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Tropf...Tropf....gleichbleibend, hypnotisierend. Tropf......Tropf...........Tropf......

Sein Atem in meinem Nacken... langsam,warm fast liebevoll streift er meine kleinen Nacken Härchen. Röchelnd zieht er die Luft ein und stößt sie fast obszön wieder aus .

Mein blick bleibt starr auf den tropfenden , klebrigen Lebensstrom gerichtet der sich langsam in einer Pfütze ansammelt.Sie hat die Form eines Auges...irgendwie. Das Messer liegt schwer in meiner Hand. Ich wage nicht zu blinzeln.Die Luft im Raum ist heiß und die Luftpartikel tanzen einen nicht enden wollenden Walzer des Todes, begleitet durch das unaufhörlich rasselnde atmen .Es ist neben dem tropfen das einzige Geräusch.

Es ist dunkel, nur fahle Lichtfetzen brechen sich einen weg durch die ritzen des Daches, das aussieht als könnte man es ganz leicht mit der Hand anheben. So federleicht. Aber dem ist nicht so , ich weiß es , es ist schwer und aus genauso altem wie stabilem Holz genau wie der Dachboden auf dem ich knie. Zusammengesackt starre ich auf den scheinbar schwerelos baumelnden Körper der sich leicht bewegt, vor ....zurück.....Tropf....Tropf......

"Du musst es beenden..." seine stimme durchtrennt die stille so schneidend wie ein Peitschen schlag ausgeführt auf eine anrichte voller Gläser.

Er bewegt sich.... das rascheln, nein das klirren kommt von ihm, seine lange kette halb um die Hüfte geschlungen, klappert bei jeder Bewegung,

Er bewegt sich weg von mir und ich fühle wie meine Kräfte schwinden. Der leblose Körper bekommt durch das langsam wandernde licht einen fast friedlichen Ausdruck.

"Steh auf und beende es ..." seine stimme gewann an Intensität und ein leichter grüner Schimmer flackerte durch die Finsternis, für einen unscheinbaren Augenblick sah das aus als würde er lächeln... ganz leicht, als würde er mir verzeihen.

Hah! mir verzeihen!? Es gibt nicht was er mir verzeihen könnte.

Ruckartig erwache ich aus meiner Trance und schüttle die Erschöpfung ab. Es war anstrengend ihn aufzuhängen, die schnitte richtig zu setzen und seine Worte ertragen zu müssen die er mir stammelnd zurief.

Um ihn hoch zu locken brauchte ich nicht lange, musste ich ihm doch nur wieder versprechen das er bekommt was er sich ohnehin so oft genommen hatte.

Seit Moms tot ....Klischee? kann sein. Minderjähriger Sohn ermordet pädophilen Vater.

Aber das war nur die halbe Wahrheit, manchmal..... muss jemand schlechtes geopfert werden damit jemand gutes in den Himmel kommt.Ich?! nein ich werde nie in den Himmel kommen denn ich habe ein Geschäft abgeschlossen.

"Lebe wohl....Vater.." flüsterte ich noch , dann schnellte das Messer das Dad immer benutzte um die Schweine unseres Hofes beim schlachten ausbluten zu lassen, und rammte es in seinen Unterleib. Ich hatte es schon so oft gesehen und fast ebenso oft selbst gemacht, vorsichtig fast liebevoll schnitt ich langsam aber geschickt seine Bauchdecke bis zum Brustbein auf....

so haben mich seine Hände oft berührt...

ich durchtrennte sehnen und Muskeln, legte seine inneres offen

so nackt und verletzlich war ich auch in diesen Nächten

dann riss ich ihm sein Herz aus der Brust und hielt es Krampfhaft umklammert, starr war mein blick auf diesen klumpen roten Fleisches gerichtet. Das grünliche Licht ,zuerst ein Schimmer wurde nun intensiver.

"Das hast du gut gemacht ...." röchelte es leise im Hintergrund

"war...war das gut so?"

wisperte ich hoffnungsvoll

"ja ....." ein paar leuchtende grüne Augen fixierten mich und in diesem einen Wort steckte soviel Intensität und Boshaftigkeit das ich meine "Fahrkarte" fast fallen ließ.

"na na na ....Vorsicht mein kleiner Freund... du darfst nur mitfahren wenn es ...."er sog scharf und rasselnd die Luft ein " wenn es noch unbeschadet ist.."

Die ketten klirrten und das Licht wurde zu einem gleißenden ,grünen Leuchtfeuer.

Meine Augen brannten , ob dieser schnellen Lichtveränderung.

Er stand nun aufrecht soweit es ihm möglich war, grün leuchtend hielt er seine Laterne in die Höhe, die lange Kette in der Hand an deren anderem ende eine Sensen artige Klinge baumelte.

Ein vibrieren ...langsam ansteigend.... ein entferntes rattern....

"Komm.... er wartet schon.." Hauchte er schabend und stieg die Treppe hinunter , ich folgte ihm ohne weder das Herz meines Vaters noch das Messer loszulassen. Rutschend stolperte ich nach unten ins Treppenhaus, meine Füße waren klebrig, die Mischung aus Blut und Jahrzehnte altem Staub hatte sich in eine Art klebrige schmiere verwandelt.

Er stand bereits draußen, rutschend folgte ich ihm durch die Küche nach draußen auf unseren Hof.

