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Hallo, mein Name ist Brian.


Mein Freund Tom ist letztens über ein seltsames Ereignis in einem Videospiel, der Kristall-Edition von Pokémon, gestolpert. Wie üblich nannte er den Spielcharakter Shade.

Er konnte jedoch keines der normalen Starter-Pokémon auswählen, sondern nur verzerrte, verbuggte Versionen der Starter-Pokémon aus Rot und Blau. Aber nicht nur die Auswahl der Pokémon war seltsam, auch ihr Aussehen war überhaupt nicht so, wie es sein sollte. Ihre Gesichter hatten einen traurigen Ausdruck und ihre Körper waren geschunden und zerissen.

Dennoch ließ sich Tom davon nicht beirren. Seine Neugier packte ihn und er wählte das Feuer-Pokémon, Glumanda, das aber seltsamerweise auf Level 0 war. Das Anfangsereignis blieb jedoch unverändert: Professor Lind gab ihm den Auftrag, Mr. Pokémon aufzusuchen.

Er machte sich auf den Weg und als er die Stadt verließ, wurde es plötzlich dunkel. Das konnte eigentlich nicht sein, da er zu Beginn des Spiels 10 Uhr eingestellt und er nie im Leben schon lang genug gespielt hatte. Die Gegend sah ziemlich bizarr und unpassend für Pokémon aus. Sie ähnelte einem Friedhof spät in der Nacht. Überall waren Grabsteine, die an jene im Lavandiaturm erinnerten. Auch die Musik war die aus dem Lavandiaturm der ersten Generation, obwohl es dieses Lied in der zweiten Generation eigentlich nicht gab.

Tom ging in das hohe Gras, um das Level seines Pokémons zu erhöhen, es erschien aber ein zerfleddertes Zubat, das aussah, als wäre es von einem Sichlor angegriffen und schwer verletzt worden. Schon zu Beginn des Kampfes hatte es nur die Hälfte seiner KP.

Tom schickte sein Glumanda in den Kampf und gerade als er Kratzer auswählen wollte, bemerkte er, dass Glumanda diese Attacke nicht mehr besaß. Stattdessen setzte es "Höllenfeuer" ein. Aus seinem Gameboy Advance ertönte ein Geräusch, das an das hölzerne Knistern von Feuer erinnerte.

Zubat war augenblicklich besiegt, es erschien jedoch nicht die übliche Meldung des Kampfberichts. Die Meldung lautete: "Zubat wurde vernichtet! Shades Glumanda erhält 22 Todespunkte!" Tom hätte schon fast den GBA vor Entsetzen ausgeschaltet, doch seine Neugier war zu groß und übermannte ihn.

Und so spielte er weiter. Er vermied das hohe Gras, denn die Begegnung mit dem Zubat sollte sich auf keinen Fall wiederholen. Leider gelang ihm das nicht immer und noch weitere Pokémon fielen ihm zu Opfer, da die Option zum Flüchten ausgegraut und nicht verfügbar war.

Nach vielen weiteren Kämpfen erreichte er endlich das Haus von Mr. Pokémon und betrat es. Die schauderliche Musik von Lavandia stoppte und die Nachricht "Hallo, Tom. Gefällt dir das Spiel?" erschien. Tom war schockiert, er hatte seinen echten Namen nicht in das Spiel eingegeben.

"Ich habe hier etwas für dich..."

Es erschienen einzelne Frames, die langsam eingeblendet wurden, jedoch offensichtlich die Tötung eines Pokémons darstellten. Sofort schaltete er den Gameboy aus, doch das Spiel lief einfach weiter. Ein weiteres Fenster öffnete sich und es erschien die Meldung: "Diese Aktion ist nicht möglich."

Tom hielt es für möglich, dass ihm jemand einen Streich spielen wollte.

Er entfernte die Batterien aus dem Gerät und tatsächlich schaltete es sich endlich ab.

Tom erzählte mir am nächsten Tag alles über seine Erlebnisse. Ich glaubte ihm nicht und sagte ihm, dass er die Lügengeschichten jemand anderem erzählen könne. Er wollte es mir aber unbedingt zeigen und das machte ihn glaubwürdig für mich.

Ich ging mit zu ihm, um es mir zeigen zu lassen. Natürlich zweifelte ich daran.

Als er seinen GBA wieder einschaltete begann er an genau der Stelle, an der er seiner Geschichte nach aufgehört hatte; im Haus von Mr. Pokémon.

"Wie ich sehe, bist du zurück, Tom", sprach Mr. Pokémon. "Und du hast einen Freund mitgebracht...wie heißt er denn?".

Tom sah mich an und sagte: "Siehst du, Brian? Ich habe nicht gelogen.." Plötzlich erschien die Meldung auf dem Bildschirm: "Ah, dein Freund heißt also Brian...möchte Brian auch mit uns spielen?"

Tom und ich beschlossen, das Spiel wegzuschmeißen und den Müllbeutel sofort hinauszustellen.

An diesem Abend ging ich allein nach Hause und bevor ich mich kurz vor 23 Uhr ins Bett legen und schlafen wollte, rief Toms Mutter an. Sie fragte mich, ob ich wüsste, wo er ist und ob ich ihn gesehen hätte. Ich wusste es leider nicht, versprach ihr aber, dass ich mich sofort melden würde, wenn ich ihn sehe.

Als ich am nächsten Tag wieder wach wurde, bemerkte ich, dass Toms Spiel in meiner Jackentasche war. Ich wollte schauen, ob das Spiel immer noch so seltsam und fehlerhaft war, also schaltete ich den Game Boy ein. Und dort sah ich etwas, was mich sofort kreidebleich werden ließ.

Tom war im Spiel gefangen.

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