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Erinnerst du dich an mich? Komm schon... Ich bin es! Seit wir uns getroffen haben, bin ich durch dein Unterbewusstsein geschlichen, habe mich durch deine Erinnerungen und Träume bewegt und all die Grausamkeiten, die du gesehen und all den Schmerz, den du erfahren hast, verursacht! Erinnerst du dich jetzt an mich? Immer noch nicht? Hmmph. Na ja, ich schätze, ich kann dir nicht die Schuld geben. Auch wenn ich immer hier war... haben wir uns noch nie wirklich getroffen... Ich schätze, ich werde dir einfach sagen, wer ich bin...


Erinnerst du dich an die Spiele, die dein Freund dir gegeben hat? Du weißt schon, die gebrauchten Versionen von Rot, Blau und Gelb? Du hast sie geliebt.. erinnerst du dich? Ah. Ich sehe, du erinnerst dich. Das ist gut. Zu der Zeit bin ich zu dir gekommen, weißt du. Normalerweise wandere ich mit diesen Editionen von Wirt zu Wirt... aber ich habe einen Narren an dir gefressen... also entschied ich mich, bei dir zu bleiben.. sogar nachdem du die Editionen verkauft oder weggeschmissen hattest. Fühlst du dich nicht wie etwas besonderes? Du wurdest mein liebstes kleines Spielzeug. Genauso wie sie dein liebstes Spielzeug waren. Aber im Gegensatz zu dir... habe ich dich nicht weggeworfen und durch etwas Besseres ersetzt... etwas Neueres.



In dem Schwarz und Weiß dieser Spiele, in denen ich lebte, konnte ich mich verstecken. Du hast nie bemerkt, dass ich da war. Nicht einmal wenn ich aus den Spielen heraus kam, um dir in deiner Welt zu folgen... Ich selbst war immer noch schwarz-weiß und habe mich direkt vor deinen Augen versteckt. Hast du gar nicht bemerkt, dass dein Leben, seit du angefangen hast diese Spiele zu spielen, so viel... schlechter geworden ist? Das war ich. Ich machte deine Freunde glauben, dass du ganz einfach nicht die Wahrheit sagst... und so wurden sie wütend auf dich. Sie haben dich verlassen, oder? Das war mein Verdienst... und ich bin ziemlich stolz darauf. Obwohl das natürlich nur der Anfang war.



Allerdings hast du dich meiner Heimat entledigt. Da wurde es gefährlich für mich. Weißt du... Ich kann nicht allzu lange außerhalb meines Zuhauses leben... sicher ich kann dich verfolgen... aber ich werde schwächer und schwächer... hmm? Oh... ja... ich offenbare dir gerade meine Schwäche... aber das macht nichts... du wirst niemanden vor mir warnen können... So viele haben es versucht und keinem ist es gelungen... Warum glaubst du haben deine so genannten 'Freunde' dir diese Spiele gegeben? Sie haben versucht mich loszuwerden. Sie haben dich nie wirklich gemocht, weißt du... Sie haben sich nur langsam deine Freundschaft erschlichen, damit du die Spiele annehmen würdest... mein Zuhause...ohne Probleme. Damit du nicht misstrauisch würdest... Weißt du... wahrscheinlich dachten sie, dass du mich zusammen mit den Spielen loswerden würdest... wie traurig.


Nun... wo war ich stehengeblieben, bevor du mich unterbrochen hast? Ah, ich erinnere mich. Also, ich begann mir Sorgen zu machen. Was sollte ich tun? Da habe ich zu verzweifelten Maßnahmen gegriffen. Ich schaffte mir in deinen neuen Editionen ein neues Zuhause. Aus Silber, Gold und auch aus Kristall, als du das Spiel gekriegt hattest. Es lief alles gut für mich. Allerdings gab es... Probleme. Diese Spiele, meine neue Heimat, waren komplett in Farbe, also wurde auch ich farbig. Ich konnte die Schwärze nicht mehr als Versteck nutzen, wie ich es früher getan hatte. Ich folgte dir auch weiterhin, aber nun bemerktest du mich. Du sahst mich ab und zu. Aber dann drehtest du dich für einen Moment weg und wenn du wieder zurückschautest... war ich nicht mehr da.



