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Vor Kurzem hatte ich schon einmal einen Bericht abgegeben.

Und seit den Ereignissen sind nur wenige Tage vergangen.

Seit diesem Vorfall war ich nicht mehr draußen, weil ich mich einfach nicht mehr traue.

Es war noch am selben Abend, doch glaubte ich mich in Sicherheit, da ich doch sehr schnell gefahren war.



Mein Grundstück, dass sollte ich erwähnen, liegt am Waldrand, allerdings hielt ich es vor kurzem noch für den sichersten, näheren Ort ... die nächste Stadt lag mehrere Kilometer entfernt ... im Nachhinein hätte ich sie direkt anfahren sollen ... Das habe ich Idiot natürlich nicht getan.

Da ich alleinstehend bin, kann ich auch mit Niemanden direkt über das Geschehene sprechen und ich bin vollkommen auf mich Allein gestellt.


Sicherlich wird man sich fragen, warum ich niemanden anrufe, aber da ich momentan kein Handy besitze und das Telefon aus irgendwelchen Gründen tot zu sein scheint, bin ich dem, was zu dem jetzigem Zeitpunkt wahrscheinlich in meinem Garten lauert, ausgeliefert.


Das ist sowas von klischeehaft, aber wenn man sich erst einmal in einer Situation wie dieser befindet, ist es vorbei mit irgendwelchen Heldentaten, vorbei mit dem Traum eines heroischen Todes.

Erst jetzt wurde mir klar, dass ich mehr Angst vor dem Tod habe, als ich es je geahnt hätte. Dieses Gefühl kennt man nur, wenn man mal in einer lebensgefährlichen Situation war. Man merkt plötzlich wie wach man ist. Merkt wie verletzlich man ist. Und man merkt, dass man einfach noch nicht sterben will.


Langsam aber wurde es dunkel und ich entschied mich mein Haus zu verlassen. Die Umstände ließen mich nicht mehr zur Ruhe kommen, ich musste unbedingt in die Stadt, auch wenn es schon mitten in der Nacht war.


Durch das Schlüsselloch schauend, forschte ich, ob sich das Wesen im Flur befand. Dieser aber war leer.

Der Boden, der aus weißen Steinplatten bestand, war sauber und ich erwartete natürlich Schmutz, wenn so etwas durch die Gänge krabbelte.


Also drückte ich vorsichtig die Türklinke hinunter.

Mein Gewehr, in der anderen Hand, war geladen.

Geduckt näherte ich mich der Haustür.

Jene besaß einen Spion, der in den Zwischenraum blicken ließ, welcher wiederrum das Verbindungssstück zum Carport darstellte.


Auch dort war nichts zu entdecken, also schloss ich so leise wie möglich auf.

Mir rannen inszwischen Schweißperlen über mein Gesicht und meine Hände begannen zu zittern, als ich die Klinke nur sehr zögernd hinunter drückte und die Tür knarrend und langsam aufging.

Mein Problem war dann, dass der Zwischenraum auch eine Glastür zum Garten hatte, was bedeutete, dass es mich sehen würde, sobald ich unter das Carport ging.


Ich drückte meinen Körper fest an die Wand und lunzte so unaufällig wie möglich in den Garten.

Es war mittlerweile tiefe Nacht, aber der Mond ließ zumindest Konturen erkennen, ich konnte dieses Ding jedenfalls nicht ausmachen.

Ich blickte zu der nahegelegenen Carporttür und wieder zurück zum Garten.

Sollte ich es riskieren? 

Immerhin könnte ich einfach bis zum Morgen warten, es kann doch nicht durch die Türen, 

oder?


Nach langer Überlegung kam ich zu dem Schluss, dass es vermutlich die Kraft hatte Fensterscheiben zu zerschmettern, also musste ich so schnell wie möglich fliehen.

Ich hätte nur bis zum Carport kommen, in den Jeep springen und losfahren müssen, ich hatte keinen Zaun oder eine Grundstücksummauerung, nichts hätte mich dann noch aufhalten können.

Plötzlich aber zuckte ich zusammen und ließ mein Gewehr ungeschickterweise fallen. Der Ton war nicht überhörbar.

Unter der Tür zum Carport war ganz deutlich Licht zu erkennen,

und die einzige Lichtquelle hinter dieser Tür war der Lichtsensor, der nur dann anging,

wenn sich etwas unter dem Carport bewegte.


Mein Körper gefror, die Schweißperlen flossen noch mehr und meine Hände zitterten noch mehr als vorher.

Es war hier.


Langsam vernahm ich ein lautes Röcheln, das immer näher kam.

Dann bewegte sich die Klinke der Carporttür langsam nach unten.

Es wollte rein..


Ich rutschte unbeholfen rückwärts in den Hausflur, mit weit aufgerissenen Augen, beobachtete ich den Türspalt.

Während mein Herzrasen immer stärker wurde, bemerkte ich, dass die Tür verschlossen war und es nicht hereinkommen konnte.

Das aber konnte mich nicht beruhigen, ich war kurz davor durchzudrehen und knallte die Haustür hinter mir zu, als ich rückwärts in den Flur hineinstolperte. "Oh Gott! Bitte nicht!", entfuhr es mir laut, ich drehte mich um, rannte in mein Schlafzimmer zurück, in dem ich anfangs die Fluchtgedanken hegte. Erst nachdem ich die Jalousien in meiner Hektik runteriss und mich mehrmals versicherte, dass sämtliche Türen und Fenster fest verschlossen waren, kauerte ich mich in einer Ecke hinter meinem Schrank zusammen und lauschte.


Es war unerträglich leise.

Und ich stellte fest, dass es mittlerweile Mitternacht geworden war.

Ich presste meine Hände ineinander und betete, dass ich die Nacht überleben würde.


Dann hörte ich das Klirren der zerstörten Gartentür.

Es ist jetzt im Haus... 

R.A.K.E. II.jpg









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