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Er verfolgt mich. Schon wieder. Das geht jetzt schon seid 2 Jahren so und er lässt mich einfach nicht in Ruhe. Egal wie oft ich umziehe, egal wie schnell ich renne und egal wo ich mich verstecke. Er findet mich.

Das fing alles vor 2 Jahren an als ich gezwungen war mit ein paar Freunden ein Spiel zu spielen. Es heißt Kokkuri-san und ist ein japanisches "Spiel" das dem Ouija Brett sehr ähnlich ist. Doch statt einem Brett wird ein einfaches Blatt Papier verwendet. Die Beschriftung ist sehr kompliziert und aufwendig wenn man es zum ersten mal macht. Bestimmt hatten wir ein paar Fehler mit eingebaut. Wie dumm wir waren. Jeder von uns wusste das es gefährlich ist das übernatürliche herauszufordern. Bereits Monate zuvor haben wir alle miterlebt wie sich ein paar unserer Mitschüler umbrachten weil sie Wahnsinnig wurden. Sie alle hatte mit einem Ouija Brett oder ähnlichen gespielt. Sie hatten die Geister nicht ernst genommen und verspottet. Einige der Jungs versuchten die Seelen von Mädchen zu rufen um sie zu fragen was sie gerade anhaben. Meine Freunde und ich fanden das einfach geschmacklos und hatten nie mitgemacht. Wir glaubten ja noch nicht mal das solche Dinger wirklich funktionieren. Als Beweis wurden uns dafür hunderte Videos von unseren Mitschülern gezeigt wie sie Kontakt zur anderen Welt aufnahmen und wie dessen Bewohner antworteten. Wir sahen nur zitternde Hände und betrunkene Teenies die sich cool vorkamen. Doch als der erste Unfall geschah, sahen wir das alles anders.

Mitten in der Englisch Stunde bei Herrn Dorsch stand einer der Jungs auf. Sein Name war Tobias und er war derjenige der beim Ouija Brett immer nach nackten Mädchen verlangte. Herr Dorsch forderte ihn auf sich hinzusetzten doch Tobias fing stattdessen an sich ganz langsam auszuziehen was mit einem kichern kommentiert wurde. Er fing mit dem T-Shirt an was er Maja an den Kopf warf. Diese schrie ihn empört an und warf es zurück. Ein paar der Jungs pfiffen und feuerten ihn an. Ein paar lachten nervös weil er nicht gerade schlank war und sich eigentlich immer zu sehr für sein aussehen schämte. Von den Jungs wussten wir, das er sich für Sport immer im Klo umzog damit ihn niemand in Unterwäsche sah. Selbst der Lehrer wusste nicht wie er auf diese Situation reagieren soll. Er forderte ihn mehrmals auf sich wieder anzuziehen doch schon war seine Hose auch nicht mehr dort wo sie sein sollte. Das gruselige dabei war aber sein Gesicht. Es zeigte keinerlei Gefühlsregung. Ein leerer Gesichtsausdruck der uns allen einen Schauer über den Rücken laufen lies. Ein paar der Mädchen hielten sich die Augen zu als er auch noch seine Unterhose auszog. Das Pfeifen der Jungs und die anfeuerungen hörten allmählich auf. Das war kein Spaß mehr. Der sichtlich nervöse Lehrer ging auf ihn zu und wollte nach seinem Arm greifen um ihn aus der Klasse zu ziehen doch plötzlich hatte Tobias eine Schere in der Hand womit er auf den Lehrer ziehlte. Dieser wich erschrocken und mit entsetzten Blick zurück. Immer noch mit diesem leeren Blick führte Tobias die Schere zwischen seine Beine und schnitt sein Glied ab. Wir schrien alle entsetzt auf und einer der Jungs fiel sogar in Ohnmacht als er das sah doch Tobias blieb immer noch Ruhig. Er lies es einfach auf den Boden fallen. Das Blut lief an seinen Beinen hinab und sammelte sich zu einer Pfütze. Eigentlich müsste er vor schmerzen schreien doch er zuckte nicht mit der Wimper. Als schließlich Stille eingekehrt war und ihn alle schockiert anstarrten sagte er mit tonloser Stimme:" Hier hast du dein nacktes Mädchen." Dann verdrehte er die Augen und brach zusammen. Doch niemand rührte sich. Wir waren alle wie erstarrt und konnten nicht mit dieser Situation umgehen. Überall war Blut und mitten in dieser Blutlache lag sein abgetrenntes Glied. Dabei wurde sogar mir schlecht. Der Lehrer konnte sich als erster aus der Schockstarre befreien. Er rief den Krankenwagen und leistete erste Hilfe. Wir waren keine Hilfe. Wir konnten nur zusehen wie einer von uns blutend vor uns lag und schließlich abtransportiert wurde.