Erinnerst du dich jetzt..? Erinnerst du dich daran, wie ich aussehe? Natürlich nicht... du törichter Mensch. Wenn du mich nicht bereits so sehr verletzt hättest, hätte diese Tatsache mir Schmerzen bereitet. Du dachtest ich wäre nur Einbildung, also hast du mich ignoriert. Am Anfang dachtest du noch, dass die ganzen Unglücke einfach Pech waren. Ich war außer mir vor Wut, als ich das sah. ICH hatte all das getan... Warum sollte irgendein Phänomen, an das du glaubtest, all den Ruhm für meine harte Arbeit einheimsen? Ich versuchte mich dir... bekannt zu machen.


Ganz genau. Zu dem Zeitpunkt begannen deine Spiele plötzlich zu glitchen oder? Da bemerktest du mich... Nichtsahnend spieltest du eines deiner Spiele, als der Bildschirm plötzlich schwarz wurde. Du dachtest es wäre eingefroren und schaltetest es aus, bevor ich dir meine Nachricht überbringen konnte. Ich war so wütend. Wochenlang versuchte ich es wieder und wieder. Jedes Mal, wenn dein Bildschirm schwarz wurde... schaltetest du das Spiel aus. Ich wusste nicht, wie ich dir meine Nachricht übermitteln sollte. Ich kriegte die Worte nicht schnell genug heraus... aber dann hatte ich eine Idee und setzte meinen Plan in die Tat um.



Weißt du... Ich kenne dich. Ich kenne dich... sehr gut. Ich WEIß wie sehr du dieses... merkwürdige Pokémon, das du Wiesenior nennst, liebst. Also... habe ich dir ein Geschenk gemacht. Als du in deinem Spiel umherliefst... hast du plötzlich ein schillerndes Wiesenior gefunden. Du erinnerst dich oder? Das war ich. Du warst so aufgeregt. Du warst noch nie zuvor einem schillernden Pokémon begegnet... genauso wenig wie deine Freunde. Du würdest der Erste sein. Du fingst es mit Leichtigkeit ein und gabst ihm einen Namen. Du hattest sogar noch einen Platz in deinem Team frei. Du sahst es dir sofort an, um sicherzugehen, dass es kein Traum war.



Da habe ich gehandelt. Ich ließ den Bildschirm wieder schwarz werden.. nur das schillernde Wiesenior, dass du so sehr lieb hattest war noch zu sehen. Du warst fassungslos. Du wolltest es nicht verlieren und machtest dir große Sorgen. Du konntest dich nicht dazu überwinden, das Spiel jetzt auszuschalten... hab ich Recht? Deshalb hatte ich nun endlich genug Zeit, um dir meine Nachricht zu überbringen. Das schillernde Wiesenior verblasste langsam und wurde kurz darauf durch meine Worte ersetzt.



Sie waren in tropfendem, blutigen Rot geschrieben und schienen am unteren Rande des Bildschirmes zusammenzulaufen. „Ich bin hier... Ich bin immer hier gewesen...“ Diese Worte verblassten bald, bevor sie durch weitere ersetzt wurden. „Hat dir mein Geschenk gefallen?“ Ein Ja/Nein Fenster erschien und ich grinste, als du ganz langsam - du musst große Angst gehabt haben - Ja auswähltest. Du wusstest immerhin, dass ich über das schillernde Wiesenior sprach. Auch diese Worte verblassten, um Platz für neue zu machen. „Ich musste dich dazu bringen, zu warten... damit ich mit dir sprechen kann... Ich wusste, du würdest dein Spiel nicht ausschalten wollen, wenn du gerade dein kostbares schillerndes Wiesenior gefangen hättest...“



Ich konnte spüren, dass du dich etwas mehr zu entspannen begannst und konnte nicht anders, als zu grinsen. Warst du wirklich so erleichtert, dass du dein liebes neues Haustier offenbar doch nicht verlieren würdest? Was würde passieren, wenn ein neues Spiel erscheint? Würdest du es einfach links liegen lassen, wie du es sonst immer getan hattest? Was ist mit all den armen Pokémon auf deinem vorherigen Spiel? Du hast ihnen nicht einmal die Chance gegeben Lebewohl zu sagen, bevor du sie einfach weggeworfen hast. Wie konntest du nur? Ich entschied mich, dich in Ruhe zu lassen... fürs Erste. Du wusstest, dass ich da war... das war alles, was mich im Moment interessierte. Ich ließ dein Spiel weiterlaufen... Ich ließ dich das schillernde Wiesenior behalten. Ich beobachtete aus dem Schatten heraus, wie du es all deinen Freunden zeigtest. Mich aber erwähntest du nicht einmal... wie kommt das? Es war immerhin ein Geschenk von mir gewesen... und das schien dich überhaupt nicht zu kümmern.


