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Auszug aus einem PolizeiprotokollBearbeiten

12.06.2014 - Beamter: L. Miller


13:55 Uhr

Anruf der Leitzentrale, Hundebiss im Stadtpark, 1 Verletzter, 2 Beamte rücken aus

14:15 Uhr

Fall konnte größtenteils geklärt werden. Allerdings hat der Geschädigte eine große Bisswunde am Arm. Wurde zur Behandlung in das Zentralklinikum eingeliefert.

19:10 Uhr

Anruf vom ZK – Geschädigter hat eine Blutvergiftung erlitten

Der Speichel des Hundes hat die Wunde sehr schnell verschmutzt.

!Kritischer Zustand!

21:40 Uhr

Der Geschädigte ist an der Blutvergiftung verstorben. Laut den Ärzten haben sie alles versucht. Allerdings konnte die Verschmutzung nicht hinreichend beseitigt werden.

22:05 Uhr

Einsatz im ZK. Der Verstorbene soll wieder auferstanden sein und versuchen das Personal zu beißen. Einsatz mit SEK-Team.


Sicht des Beamten MillerBearbeiten

Ein Toter, der aufsteht und Ärzte beißt? Das klingt ja fast wie in einem Zombiefilm“, sagt einer der SEK-Beamten und lacht. „Ich glaube eher, die haben da zu viel an ihren Lösungsmitteln geschnuppert.“ Auch die anderen Mitfahrer in dem gepanzerten Transporter fangen jetzt an zu lachen. „Ja genau, oder sie haben sich ihre Medikamente selbst gespritzt“, entgegnet ein anderer Polizist grinsend.

Ich finde das ganze nicht so lustig. Ich habe die Wunde gesehen.


In meiner 10-jährigen Laufzeit als Polizist habe ich schon viele Hundebisse betrachten müssen, doch dieser sah nicht normal aus.

Der Wundrand war feuerrot und genauso heiß. Die ganze Wunde eiterte wie verrückt. Und der Arm zuckte teilweise, als würde er unter Strom stehen. Und jetzt ist der Verletzte schon verstorben? Nach 7 Stunden? Außerdem glaube ich nicht, dass sich 10 Mitarbeiter des Krankenhauses einen wandelnden Toten vorstellen.

Der Mann war sicher nur scheintot und ist jetzt wieder aufgewacht.

Aber warum sollte er jetzt versuchen, andere Menschen zu beißen?


„Wir sind da!“, ruft der Teamleiter, genannt Chief, vom Beifahrersitz nach hinten.

Sofort erstirbt das Lachen der Beamten und Konzentration auf den bevorstehenden Einsatz spiegelt sich in allen Gesichtern wieder.

Der Wagen stoppt. Sofort öffnen sich die Türen und das Team steigt einer nach dem anderen aus.

Okay, ihr wisst um was es geht. Ein vermeintlich Toter, der jetzt Krankenhauspersonal beißen will. Beruhigen, wenn nötig fesseln und im äußersten Notfall schießen“, erläutert uns Chief den Plan.

Nachdem alle Beteiligten genickt haben, laufen wir in Formation dem Krankenhaus entgegen.

„Das Subjekt befindet sich im 3. Stock“, ruft Chief. „Wir gehen über die Haupttreppe.“

Im besagten Stockwerk werden wir bereits von zwei Ärzten erwartet. „Wir haben den Verrückten einsperren können.“

Wir lassen uns den besagten Raum zeigen und öffnen die Türe.

Unser Vermittler betritt vorsichtig den Raum, dicht gefolgt von zwei Beamten mit Maschinenpistolen.

Hallo? Ist jemand da?“, ruft der Vermittler. Er dreht sich zu uns um. „Der Raum ist leer.“

Plötzlich schießt jemand unter dem Bett hervor und packt den Vermittler am Hals.