Den Rest der Woch bekamen wir frei und dazu mehrere Telefonnummern von Seelsorgern und Therapeuten um das Geschehene zu verarbeiten. Als wir wieder in die Schule mussten erfuhren wir das Tobias es nicht geschafft hatte. Die Stimmung in der Klasse war bedrückend. Wir legten alle eine Gedenkminute ein und feierten einige Tage später eine Gedenkfeier. Tobias war zwar nicht der beliebteste aber er war auch kein schlechter Kerl. So einen Tod hatte er nicht verdient. Aber wir hatten auch nicht diese Albträume verdient. Ausnahmlos jeder von uns konnte noch Wochen später nicht Ruhig schlafen. Wir alle erlebten den Tod von Tobias immer und immer wieder. Am meisten jedoch fürchteten wir uns vor dieser tonlosen Stimme die in unseren Gedanken wiederhallt sobald wir aufwachen.Viele gaben sich in professionelle Behandlung oder wechselten die Schule. Doch das Geschehene verfolgte uns. Dieser Vorfall beendete den Ouija Hype und niemand der diese Schule besuchte fasste so etwas je wieder an. Bis auf uns. Denn es blieb nicht bei Tobias. Es brachten sich noch 7 weitere unserer Mitschüler um. Und jeder verhielt sich so wie Tobias. Je nachdem was sie von der anderen Welt forderten taten sie selbst. Ich kenne immer noch ihre Namen und ich weiß immer noch wie sie gestorben sind.

Der erste nach Tobias war Daniel. Er wollte immer Wissen was ihn auf der anderen Seite erwartet und fing wahrscheinlich deshalb mitten im Kunstunterricht an diese Bilder zu zeichnen. Schreckliche Bilder die riesige Monster und zerstückelte Körper zeigten. Er war nie besonders gut in Kunst aber diese Bilder könnten genau so gut Fotografien sein. Und dabei hatte er den selben Gesichtsausdruck wie Tobias. Er war leer. Auch wenn es einen kleinen Unterschied gab. Daniel sah so aus als wenn er schon eine ganze weile nicht mehr geschlafen hätte. Niemand konnte ihn stoppen. Unsere streng religiöse Lehrerin rannte panisch zum Direktor weil sie sich dieses Verhalten nicht erklären konnte und glaubte er sei besessen. Und wir glaubten es auch. Seine Hand bewegte sich irrssing schnell und viel zu ruckartig für solch eine Qualität. Als wir schon dachten das er niemals aufhören würde und die Ersten ebenfalls wegrannten stoppte er plötzlich. Mit derselben tonlosen Stimme wie Tobias sagte er :"Das erwartet dich auf der andern Seite. Die Hölle." Dann holte er aus und stach sich den Stift seitlich in die Kehle. Das Blut spritze durch das halbe Klassenzimme und 2 mussten sich übergeben. Für mich war das alles wie in einem Traum. Einen fürchterlichen Albtraum. Sein Kopf kippte nach vorn und das Blut tropfte auf dieses grausige Bild das die Hölle darstellen sollte.