Ich wartete stumm. Du hattest neue Freunde gefunden, seit ich deine Alten beseitigt hatte... und ich wollte dich etwas Glück fühlen lassen... damit dein Schmerz nur umso süßer werden würde. Denn ich liebte es dich so...gequält... zu sehen. Es brachte mir einfach so viel Vergnügen. Ich war nie jemand gewesen, der es genoss, andere glücklich zu sehen.



Schon bald schien sich meine Vermutung zu bestätigen. Du hattest das arme, kleine, schillernde Wiesenior auf deiner Silber-Edition komplett vergessen... das, auf das du so stolz gewesen warst... das du bis auf Level 100 trainiert hattest... mit dem du all deine Freunde besiegen konntest. Du kehrtest ihm einfach den Rücken zu, als du die nächste Generation in die Finger bekamst. Ich grinste innerlich. Ich hatte gewusst, dass das passieren würde. Sicher, dieses Mal hattest du deine Spiele nicht verkauft... du hattest sie auch nicht weggegeben... aber dennoch hast du ihm den Rücken zugewandt. Ich für meinen Teil, wanderte in dein neustes Spiel. Diese Rubin, Saphir und später Smaragd-Editionen, wie ihr Menschen sie genannt habt.



Ich vergiftete weiterhin die Gedanken deiner Freunde... brachte sie dazu, sich zu fragen, ob du wirklich ehrlich zu ihnen warst. Ich ließ sie daran zweifeln. Es war einfach. Ich entschied, dass es Zeit war, dir zu beweisen, wie... einfach... ich einfach all deine Verbindungen durchtrennen konnte... ich verpasste ihnen noch einen letzten Schubser und sie begannen dich zu hassen. Alle fingen an dich zu hassen. Das war alles ich, weißt du... Es geschah zu der Zeit, dass du... gestolpert bist. Du brachst dir die Beine... konntest nicht mehr aufstehen. Als deine so genannten Freunde vorbeikamen, batest du sie dir zu helfen. Sie starrten dich nur finster an und ließen dich zum Sterben zurück.



Alle die an dir vorbeiliefen... ignorierten dich. Sie ignorierten deinen Schmerz und dein Leid. Erinnerst du dich? Irgendwann zog ich mich zurück und ließ es zu, dass dir jemand half... aber nicht bevor ich nicht das Gefühl hatte, dass du genug gelitten hattest... für's Erste zumindest. Du hast nie verstanden, warum niemand sich dir nähern wollte... hab ich Recht?



Du wurdest ins Krankenhaus gebracht. Deine Wunden wurden behandelt... aber die Wunden auf deinem Herzen konnten nicht so einfach geheilt werden. Du wandest dich deiner Saphir, Rubin und Smaragd-Edition zu. Sie fingen an dein Herz zu heilen... während dein schillerndes Wiesenior seinen Hass auf dich immer mehr schürte. Ich entschied mich, dich zu kontaktieren. Ich wollte den freundlichen Geist spielen. Ich ließ deinen Bildschirm schwarz werden und die Worte erscheinen. Dieses Mal aber, waren sie süß und zart geschrieben. Sie waren nicht mehr in Blutrot, sondern in einem sanften Blau geschrieben und die i-Punkte waren kleine Herzchen. Es widerte mich an, aber ich spielte meine Rolle.



„Was ist los? Geht es dir nicht gut?“ Ich tat so, als wäre ich dein Freund und es brachte dich zum lächeln. Wenn du nur genauer hingesehen hättest, hättest du mich vielleicht gefürchtet... Ich bin froh, dass ihr Menschen so... unaufmerksam seid. Ich befand mich immer direkt hinter den Worten. Meine Augen blutdürstig und meine Lippen feucht von Speichel. Trotzdem fingst du an mir zu vertrauen. Du hattest das Gefühl einen dauerhaften Freund gefunden zu haben. Dennoch... sogar nachdem ich solange vorgegeben hatte dein Freund zu sein... sobald Perl, Diamant und Platin erschienen... hast du sogar mich links liegen gelassen. Natürlich... Ich wanderte wieder auf deine neuen Editionen. Ich würde nicht zulassen, dass du mich verlässt.



In jedem Spiel, in das ich eindrang wurde ich detaillierter, farbiger... einfacher bemerkbar... und dennoch schienst du mich nicht einmal als das zu erkennen, was ich wirklich und wahrhaftig war. Wie töricht. Ich konnte es nicht glauben, wie einfach es jedes Mal wieder war, dein Vertrauen zu gewinnen. Du dachtest ich wäre eine andere Person... eine andere Kreatur... und jedes Mal verletzte ich dich mehr und mehr.