Bevor jemand reagieren kann, beißt das Subjekt den Beamten ins Genick. Einer der bewaffneten Polizisten eröffnet das Feuer und trifft den „Beißer“ zielsicher am Arm. Dieser ist von dem glatten Durchschuss jedoch völlig unbeeindruckt und reißt ein Stück Fleisch aus dem Hals des armen Vermittlers, welcher den dadurch entstandenen Freiraum nutzt um dem Verrückten mit der Faust auf die Nase zu schlagen. Durch die Wucht des Aufpralls taumelt der Angreifer zurück und der Bewaffnete schießt nochmals. Er trifft genau zwischen die Augen und der „Beißer“ bricht zusammen. "Der war ja wirklich wie ein Zombie. Aber viel schneller als die, die man aus den Filmen kennt“, sagt der Beamte, der zuvor den Witz gemacht hat, ungläubig. "Ach du Scheiße!“, ruft Chief. Der Vermittler lag röchelnd auf dem Boden und verlor literweise Blut aus seiner offenen Wunde. „Ruft einen Krankenwagen!“




Wir haben 13 Leute verloren. 13! Verdammte Scheiße, dem Vermittler ist das gleiche passiert, wie dem Typen mit dem Hundebiss. Blutvergiftung, Tod, Aufstehen und der Drang, irgendwelche Leute zu beißen. Er ist unserem Doc bei der Obduktion ins Gesicht gesprungen. Mit einer offenen Bauchhöhle! Danach mussten die beiden Beamten dran glauben, die vor der Türe ein Gespräch geführt haben und durch den erstickten Schrei des Docs aufgeschreckt wurden. Als sie im Raum standen, konnten sie gar nicht so schnell schauen, wie der Vermittler sie gebissen hat. Durch die offene Türe ist der „Zombie“ (ja ich nenne ihn jetzt Zombie) weiter in das Gebäude gelangt und hat jeden getötet, der ihm im Weg stand, bis ihn endlich einer erschießen konnte. Und wieder hat nur ein Kopfschuss etwas gebracht. Vorsichtshalber haben wir, bis auf fünf Leuten, allen Verstorbenen gleich einen Kopfschuss verpasst, sicher ist sicher. Die anderen fünf haben wir in einen absperrbaren Raum gelegt. Hoffentlich wachen die nicht auch wieder auf.


Im Büro herrscht Unglauben und Entsetzen. Chief gibt gerade Anweisungen, wie wir jetzt weiter verfahren sollen, doch ich kann nicht zuhören. Immer wieder habe ich das Massaker vor Augen, die Leichen im Gang und in den Büros, herausgerissene Gedärme, fehlendes Fleisch an Hals und Armen, leere, gebrochene, starrende Augen...


13 gute, ehrliche Leute...




Wir mussten auch die anderen fünf durch einen Kopfschuss töten, nachdem sie nach einiger Zeit wieder aufgewacht waren und sie versucht haben, die Tür aufzubrechen. Wenigstens hat es keine weiteren Verluste gegeben. Als wir die Leiche wegräumen wollten, hat sich bei einem der Toten etwas unter der Haut bewegt. Einer der Docs hat die Stelle vorsichtig aufgeschnitten und wurde von einem widerlichen Vieh angesprungen. Er konnte es gerade noch wegschlagen, ansonsten hätte ihn das Teil ins Gesicht gebissen. Dieses war nach dem Schlag etwas benommen und einer der dabeistehenden Beamten stülpte geistesgegenwärtig eine herumstehende Schüssel darüber. Als das „Tier“ sich wieder gefangen hatte, versuchte es natürlich sich zu befreien und konnte gerade noch daran gehindert werden, indem sich der Fänger auf die Schüssel stellte. Wir sind gerade am Überlegen was wir damit machen sollen und




Das sind die letzten Zeilen die ich schreibe. Ich sitze im kleinen Büro des Hausmeisters und schreibe dies noch als Warnung, bevor mich die Zombies, die an der Tür rütteln, zu einem von ihnen machen. Das ganze Büro ist infiziert. Der Parasit hat sich durch die Schüssel gefressen und die am nächsten stehenden Beamten angegriffen. Ich stand etwas abseits und konnte darum in das Büro flüchten. Die Schreie meiner früheren Kollegen waren entsetzlich. Auch Schüsse sind gefallen. Doch jetzt sind alle tot oder infiziert. Und die Infizierten wollen mich.


Darum hier meine Anweisung. Zerstört das Gebäude der Polizei - schnellstmöglich. Lasst niemanden hinein oder hinaus. Glaubt mir, bitte!


Hier enden die Aufzeichnungen des Beamten Miller. Er wurde nie wieder gesehen.


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~~ Marconiac ~~

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