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Bericht aus einer lokalen Zeitung: Im örtlichen Wald wurde wieder eine Leiche aufgefunden, der mit einem Messer der Bauch aufgeschnitten wurde. Bitte meiden sie den Wald, bis der Fall aufgeklärt wurde!




Der Mond schien hell über dem Wald. Es war schon sehr spät, aber für Jess führte kein Weg an dem Wald vorbei. Sie hasste den Wald. Er war ihr zu dunkel und unheimlich. Leider wohnte ihre Großmutter im Wald und sie hatte ihr versprochen, zu ihr zu kommen. Jess war schon eine ganze Weile gelaufen, und es kam ihr so vor, als wäre sie sonst immer früher dagewesen. Sie hörte ein leisen Knacken. Was war das? Noch mehr Geräusche und Schritte, die näher kamen. Jess bekam Angst.

Bildete sie sich das nur ein oder hörte sie da ein leises, verrücktes Kichern? Ihre Hände begannen zu schwitzen. Sie blieb stehen. Die Schritte verstummten.

Jess wollte schon fast daran glauben, dass sie sich vor ihren eigenen Schritten gefürchtet hatte, da sah sie es. Ein Mädchen stand zwischen den Bäumen und kicherte. Sie trug ein blutrotes Kleid mit einem gleichfarbigen Umhang. Ihre schwarzen Haare lugten unter einer roten Kapuze hervor und sie trug ein blutiges Messer in der linken Hand. Ihre Haut war weiß, das Allerschlimmste jedoch war ihr Gesicht.

Es war schwer zu erkennen, da es Nacht war und sie dazu noch eine Kapuze trug, doch man konnte dennoch einiges sehen: sie hatte schlangenartige, pupillenlose Augen und aus ihrem Mundwinkel tropfte Blut, ab und zu schoss kurz eine Schlangenzunge aus dem Mund des Mädchens. Jess wollte schreien, doch es kam kein Ton über ihre Lippen. Sie wollte weglaufen, konnte sich aber nicht bewegen. Der Angstschweiß lief ihr in Strömen über ihr Gesicht.

Das Mädchen ging einen Schritt auf sie zu und hob das Messer an. Und dann sprach sie. Sie hatte eine glatte, kindliche Stimme, aber das Gesicht einer Schlange. »Ich finde meine Eltern nicht wieder. Der Wolf hat sie gefressen. Bist du der Wolf?« Jess wollte nur noch nach Hause. Dieses Mädchen war das Schrecklichste, das sie jemals gesehen hatte. Es redete weiter. »Du bist bestimmt der Wolf. Hihihihi, der Wolf ist da... Dann muss ich dir wohl den Bauch aufschneiden, um meine Eltern zu finden, was?« Das Mädchen kam einen Schritt näher. Jetzt stand es genau vor Jess, die sich nicht rühren konnte. Sie setzte Jess das Messer an den Bauch und schaute ihr in die Augen. Sie kicherte leise. »Schlaf gut, Wolf.«

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