Du wurdest zum Einzelgänger. Du tatest nichts mehr, außer deine Spiele zu spielen... und das befriedigte mich zumindest ein bisschen. Sicher... Ich konnte es nicht mehr auskosten, dich von deinen Freunden wegzuzerren... aber ich konnte dich immer noch langsam zerstören... Stück für Stück... durch dein Herz... und ich konnte dir noch immer alle möglichen körperlichen Schmerzen bereiten. Das gefiel mir... und dennoch sahst du diese Seite an mir nie.



Ich sprach regelmäßig mit dir... über Textfenster, anstatt den Bildschirm schwarz werden zu lassen... und du antwortetest mir. Es war... unglaublich... wie dumm du warst... und noch immer bist. Sogar jetzt hörst du dir diese Geschichte an, während... nein... ist schon gut. Ich erzähle weiter. Vergiss es einfach.



Als FeuerRot und BlattGrün erschienen... hast du sie nicht mal angefasst. Ich schätze mal du hattest Angst, dass es die schlechten Erinnerungen von der Zeit zurückbringen würden, als du die Originale hattest. Das war okay für mich. Ich wollte auch nicht unbedingt die Erinnerungen an meine alte Heimat nochmal durchleben. Ich hätte zu großes... Heimweh bekommen. Wie auch immer, bald kamen Heartgold und Soulsilver. Die wolltest du offenbar unbedingt. Der Pokéwalker und die Tatsache, dass die Pokémon hinter dir herliefen, lockten dich, auch wenn das im Nachhinein bei Gelb genauso gewesen war.



Für mich lief es gut. Ich fing an, über deine Pokémon mit dir zu reden... Ich veränderte ausnahmsweise meine Form. Glücklicherweise hast du es nie geschafft meine... wahre Form unter ihnen herauszufinden, sonst hätte ich mein Schauspiel niemals aufrecht erhalten können... Ich hätte nicht mehr mit dir reden können, ohne dass mir... etwas... rausgerutscht wäre. Hm? Du sagst du fühlst dich... eigenartig? Wie kommt das? Hast du Schmerzen? Ignorier es einfach. Das ist nur deine Einbildung. Dummer Mensch. Deine Einbildungskraft wird nochmal die Oberhand über dich gewinnen. Also... wo war ich..? Du musst wirklich aufhören, mich zu unterbrechen... Ah ja. Ich weiß es wieder.



Während du deine Spiele spieltest... kamst du mir näher. Deine Eltern haben dir Essen gebracht, aber du hast dein Zimmer nicht mehr verlassen. Es tat ihnen weh, dich so zu sehen... das erkannte sogar ich... aber irgendetwas schien sich deiner bemächtigt zu haben. Du warst den Spielen derartig verfallen, dass du ihren Schmerz gar nicht bemerktest... und oft schienst du nicht mal deine eigenen Schmerzen zu bemerken. Dann betteltest du deine Eltern an und wer waren sie denn, sich dir zu verweigern?



Bald hattest du Schwarz und Weiß... du liebtest sie. Die Geschichte, die Pokémon, du fandest sie einfach großartig... und ich muss dir zustimmen, das waren sie wirklich. Aber mein Verlangen wurde stärker als jemals zuvor, nachdem ich mich mit ihnen vereint hatte. Ich konnte die Kraft eines jeden Pokémon spüren, das du in das Spiel brachtest. Während du sie fingst, während du deinen Pokédex fülltest...fühlte ich, wie ich und mein Verlangen wuchsen... Was? Mein Verlangen wonach? Ach, gar nichts. Kümmer dich gar nicht drum. Du wirst es am Ende meiner Geschichte erfahren, also lehn dich zurück und entspann dich.



Ich begann, dich dazu anzutreiben, deinen Pokédex zu füllen. Du nahmst an, es war einfach nur, weil 'Ich das Spiel war', deshalb hörtest du auf mich. Immerhin wolltest du mein Freund sein. Allzu schnell war dein Pokédex voll. Meine Kräfte und mein Verlangen waren beträchtlich gewachsen. Ich wusste, dass es nun Zeit war.



