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Prolog: Marie, die Protagonistin dieser Geschichte, ist 16 Jahre alt und hat vor kurzem ihren Vater verloren, der bei einer OP an seinem Herzen gestorben ist. Sie kann nur schwer mit dem Verlust ihres Vaters umgehen und verlässt kaum noch das Zimmer. Eines Abends glaubt sie, ihr Verstand würde komplett die Kontrolle verlieren ...

Es war circa 23:35, als ich mir vornahm, den Laptop endlich auszuschalten und ins Bett zu gehen. Ich ging ins Badezimmer, schaltete das Radio ein und begann, mir die Zähne zu putzen. Es liefen grade Wunschhits bei dem Sender 101.5 und anscheinend hatte sich jemand das Lieblingslied meines Vaters gewünscht. Selbst im Radio werde ich an ihn erinnert, dachte sie sich, doch das war noch nicht alles. Nachdem das Lied zu Ende gespielt hatte, ertönte wieder die Stimme des Radiosprechers und seine Worte waren: "Dieses Lied widmet ein Unbekannter an seine kleine Tochter Marie, er meint, er habe sie ganz doll lieb." Ich traute meinen Ohren nicht, doch dachte mir im nächsten Moment, wie viele Maries aus der Umgebung jetzt wohl gemeint sein konnten.

Ich verließ das Bad und ging in die Küche, um mir noch einen Tee zu kochen. Der Wasserdampf des Wasserkochers ließ die Küchenfenster beschlagen und von draußen prasselte der Regen gegen die Scheiben. Ich wollte gerade das Licht ausmachen, als ich etwas Seltsames bemerkte. Im Wasserdampf an der Scheibe schien etwas geschrieben worden zu sein. Ich konnte es erst nicht entziffern, doch dann war ich mir sicher: "Marie, bitte vergiss micht nicht". Das war zu viel für heute. Ich ging direkt in mein Zimmer und schob die Gardinen vor mein Fenster. Ich kauerte mich in meinem Bett zusammen und versuchte mich zu beruhigen. Doch irgendwas ließ mich nicht zur Ruhe kommen. Kennt ihr das Gefühl, nicht alleine zu sein? Als wäre noch etwas im Raum, obwohl eigentlich niemand außer ihr selbst da seid. Auf einmal kam dieser Geruch, der mir einen Schauer über den Rücken laufen ließ. Es roch so sehr nach dem Aftershave meines Vaters, dass ich am liebsten weggerannt wäre, weit weg von diesem Ort.

Ich dachte, ich werde verrückt und ich würde mir das alles nur einbilden, weil ich den Tod meines Vaters noch nicht verkraftet habe. Doch ich irrte mich.

Ich beschloss, mich schlafen zu legen und hoffte darauf, dass meine Einbildungen mich am nächsten Morgen verlassen würden. Stattdessen ging es weiter. Ich lag auf dem Rücken und starrte an die Decke. Ich beobachtete die Lichtstreifen an meiner Zimmerdecke, die von den Scheinwerfern der vorbeifahrenden Autos durch meine Gardienen durchscheinten. Auf einmal wurde ich auf ein leichtes Rascheln, das aus einer Zimmerecke zu kommen schien, aufmerksam. Ich war mir sicher, alleine war ich nicht. Ich hörte leise Schritte, aber verspürte aus irgendeinem Grund keine Angst. Ganz im Gegenteil. Ich hatte ein vertrautes Gefühl, das ich mir nicht erklären konnte. Ich hatte auf einmal das Gefühl, jemand hätte sich auf meine Bettkante gesetzt. Als ich eine Berührung an meinem Kopf spürte, die in ein leichtes Streicheln über meinen Kopf überging, wusste ich es. Das hatte mein Vater immer getan, als er früher nach der Arbeit noch einmal in mein Zimmer kam. Er war es. Ich habe ihn gar nicht richtig verloren, er ist nur in einer anderen, vielleicht besseren Welt.

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