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Oskar the cat

Es war der 24. Dezember 2011. Mein 12. Geburtstag. Ich hasste es an Weihnachten Geburtstag zu haben, da ich weniger Geschenke bekam, als meine Freunde. Dieses Jahr hatte ich mir zu Weihnachten einen Kater gewünscht, aber ich wusste schon genau, dass ich wieder nur Kleidung und Süßigkeiten bekommen würde, wie in den Jahren zuvor auch.

Ich hatte verschlafen und meine Mutter stürmte um 13:46 Uhr aufgeregt in mein Zimmer.

„Schatz! Du solltest doch um 13:00 Uhr ins Wohnzimmer kommen!“

Ich schaute sie müde an. Sie warf mir einen bösen „WenndunichtgleichkommstistWeihnachtenfürdichgelaufen“ Blick zu. Dann ging sie zu meinem Kleiderschrank schnappte sich ein T-Shirt und eine Jeans und warf mich damit ab.

„Zieh dich jetzt an und komm ins Wohnzimmer Leo!“

„Ja Mama! Ich komme gleich!“

„Gut.“

Meine Mutter verließ das Zimmer und ich zog mich schnell um. Ich stolperte die Treppe runter und betrat das Wohnzimmer.

„FROHE WEIHNACHTEN!!!“, riefen meine Mutter und mein Vater laut.

„Jaja... frohe Weihnachten.“, sagte ich etwas enttäuscht, da ich keinen Kater sah, doch ich wusste es ja sowieso schon, dass ich keinen Kater bekommen würde.

„Hier ist dein Geschenk.“

Mein Vater reichte mir eine Box mit einer Decke darüber. Ich zog die Decke ab und fing vor Freude fast an zu weinen. Es war eine Tierbox und in der Box befand sich ein kleiner, grauer Kater.

„DANKE! DANKE MAMA, DANKE PAPA!“

„Das war es doch, was du dir gewünscht hattest oder?“, fragte meine Mutter, obwohl sie die Antwort doch schon wusste.

„Ja! Das ist der süßeste Kater, den ich je gesehen habe! Ich nenne ihn Oskar.“

„Du kannst Oskar ja mal dein Zimmer zeigen.“

„Mache ich sofort!“

Ich rannte so schnell ich konnte die Treppe hinauf und dann schnurstracks in mein Zimmer.

„Guck mal Oskar! Das ist mein Zimmer. Du darfst mit in meinem Bett schlafen wenn du möchtest.“

Der Kater schaute zu mir, dann schaute er zu meinem Bett. Er sprang glücklich zu meinem Bett und legte sich hin. Oskar sah sehr erschöpft aus.

„Ja Oskar. Ruh dich erst mal aus.“

Ich setzte mich auf den Boden und spielte Mario auf meiner PS3. Um 23:43 Uhr legte ich mich zu Oskar ins Bett und schlief nach fünf Minuten ein. Am nächsten Morgen wurde ich von den lauten Stimmen meiner Eltern geweckt.

„So was gab es hier noch nie!“

„Das kann nicht wahr sein!“

„Wir müssen unseren Sohn beschützen!“

Ich ging verwundert die Treppe herunter.

„Mama? Papa? Was ist denn los? Vor was müsst ihr mich beschützen?“

Doch ehe meine Eltern mir antworten konnten, gab mir der gerade laufenden Fernseher die Antwort. In den Nachrichten lief ein verstörender Bericht.

„Gestern Nacht wurde von Ehepaar Cellis die Polizei gerufen! Sie hatten aus dem Fenster gesehen und mussten daraufhin beobachten, wie jemand Tom, den Sohn der Derins tötete! Zuerst wurde ihm mit einem Messer in den Bauch gestochen, worauf es dem Jungen schon schwer fiel, noch nach Hilfe zu rufen, oder zu atmen! Dann schlug ihm der Täter mit einem Hammer die Schädeldecke auf! Der Junge fing mit aller Kraft vor Schmerzen an zu schreien und fiel tot um! Der Bauch wurde ihm ganz aufgeschlitzt und die Gedärme wurden heraus genommen! Bevor der Mörder abgehauen war, zog er dem Opfer die Haut ab! Als die Polizei vor Ort eintraf, waren fast nur noch die Knochen des Jungen übrig! Die Cellis konnten den Täter nicht erkennen!“

„Oh Gott!“, schrie ich entsetzt und ein bisschen von Angst erfüllt.

„Wer tut so etwas?“

Meine Mutter die mein Entsetzen sah antwortete mit zittriger Stimme:

„Ich weiß es nicht, Schatz. Aber hab keine Angst. Die Polizei hält jetzt jede Nacht Nachtwache. So etwas wird nicht noch einmal passieren.“

Ich glaubte meiner Mutter und ging zurück in mein Zimmer. Erst jetzt fiel mir auf, dass Oskar nicht mehr in meinem Bett lag. Ich ging wieder zurück zu meiner Mutter.

„Mama? Weist du wo Oskar ist?“

Sie schaute mich fragend an.

„Nein... Lag er nicht gestern noch in deinem Bett? Ich war um 23:50 Uhr noch in deinem Zimmer um nach dem rechten zu sehen, und da lag er noch neben dir im Bett. Vielleicht ist er...“

Bevor sie den Satz beenden konnte, hörten wir am Fenster ein seltsames Geräusch. Es war der Kater der an der Scheibe kratzte.

„Da ist er doch! Vielleicht wollte er nur im Garten spielen und hat sich ausgesperrt.“

Wir öffneten das Fenster und Oskar sprang mir in die Arme. Ich gab ihm sein Futter und zockte weiter Mario. Oskar kam in mein Zimmer gerannt und kratzte an meinem Bett herum.