Erneut leuchtete die Laterne in seinen klauen artigen Händen auf , dieses mal tat es weniger weh doch es war immer noch so ein surreales licht das ich die Augen zusammenkneifen musste.

Da bemerkte ich wieder das Vibrieren...wieder? Nein immer noch nur stärker werdend.

In der weite des nächtlichen Himmels schienen sogar die Sterne diesen Ort verlassen zu haben, so als würden sie sich weigern für uns zu leuchten, als würden wir es nicht verdienen.

Das vibrieren schwoll an zu einem rumoren... gefolgt von.... was?! einem Geräusch das klang wie ... nein das konnte nicht sein, ich starrte das riesige Wesen an das so unnatürlich wirkte wie ein Lagerfeuer auf dem Grund eines Sees.

Die Konturen würden einen muskulösen Körper erahnen lassen jedoch wurde ihm nur Form durch seine lumpen und rüstungs- ähnlichen teile gegeben, Armschienen, teile eines Brustpanzers.... aber man sah was sich dahinter befand.... ein grünes flammen artiges flackern stahl sich immer wieder bei jeder Bewegung durch die Ritzen seiner Kleidung. Als ob jemand versucht hätte Flammen in ein Cape aus Stoff und Metall Fetzen zu wickeln. sein Gesicht ebenfalls nur bestehend aus Flammen.... jedoch trug er/es diese Maske durch die ich wenigstens erkennen konnte wo hinten und wo vorne ist. sie war neben der riesigen Laterne an der kette wohl das am feinsten geschmiedete Stück.


Das Rumpeln schwoll nun immer stärker an und erst jetzt bemerkte ich das er gesehen hatte wie ich ihn anstarrte. Peinlich und ängstlich scharrte ich mit den Füßen im staubigen Dreck unseres Hofes während ich meinen blick nun starr auf den selbigen richtete.


Nun war es eindeutig!Langsam , ratternd wurde die Vibration zu einem leichten Beben , es kroch von meinen Füßen aufwärts bis in meine Kehle ich der sich ein Kloß gesammelt hatte. ich blickte auf und stolperte erschrocken nach hinten.

Was dort auf uns zugerast kam war so widernatürlich das selbst die härtesten Creepypastas mich nicht darauf hätten vorbereiten können.

Meine Vermutung war nicht ganz falsch gewesen mit dem rattern und dem Pfeifton einer Lock.

Aber DAS?!

Nicht langsamer werdend raste dieses Ding aus Fleisch und Metall auf uns zu , anstelle von Dampf spie es blutrote Wolken in den Himmel und anstelle des Pfeifens das ich vorhin geglaubt hatte zu hören schrie es ... es schrie als würden tausende stimmen im Chor all ihr leid und ihren Hass zum Ausdruck bringen.

Ein schnell erstickender Schrei entwich meiner trockenen Kehle als ich erkennen konnte das es sogar ein Gesicht besaß, ein Ausdruck endloser Trauer und nie enden wollender Qual.

Hatte Es schmerzen? Schoss es mir durch den Kopf als es ratternd, quietschend und erstaunlich zielsicher neben uns zum stehen kam.

Er/es war lang... das Gewirr aus Fleisch und Metall bildete eine reihe von Wagon ähnlichen aneinander gereihten Gliedmaßen. sie glänzten im fahlen grünen Schein der Laterne und dem dunkel gelblichen licht das von einer Art Lampe am Kopf des Ungetüm hervorbrach.

"Nun ist die zeit gekommen... " rasselnd näherte er sich diesem Ding und fixierte mich dabei

"Du kannst nicht mehr zurück"

Ich sah mich noch ein letztes mal um... meine Augen glitten über das was einst mein Zuhause gewesen war, die Gatter der Tiere, meine alten Spielsachen die unbeachtet im laufe der Zeit ein gestaubt in der Ecke neben der Scheune lagen, mein altes Fahrrad das ich nie repariert hatte .....ich ließ das Messer fallen und ging langsam ,aber seltsam ruhig, auf das Zug ähnliche Wesen zu... mit einem lauten , schmatzenden Geräusch öffnete sich ein Durchgang.

Er stieg als erstes ein, verschwand fast völlig in der schwärze des Wesens ,als würde es sogar das Licht selbst daran hindern nach außen zu dringen.

Eine klauen bewehrte Hand wurde mir entgegen gestreckt und ich zögerte nicht mehr... ich ergriff sie , die Chance allem zu entrinnen. und der Preis?.....

"Ich... ich habe es verdient oder?"

sagte ich mehr zu mir selbst, überrascht ein zustimmendes schnauben zu hören sah ich zu ihm auf .... ein letztes mal schwenkte Er seine Laterne. wie ein Schaffner auf einem Bahngleis ... ruckelnd und ratternd setzte sich das Ungetüm in Bewegung ächzend .... die Tür schloss sich langsam und kaum merklich schlich sich ein kleiner grüner leuchtender Ball durch den schmalen Spalt und huschte in die Laterne

Er bemerkte das es mir aufgefallen war

"Wir wollen doch deinen Vater nicht alleine lassen..." Lachte er laut und scheppernd als die Tür sich schloss und der dämonische Zug seine fahrt beschleunigte.

Stille.....Tropf....Tropf.....und immer noch tanzen die Staubwölkchen ihren Walzer des Todes im fahlen Licht......

--Anubis Nox (Diskussion) 21:38, 1. Mai 2015 (UTC)

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