, dass ich ohne Grund dort stand. Ich fing an erste Schritte zu machen, als ich durch ein jähes Schluchzen unterbrochen wurde. Ich war zuerst verwirrt, bekam es jedoch nach dem zweiten Schluchzen mit der Angst zu tun. Abrupt blieb ich stehen, als ich ein kauerndes Mädchen vor mir erkannte. Sie weinte und irgendwie beunruhigte mich diese Tatsache so sehr, dass ich wieder an einen Grund für das Geschehen dachte, der mir natürlich nicht einfiel. Traumatisiert, packte ich dem Mädchen an die Schulter. Sie drehte sich um, jedoch so langsam, dass ich von Zeitlupe ausging. Der Schock traff mich , als ich in die blutigen Höhlen der Person schaute, wo einst Augen waren. Ich stolperte rückwärts und schrie. Ich fiel hin und während ich im Matsch lag spürte ich was unter meiner Hand. Ein Knochen. Dann noch einer. Ein zermatschtes Gesicht. Der ganze Boden war voll mit verdorbenen Leichen. Ich zitterte. Ich übergab mich. Wo war ich? Ich zog einen Handschuh aus und schmiss ihn weg. Der andere war noch voller Blut doch ich wollte, nein ,

ich musste weg. Ich stand auf und rannte los. Ich hörte schnaufen hinter mir und erblickte das Mädchen unmittelbar hinter mir. Tränen der Verzweiflung flossen über mein Gesicht. Ich traff einen Entschluss, drehte mich um und griff dem Mädchen an die Gurgel. Ich drückte immer fester und fing vor Aufregung an zu Lachen, ja ich genoss es sogar das Mädchen ohne Augen zu erwürgen.

Ich zuckte zusammen setzte mich auf und stieß mir den Kopf, da mein Bett in einer Schräglage war. Ein Traum. Doch ich war nicht beruhigt, da ich öfter diese Träume hatte und sie immer schlimmer wurden. Ich müsste zum Arzt. Ich schob die Bettdecke beiseite und erschauderte. Mein Bett war voller Blut. Ich trug einen Handschuh. Ich wollte weinen und schreien, oder beides. Ich stolperte nach unten und schaute über den Tisch. Mein Blick blieb auf dem Titelblatt hängen: "Mann verstümmelt Tochter und tötet gesamte Familie." Es war still und ich musste Grinsen. Ich dachte es wäre November, doch es war erst Oktober.

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