Ich sprach erneut mit dir, diese Mal ließ ich, anders als ich es meistens tat, den Bildschirm wieder schwarz werden, mein Körper und meine Gestalt waren diesmal etwas besser hinter den Worten erkennbar, aber du schienst mich trotzdem nicht zu sehen. Ich sprach zu dir, die Worte schienen fast spöttisch süß. „Herzlichen Glückwunsch. Du hast sie endlich alle gefangen... Aber hast du gar nicht bemerkt... dass einige deiner Pokémon... anders wirken...“ Dann ließ ich den Bildschirm wieder normal werden, um mein Grinsen zu verstecken.



Du schienst verwirrt zu sein und sahst dir deine Pokémon, um herauszufinden was ich meinte. Ich hatte natürlich Recht. Eines der Pokémon, das aus dem Rahmen fiel, war ein schillerndes Wiesenior. Du warst wieder total aufgeregt gewesen, als du es gefunden hattest. Allerdings war es auf Level 25 gewesen, als du es gefangen hattest. Als du es jetzt ansahst war es auf Level 100. Dabei hattest du es gar nicht trainiert. Du warfst einen Blick auf seine Attacken... und ich ließ den Bildschirm wieder schwarz werden, nachdem du sie gelesen hattest.



„Interessant... oder? Dieses Wiesenior scheint aus irgendeinem Grund ziemlich wütend auf dich zu sein... es scheint... verletzt zu sein... und diese Attacken... kommen sie dir nicht bekannt vor...?“ Ich ließ ein Ja/Nein Fenster erscheinen. Langsam wähltest du Ja. Wieder sprach ich. „Ich weiß, was mit diesem Wiesenior los ist... und ich gebe dir einen Hinweis. Warum guckst du dir nicht mal deine alte Silber-Edition an?“ Du blinzeltest und tatest sofort wie dir geheißen, nahmst deine alte Edition das erste Mal seit Jahren wieder in die Hand. Doch als du nachsahst... war dein schillerndes Wiesenior verschwunden. Du wandtest dich wieder deiner Schwarzen Edition zu.



Ich sprach weiter. „Ach du meine Güte... könnte es sein... ist das vielleicht das GLEICHE Wiesenior? Das, das du... zurückgelassen hast... vor all diesen Jahren? Ist DAS vielleicht der Grund für seine Wut? Interessant...“ Ich konnte fühlen wie du in kalten Schweiß ausbrachst. Fingst du endlich an, zu verstehen, was hier vor sich ging? Tja... zu spät. „Weißt du... all diese Pokémon, die so wütend sind... sind das nicht deine Teams aus all den alten Spielen, denen du vor so langer Zeit den Rücken zugekehrt hast...? Merkwürdig...“



Als ich das nächste Mal sprach, musste ich fast lachen. „Es gibt da noch ein Pokémon... aber dieses ist anders als die anderen... wagst du... einen Versuch es einzufangen?“ Ich gab dir ein Ja/Nein Fenster. Du schienst zu zögern. Du fragtest dich, ob das vielleicht einfach ein schwieriger Teil des Spiels war... Ich konnte fühlen, dass du dir wünschtest, dass dies der Fall war, als du 'Ja' wähltest. Ich sprach wieder zu dir. „Ich warne dich... dieses Pokémon ist wirklich anders. Du wirst keine zweite Chance erhalten, wie bei den anderen. Wenn du versagst... wenn du es nicht fängst... wird es... furchtbare Konsequenzen haben... Dies ist deine letzte Chance nein zu sagen. Bist du dir sicher?“



Du schienst zu zögern, aber mit größerer Bestimmtheit als jemals zuvor... klicktest du auf 'Ja'. Ich grinste und der Bildschirm leuchtete auf, während er die Kampfmusik abspielte. Allerdings schien die Musik irgendwie falsch zu sein. Ich konnte fühlen wie aufgeregt du wurdest, während du voller Erwartung darauf wartetest, was für eine Kreatur es wohl sein würde. Dann erschien es mit einem geradezu dämonischen Schrei. Es sah fast aus wie ein Glurak, aber es war auf allen Vieren, seine Flügel waren schärfer, sie sahen aus als konnten sie dich einfach zweiteilen, und seine Haut war schwarz. Speichel und Blut tropften von seinen Reißzähnen und seine Klauen gruben sich in den Boden.