Meine Eltern wollten mich natürlich sofort auf eine andere Schule versetzten doch keine wollte mich aufnehmen, weil sie dachten auf uns Schüler würde ein Fluch oder sowas lassten der sich auf die anderen Schüler übertragen würde. Unsere Eltern waren empört und es wurde mehr als eine Klage eingereicht doch jedes mal wenn ein Schüler die Schule wechseln durfte wurde er wegen angeblich auffälligen Verhalten der Schule verwiesen. Wir waren deprimiert und ängstlich. Aber vor allem waren wir voller Fragen. Warum passiert das? Warum nur an unserer Schule? Warum ausgerechnet diese Schüler? Was hat sie umgebracht? Und die wichtigste von allen: Wird es wieder passieren? Diese Frage wurde geklärt als Nora starb. Ihr Tod war am grausamsten. Wir waren in der Koch AG und schnitten grade ein paar Kartoffeln für den Eintopf klein, als sie sich plötzlich kerzengrade aufrichtete und sich den Bauch aufschlitzte. Und sie stand immer noch so grade dar ,als langsam ihre Gedärme aus ihr rausfielen. Sie klatschten auf den Boden auf und das Blut verteilte sich. Die anderen Schüler schrien und rannten panisch raus auf den Hof um diesen schrecklichen Bildern zu enkommen oder in die nächste Toilette um sich zu übergeben. Selbst die Lehrerin wurde leicht Grün im Gesicht. Ich jedoch stand einfach nur neben ihr und sah in ihr leeres Gesicht. Als sie Sprach war ihre Stimme genau so tonlos wie die von Tobias und Daniel. "Du stirbst jetzt." Ich wich hastig zurück weil ich dachte das sie mich meinte doch sie brach einfach zusammen. Die Worte waren an sie selbst gerichtet. Anscheinend wollte sie von der anderen Welt wissen wann sie stirbt. Der Schock lähmte mich noch immer. Ich konnte mich nicht mehr bewegen und sprechen erst recht nicht. Meine Gedanken waren so leer wie der Gesichtsausdruck meiner toten Mitschülerin.

Doch die Leere wurde von einem Wort beherrscht. Warum? Kein Wort wurde an unserer Schule so oft gesagt. Es ergab einfach keinen Sinn. Die Presse wurde allmählich auf diese grausamen Selbstmorde aufmerksam und sogar die Polizei ermittelte. Und zwar gegen uns! Es wurde vermutet das sich Gruppen gebildet hätten die versuchen würden sich gegenseitig auszuschalten. Das alles war zu viel für uns. Wir sollten Mörder sein? Warum? Niemand von uns war gewaltätig oder sonst irgendwie auffällig. Und Beweise gab es auch keine. Die Polizei suchte einfach verzweifelt nach dem Täter und wir mussten das ausbaden. Das ganze ging so weit das einige Schüler in die geschlossene Anstalt eingewiesen wurden weil sie eine Gefahr für sich selbst darstellten. Sie zerkratzen sich die Gesichter oder schlugen ihren Kopf immer wieder gegen die Wand um diese Bilder vergessen zu können. Doch die Erinnerungen blieben. Und die Albträume auch. Bald galt die ganze Schule als labil und es wurde spezielle Lehrer angefordert die uns beibrachten mit dieser Situation umzugehen. Doch es nütze nichts. Jedes mal wenn wir Fortschritte machten brachte sich jemand um.

Nummer 4 war diesmal kein Schüler sondern ein Lehrer. Unser Chemie Lehrer. Am Ende der Stunde fing er an sich seltsam zu verhalten. Sein Blick wurde leer und er bewegte sich langsamer. Wir sahen das sofort als ein Anzeichen dafür das er sich umbringen würde und rannten raus um es nicht mit ansehen zu müssen. Wir wussten dabei alle das das feige war doch wir wussten uns nicht anders zu helfen. Wir hatten schon genug Albträume. Doch es gab nur einen Ausgang und nicht alle schafften es rechtzeitig raus. Die letzten hatten das Pech mit ansehen zu müssen wie er sich selbst in Brand steckte. Durch unsere Schreie konnte niemand verstehen was er sagte aber das war uns egal. Irgendwer löste den Feueralarm aus was der Nachbarsklasse wahrscheinlich das Leben gerettet hat. Diese hörten nämlich grade eine lern CD und konnten durch die Kopfhörer unsere Schreie nicht hören. Erst das blinken des Notsignals brachte sie dazu das Gebäude zu verlassen. Durch das verzögerte eintreffen der Feuerwehr brannte die halbe Schule ab und wir wurden alle vom Untericht frei gestellt. Eine andere Schule würde uns ja doch nicht unterichten.

Selbst die Regierung kam dagegen nicht an. Jede Schule die dazu gezwungen wurde jemanden von uns aufzunehmen trat in den Streik. So kam es das wir zuhause unterrichtet wurden. Doch damit hörten die Selbstmorde nicht auf. Noch 3 weitere unserer Mitschüler brachten sich um aber niemand weiß genau wie, weil nur einzelne Körperteile von ihnen gefunden wurden. Man munkelt das sie Biss spuren von Kindern hatten. Und ein Körper soll voller kleiner Kratzer gewesen sein. Auch an Stellen wo sowas von allein nicht möglich wäre.

