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Zu lange ist es her, dass er fühlte; zu tief saß der Schmerz. Noch heute lief er herum mit diesen Gedanken in seinem Kopf! Hass, Wut, Angst, Vergeltung, Rache! Als er vom Krieg nach Hause gekommen war, fand er sie, seine Frau und sein Kind... tot, geschändet und zerfleischt auf dem Boden liegend, in dem Haus, das er einst für seine Familie erbaute.  

Eine Stimme hing ihm seitdem im Kopf. Ein gequälter Geist, der seinen Schund in dem einst so starken Krieger trieb. 

„So wirst du ihn kriegen, so sollst du ihn richten, werde Knecht der Rache, der Bluteslust!“ 

Angestrengt versuchte er dagegen anzukämpfen, doch blind machte ihn der Hass und die Sehnsucht nach Rache. 

„Wird spalten den Schädel, soll Blutdienst verrichten! Die Därme zerschlitzen – zertrümmern die Brust!“ 

Die Hassglut entfacht durch die Niedertracht brannte in seiner Brust, zu groß war der Hass, zu kalt sein Geist, es war die Zeit in der ihm nichts mehr etwas tat. Auf der Suche war er um den Schmerz zu tilgen, den der Fremde ihm erbracht hatte. 

„Vom ewigen Feuer der Inbrunst verzehrt, erbringt dir Wut das Beil und das Schwert!“ 

Seit Tagen wanderte er, jagte er um ihn zu finden und ihn bluten zu lassen, doch neue Kraft bringt ihm der Grimm in die Knochen. Schwer bewaffnet auf der Fährte seines Opfers und Täters.  Es wurde Zeit den zu finden der ihm alles nahm, das Urteil zu fällen und ihm abzuziehen die Fratz. 

So blind war er, dass er getrieben wurde vom Hass, in der Hoffnung, dass dieser ihm die Güte bringt. Sein ruhiges Herz begann rastlos zu toben und er verfolgte die Fährte vom blutroten Boden. 

„Und sollst du ihn kriegen, so werde ihn richten! Werde Knecht der Rache, der Bluteslust!“ 

Der Frust begann den Mann zu zerfressen, sein Leben schien wertlos, in seinem Ermessen. 

Was blieb ihm noch, wo er doch alles verlor? - Die Stimme der Rache flüsterte ihm leise ins Ohr. 

„Finde die Ruhe in seinem Tod! Der Fremde muss büßen und bluten! Trenn ihm den Körper von seinem Schopf! Lasse seine Kinder verspeisen den Kopf! Dann wirst du Ruhe finden!“  

Er kam ihm immer näher, so kurz vor ihm! 


„Du hast keine Wahl! Du hast nur dieses Ziel vor Augen! Beende deine Qual – Vernichte und Richte! Verrichte Blutdienst!“ 

So wie er ihn traf verrichtete er Blutdienst, er wurde Knecht der Rache, der Bluteslust! Er hatte ihn geköpft, seinen Leib schlug er in Stücke! 

Nun war der Krieger von seinem Wahn befreit, doch was hatte es ihm gebracht, brachte ihm doch nichts zurück!  

An seinen Händen klebte nun das Blut des Fremden, er war blind vom Rot! 

Sein Leichnam liegt in Stücken auf dem Boden, doch was hat es ihm gebracht? 

Bringt ihm nichts zurück, nimmt ihm nicht seine Qual, doch lässt die Stimme ihm noch immer keine Ruh'! 


„Es war das Schicksal, das er sich selbst erwählte! Es war das Schicksal und lies dir keine Wahl!“ 

Er träumt so oft vom Sohn des Fremden, wird er den Vater rächen so wie er es tat für Frau und Kind? 

„Er hat es so verdient! Er hat es so verdient! Es war das Schicksal das er sich selbst erwählte!“ 

Er merkt nun das Wut ihm keine Wahl lies, nun friert er so oft an diesem Tage, was hatte er getan?  

Sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, kein Sinn in seinem tun. Kein Glück in seinem Leben, ein Fluch folgt einem Fluch! 

„Ein Auge bringt kein Auge zurück, ein Auge muss ein Auge nehmen! Was ist Gerecht, was ist Vernunft? Was ist Tod, wenn du im Leben kein Leben mehr spürst? Ist doch die Strafe, ist Tod Erlösung? Hat er den Tod verdient?“ 

Was hielt ihn noch, er hatte alles verloren?  

Der Tag wird enden, mit seinem Leben! Er küsste die Sonne ein letztes Mal. 


Er schritt ins Licht 

Er griff eine kalte Hand!

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