„MIAU!!!“

„Oh Gott! Was ist los Oskar?“

Er schaute mich traurig an und schmuste mit mir. Anscheinend wollte er nur Aufmerksamkeit, oder er wollte nur spielen. Wir spielten ein bisschen und schnell wurde wieder Nacht. Ich und Oskar legten und wieder in mein Bett und schliefen ein. In dieser Nacht wurde ich durch ein lautes Schreien geweckt. Es klang wie das Schreien von meiner großen Liebe Elissa. Ich rannte raus auf die Straße um zu schauen was los war. Sie wohnte nicht weit weg von meinem Haus. Das Schreien wurde immer lauter. Ich sah zwei Silhouetten und versteckte mich schnell hinter einem Busch der vor dem Haus der Derins stand. Das Monster, welches ich erblickte, als ich hinter dem Busch hervor schaute, werde ich im Leben nicht vergessen. Es sah aus, wie eine menschengroße Katze. Bewaffnet mit einem Messer ging es auf Elissa los. Ich hatte große Angst, aber meine Liebe zu ihr war stärker. So sprang ich hinter dem Gebüsch hervor, um das Monster abzulenken damit Elissa fliehen konnte.

„Lauf weg! Ich halte das Vieh auf! RENN!!!“

Sie folgte meinen Anweisungen und rannte zu ihrem Haus. Ich spürte ein leichtes Glücksgefühl, da ich wusste, dass sie nun für's erste in Sicherheit war. Nun stand ich dem Monster wehrlos gegenüber. Es griff mich nicht an, was mich sehr verwunderte.

„Na komm! Töte mich doch! Lieber ich, als irgendjemand anders!“

Es antwortete:

„Nein. Ich kann dich nicht töten. Du bist doch mein Freund.“

„DEIN FREUND?! WAS REDEST DU?!“

„Erkennst du mich nicht?“, fragte das Monster mit einem traurigen Blick, der mir sehr bekannt vor kam.

„Oskar?“

Es war mein geliebter Kater, der Tom getötet hatte, und Elissa angreifen wollte.

Aus der Ferne hörte ich meine Mutter rufen:

„Leo! Was machst du hier draußen?! Der Mörder ist noch auf freiem Fuß! Du musste ins Ha....“

Das war das letzte, was meine Mutter sagen konnte, bevor Oskar sich auf sie stürzte. Er zog sein Messer und seinen Hammer und richtete sie genau so zu wie Tom.

„NEIN!!! MAMAAA!!!“

Ich brach zusammen. Als ich aufwachte, lag ich im Krankenhaus. Mein Vater saß neben meinem Bett und Oskar lag auf meinem Bauch.

„WARUM IST OSKAR HIER?!“

Ich war den Tränen nah, weil ich mich daran erinnern musste was mit meiner Mutter passiert war.

„Warum sollte Oskar nicht hier sein? Er ist doch dein Kater.“

Auch mein Vater sah ziemlich traurig aus. Der Arzt kam rein und sagte uns, dass wir wieder heim gehen dürften. Der Tag verlief normal. Am Abend kam mein Vater in mein Zimmer um mich ab zu fragen, was mit Mama passiert war.

„Sohn? Kann ich mal mit dir reden?“

„Klar! Was ist?“

„Ich würde gerne wissen, was du gesehen hast gestern Nacht.“

Ich wusste, dass es um das ging, was dort vor dem Haus der Derins geschehen war.

„Dort war ein Monster. Es wollte Elissa angreifen. Ich habe es abgelenkt, so das Elissa fliehen konnte. Dann kam Mama und wollte mich holen. Das Monster tötete sie so, wie es auch Tom tötete, doch mich verschonte es.“

Mein Vater schaute mich misstrauisch an und sagte dann:

„Als die Polizei beim Tatort an kam, war dort kein „Monster“. Nur du und der Rest deiner Mutter... Ich denke, ich werde mal einem Psychologen aufsuchen. Du brauchst ärztliche Hilfe!“

Ich konnte es nicht glauben, was mein Vater da gesagt hatte. Er würde doch wohl nicht ernsthaft glauben, dass ich der Mörder war. Am nächsten Tag wurde ich in eine Psychiatrie eingeliefert. Oskar und mein Vater blieben alleine im Haus zurück. Am nächsten Tag kam die Meldung die ich schon traurig erwartet hatte. Ja, es war geschehen. Auch mein Vater weilte nun nicht mehr unter den Lebenden. Die Polizei brachte noch an dem Mittag Oskar zu mir in die Psychiatrie. Er hatte natürlich Messer und Hammer für weitere Morde dabei. Als Oskar an dem Abend eingeschlafen war, nahm ich sein Messer. Ich musste es beenden. Es musste getan werden. Ich war bereit sein Leben zu beenden. Kurz bevor ich im das Messer gezielt ins Herz rammte, öffnete er seine Augen.

„Ich habe dich immer gern gehabt Leo.“, sagte Oskar bevor ich in tötete.

Einer der Psychiater hörte den Katzenschrei und eilte zu mir. Als er die erstochene Katze sah, hatte er sein Urteil getroffen. Ich wäre psychisch krank und müsse für immer in der Anstalt bleiben.



Heute bin ich 35 Jahre alt und wohne mit meiner Frau und meinen zwei Söhnen Erik und Jack in einem schönen, großen Haus. Man fand bei den Überresten meiner Mutter ein Fellbüschel von Oskar. Sie erklärten mich für unschuldig und verstanden, dass es gut war Oskar zu töten, doch ich werde niemals den Anblick meiner toten Mutter vergessen.

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