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Seit Stunden schon irre ich hier umher.

Ohne das ich überhaupt weiß warum. Ohne Ziel. Ohne Gedanken daran zu verschwenden wie ich überhaupt hierher gekommen bin.

Nur ganz schwach kann ich Schemen um mich herum erkennen. Dort eine Gasse, hier ein Straßenzug, die dunklen Schatten verkrüppelter Bäume auf grauem Grund. Meine Augen scheinen nicht so ganz richtig zu funktionieren. Oder ist es nur das Fehlen des Lichts, der alles verschwimmen lässt?

Ständig spüre ich etwas feuchtes auf der Haut. Regen?

Mein Atem geht stoßweise und in meiner Brust brennt die raue Luft. Es ist als würde ich heißen Sand einatmen, der die Schleimhaut in der Luftröhre abraspelt wie Schmirgelpapier.

Mein anfänglich schneller Schritt ist kaum mehr als ein Taumeln, immer mehr verlässt mich der Elan und die Kraft einen Fuß vor den anderen zu setzen. Immer lahmer meine Gedanken und das Umherwandern der Augen.

Ich bleibe stehen.

Der seltsame Regen wird stärker.

Ein metallener, süßlich abscheulicher Geruch liegt in der Luft. Wie eine tote Katze, die überfahren an einem dieser brütend heißen Sommertage am Straßenrand liegt. An der sich die Fliegen, Maden und anderes Getier gütlich tun während sie langsam ihr bleiches Skelett bloß legen. Ihr alle Persönlichkeit und jedwedes lebendige nehmen.

Mir wird speiübel bei dem Gedanken. Heißer Speichel sammelt sich unter meiner Zunge und ich muss mehrmals kräftig schlucken um den Brechreiz wirkungsvoll zu unterdrücken. Eine Hand auf meinen Bauch gepresst schwanke ich weiter.

BUMM.

Ich halte inne. Etwas schweres war auf den Boden unweit von mir getroffen. Etwas schweres, weiches mit dem leichten Nachhall widerlichen Knirschens und Platschens mit dem vielleicht eine Wassermelone auf dem Asphalt zerschellt.

Wie magisch zieht es mich zu dem Geräusch hin, obschon ich noch immer kaum die Hand vor Augen erkenne.

Dräuende Gräul treibt in meinem Bauch, wirbelt in meinem Kopf und betäubt meine Sinne.

BUMM.

Etwas weiter links dieses Mal. Was geht hier nur vor sich?

Zitternd sinke ich zu Boden. Die Arme um mich geschlungen wie ein kleines Kind das Schutz vor der Dunkelheit sucht. Will nicht hören und nicht sehen... und schon gar nicht riechen. Der Gestank wird schlimmer, kitzelt in meiner Nase, kaum das ich aufhöre durch den Mund Luft zu holen. Vor meinen Augen tanzen Sterne, weil ich sie immer wieder fest zusammen presse um das wandernde Zwielicht zu vertreiben.

Da ist ein Rauschen, welches sich rasch nähert. Verwirrt spitze ich die Ohren um zu erkennen was das sein könnte.

BUUMMM!

BUUMM!

Rings um mich herum fallen Dinge zu Boden. Ich drehe immer wieder den Kopf, doch nur schwarze Schatten sind dort, wo vielleicht etwas liegt.

Ffffhhhp

Direkt über mir!

BUUUUUMMM

Etwas spritzt mir siedend heiß ins Gesicht... in den offenen Mund... in die offenen Augen... in die Nasenlöcher... denn kurz vor dem Aufschlag erkenne ich...

... es regnet Menschen!

Ravnene

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