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Viele behaupten, es gäbe ja keine Monster und schon gar nicht unter dem Bett! Früher war ich auch eine von diesen Personen, bevor ich es selber sah und spürte. 

Eines Abends legte ich mich in mein großes und gemütliches Bett. Ich dachte mir nichts dabei und kuschelte mich unter meine Decke. Danach griff ich in meine Nachttischschublade und suchte wie eine Verrückte die Kopfhörer heraus. Plötzlich hörte ich ein Knacksen und dann ein Poltern. Vor Schreck ließ ich sogar die gefundenden Kopfhörer fallen und drehte mich zu meiner Tür, die geschlossen war. Ein paar Sekunden lang starrte ich sie an, bevor ich mich bückte und die Stöpsel suchte. Ich bewegte meine Hand über das kalte Laminat und tastete mich voran. Plötzlich spürte ich eine Schnurr. Ich griff nach ihr, nur weil ich dachte, dass es die Kopfhörer waren. Doch als ich danach griff und es erhob, war es eine rote Schnurr. Ich zog diese Schnurr zu mir. 

"Was..", murmelte ich und sah einen Zettel, der an dieser Schnurr hing. Glaubst du an sogenannte Pettschkes? - stand darauf. Verwirrt laß ich es ein zweites Mal. Pettschkes?Was ist das?

Und wie kam dieser Zettel unter mein Bett und wieso hing er an einer roten Schnurr?

Ich stand auf, kniete mich an die Seite meines Bettes und sah unter mein Bett. Eine Kiste, wo alte Fotos von mir und meiner Freundin drinne lagen, alte Bücher, die zusammengestapelt da lagen und natürlich... warte?Was ist das?

Ich legte mich auf meinen Bauch und schob die Kiste zur Seite, um nach etwas zu greifen, was mir nicht bekannt vorkam.

Als ich meinen Kopf wieder erheben konnte, setzte ich mich auf und legte es vor mich. Es war eine alte kleine Truhe, die aus gewöhnlichem Holz bestand. Auf der Oberseite stand "Pettschkes". Schon wieder dieser komische Begriff! Ich schüttelte meinen Kopf und rüttelte an der Truhe. Ein lautes Rascheln war zu hören. In dieser Truhe war etwas drin, doch was? Und wie kam sie unter mein Bett? Ich öffnete sie.


Was. Zur. Hölle!

Aus lauter Angst wich ich zurück und knallte gegen die Schublade des Nachttisches. "Aua", murmelte ich leise und rieb an meinem Kopf, der höllisch schmerzte.

In dieser Kiste befanden sich Körperteile. Zehen, Daumen und sogar zwei abgetrennte Augen. Ich fasste mir vor den Mund und versuchte nicht zu weinen. 

Wie kam so etwas in mein Zimmer?Wer tat das?



Es dauerte eine Weile, bevor ich mich wieder an die Truhe herantraute. Ich blickte nochmals hinein und sah erneut einen kleinen Zettel, der unter den Daumen, Zehen und Augen lag. 

Geekelt und mit geschlossenen Augen, tastete ich  nach dem Zettel. Das war so ekelhaft, aber ich musste mehr wissen. Es war wie ein Bann, der mich dazu brachte, mehr zu wissen.

Langsam faltete ich den Zettel auseinander und laß leise vor. Herzlichen Glückwunsch, du hast die Kiste gefunden. Du weißt nicht was wir sind oder wo wir sind, aber eins kann ich dir jetzt schon beantworten: wir sehen dich und sind in deiner Nähe. Du hast sicherlich schon die kleinen Trophäen entdeckt. Wir sind stolz auf sie, aber es fehlt noch etwas. Etwas von dir! 

Wir wissen auch schon was wir wollen, aber zunächst solltest du dich schlafen legen. Wir kommen nämlich nur, wenn du schläfst..

Solltest du dich weigern zu schlafen, so kommen wir um Null Uhr und nehmen deinen ganzen Körper an uns. Du bist eine Auserwählte, ist das nicht wunderbar?  Versuche nicht zu flüchten, wir werden dich finden. Wir sind da, wo du bist und wir sind das, was du nicht bist.

Good Night. 

Pettschkes. 


Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Wir sind das, was du nicht bist. Wir sind da, wo du bist. 

Es war doch lächerlich, es gab keine Pettschkes. Und wenn ja, was waren sie? Oder steckte dahinter nur eine Person? Was war es und wieso traten sie an mich heran? Ich war nie eine Person, die an Geister glaubte. Das sollte sich jetzt auch nicht mehr ändern. 

Es gab so etwas nicht.

Ich schloß die Truhe wieder und legte mich zurück in mein Bett. Jetzt war mir sogar die Lust auf gute Musik vergangen. Solltest du dich weigern zu schlafen, so kommen wir um Null Uhr und nehmen deinen ganzen Körper an uns. Wie war so etwas möglich? Sollte ich schreien? Sollte ich die Polizei rufen? Und wenn, was sollte ich sagen? Natürlich wollte ich flüchten, aber da war etwas, was mich davon abhielt... Meine Angst.

Ich sah auf mein Handy. 22:05 Uhr. Noch knapp zwei Stunden bis Mitternacht. Sollte ich glauben, was auf diesem Zettel stand? Die Truhe lag immernoch auf dem Boden. Ich wollte sie nie wieder anfassen. Nie wieder.

Was wollten sie von mir? UND WAS WAREN SIE?

Vielleicht waren es die Tränen, die mich einschlafen ließen, oder die Angst. 



23 August : 


Vertraue Ihnen nicht. Es gibt sie. Sie wecken dich, wenn du schläfst und schauen dich mit ihren gelben Augen an. Sie sind keine Geister. Sie sind wie Schatten, nur viel schlimmer. Sie kommen und holen sich das, was sie haben wollen. Sie nehmen die Truhe mit sich und beobachten dich, wie du verblutest. Sie lachen dich schrill an und kommen anscheinend nicht allein. Es gibt sie. Sie werden nie wieder gehen, denn sie beobachten dich. Sei auf der Hut und schaue nie unter dein Bett, denn dort beginnt das Spiel.

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