Dein Team bestand nicht aus den Pokémon, die du vorher dabeigehabt hattest. Nein, es waren all die Pokémon, die du betrogen hattest, die dich alle von ganzem Herzen hassten... die durch das, was du getan hattest, so sehr verletzt worden waren. Sie kamen alle gleichzeitig heraus und standen nun der Glurak-artigen Kreatur gemeinsam entgegen. Doch wenn du ihnen den Befehl zum Angriff gabst, schüttelten sie einfach den Kopf. Die Kreatur schien ein bellendes Lachen auszustoßen. „Es wird nicht funktionieren... sie werden demjenigen, der sie betrogen hat, nicht gehorchen... glaubst du, du kannst ihr Vertrauen noch... rechtzeitig zurückgewinnen...?“ Du starrtest die Kreatur geschockt an, wusstest nicht genau, was sie damit meinte.



Ich war überraschend still geworden, aber das schien dir gar nicht aufzufallen. Du versuchtest alles, was dir einfiel bevor die Kreatur ein weiteres lautes Brüllen von sich gab, das durch die Lautsprecher zu hören war. All deine Pokémon sprangen auf, bevor sie sich runterzubeugen schienen. Bei dem Anblick grinste die Kreatur. „Erhebt euch... ihr loyalen Kreaturen der Dunkelheit... eure Loyalität mir gegenüber erfreut mich. Ich werde euch jetzt rächen...“ sprach die Kreatur. Die Pokémon schienen zu schnurren, bevor sie sich runterbeugten und ihre KP auf 0 sanken. Allerdings war danach nicht wie sonst ihr Ruf zu hören. Stattdessen wanderten sie zu der Glurak-artigen Kreatur hinüber und standen hinter ihm. Sie hatten aufgegeben und dich verlassen.



Die Kreatur musterte sie fast stolz, bevor es sich dir zuwandte. „Jetzt... habe ich gewonnen. Ich werde kommen und mir meinen Preis abholen... Versuche nicht zu fliehen. Ich werde dich sowieso überall finden...“ sagte sie bevor das Spiel einfach ausging, als wäre die Batterie leer.



Hey... was ist denn los...? Du siehst... besorgt aus...? Oh? Du sagst du hast das Gefühl, als wäre etwas in dir...? Als wäre etwas nicht in Ordnung...? Dummer, dummer Mensch... Wie ich bereits sagte... es ist zu spät. Du hast gegen mich verloren... deine Pokémon haben dich betrogen... sie haben dich mir GESCHENKT... du bist mein Preis... Ich bin... etwas überrascht, dass du nicht vorher bemerkt hast, dass ich hier war... genau hinter dir. Ich bin überrascht, dass du während du meiner Stimme gelauscht hast, meiner Geschichte, nicht gemerkt hast, wie deine Kleider von deinem Körper glitten, als ich sie mit meinen Klauen zerriss.



Hast du nicht gespürt... wie meine Klauen in deinen Körper eingedrungen sind...? Wie ich sichergestellt habe, dass dein Körper nicht komplett zerstört würde...? Warst du so hingerissen von meiner Stimme... meiner Geschichte... dass du gar nicht gefühlt hast, wie ich in dich eingedrungen bin...? Du fühlst dich so gut an... Mensch... Du gehörst jetzt mir... Niemand wird dir helfen. Du hast allen den Rücken zugekehrt. Mach dir gar nicht die Mühe zu schreien... weißt du nicht mehr? Du hast das Haus deiner Eltern schon vor Wochen verlassen. Du lebst jetzt alleine... in einer abgelegenen Nachbarschaft... Gib einfach auf, Mensch... du bist jetzt mein... und bald... sehr bald... wirst du mein Kind gebären... es ist mir egal was du sagst... ob du männlich oder weiblich bist... meine DNA ist mit deiner verschmolzen... du wirst mein Kind gebären... entspann dich einfach... und genieße es... Immerhin... kannst du dich glücklich schätzen. Alle anderen Spielzeuge, die ich einmal besaß, habe ich zerstört... Ich habe entschieden, dass du besser bist als sie. Du hattest es nicht verdient zerstört zu werden.



Shh... ganz ruhig... Immerhin... bist du jetzt mein Partner... Und ich bin ziemlich besitzergreifend... Kämpfe nicht dagegen an... solltest du es doch tun... zwingst du nur meine Klauen dazu... zwingst du nur mich dazu dich zu töten... Jetzt da ich einen Partner gefunden habe und mein Partner mich... in seinen Körper... hineingelassen hat... muss ich nicht länger in diesem Spiel leben... Die Welt gehört mir... Und das verdanke ich nur dir, weißt du... Jetzt schlaf erstmal... Wer weiß... vielleicht ist das alles ja...



Nur ein Traum...

Quelle: http://spinpasta.wikia.com/wiki/Pok%C3%A9mon_Dreamers

Übersetzt von FreeKyandi

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