Jeder von uns war total verängstigt doch ich und meine Freunde wollten das töten beenden. Wir glaubten nämlich das die Ouija Bretter funktioniert hatten und die Geister, die von unseren Mitschülern gerufen wurden, an den Morden schuld seien. Und so entschieden wir uns für das Spiel Kokkuri-san weil es sich sicherer anhörte als das Ouija Brett. Hier beschwört man nämlich einen ganz bestimmten Geist der sehr bekannt ist. Wir wiegten uns in Sicherheit und genau das wurde uns zum Verhängnis. Im Internet fanden wir eine Anleitung und bemühten uns es so genau wie möglich nach zu machen. Aber es war unser erster Versuch und so kam es das wir Fehler machten die wir nicht bemerkten. Kokkuri-san aber schon. Den genauen Vorgang möchte ich hier nicht beschreiben weil er mir immer noch Angst einjagt. Aber ihr könnt es jederzeit googeln. Wenn ihr sterben wollt. Wir erfüllten alle notwendigen Punkte um Kokkuri-san rufen zu können und fingen am späten Abend an.

Und er kam.

Wir waren so nervös als die Münze sich bewegte, das wir ihn fast nicht die entscheidene Frage stellen konnten. Doch ich holte tief Luft und schaffte es soweit mich zu beruhigen um ihn anzusprechen. "Kokkuri-san, Kokkuri-san. Wer bringt unsere Mitschüler um und warum tut er das?" Mit klopfenden Herzen beobachten wir wie er anfing zu buchstabieren. Maja schrieb alles mit. Als er fertig war las sie laut vor: "Die Schatten aus der anderen Welt töten sie weil sie den Preis für die Antworten bezahlen mussten. Sie bekamen ihre Antwort und die Schatten ihre Seelen. Keine Antwort ist umsonst." Ihre Stimme zitterte und sie weinte als ihr Blick plötzlich leer wurde und sie sich mit dem Stift in die Kehle stach. Genau wie Daniel. Wir unterdrückten alle unseren Brechreiz und riefen uns in Erinnerung das wir es noch beenden mussten wenn wir Kokkuri-san nicht frei lassen wollten. Wir verabschiedeten ihn doch er wollte nicht gehen. Wir versuchten es nochmal doch er weigerte sich wieder. Unsere Finger und unser ganzer körper zitterten vor Angst. Der Fehler den wir in der Beschriftung taten war der, das Kokkuri-san nicht an das Blatt gebunden war.

Plötzlich löste sich ein Schatten vom Blatt und ein leises flüstern war zu hören. "Ich will noch ein bisschen spielen." Es war die Stimme eines Kindes. Wir ließen die Münze los und verbrannten das Papier so wie man es tun sollte. Der Schatten stand dabei leise kichernd neben Majas Leiche und beobachtete uns. Dann riefen wir die Polizei die auch sofort kam. Und uns verhaftete. Sie verdächtigten uns Maja umgebracht zu haben aber egal was wir sagten uns wurde nicht geglaubt. Erst als festgestellt wurde das nur Majas Fingerabdrücke auf dem Stift seien, wurden wir Frei gelassen. Doch für die Stadt waren wir Schuldig. Sie ignorierten uns. Und zwar richtig. Wir bekamen alle keine Post mehr, unsere Wohnungen wurden Neu vermietet obwohl der Mietvertrag noch bestand und Lebensmittel wurden uns auch keine mehr verkauft. Es wurde so Schlimm das wir wegziehen mussten. Und der Schatten folgte einem von uns. Er brachte meine Freunde nacheinander um und wurde dabei immer Größer. Sie starben alle durch tragischen Unfällen.

Doch ich wusste es besser.

Lea ist nicht einfach so die Treppe runtergefallen. Tom ist nicht einfach so im Pool ertrunken. Und Samantha ist nicht einfach so vom Zug mitgeschleift worden weil ihr Arm in der Tür stecken geblieben ist und es einen technischen Fehler gab. Sie wurden alle vom Schatten getötet und ich bin die nächste. Ich weiß nicht wie lange ich noch fliehen kann. Ich sehe den Schatten immer öfter und er kommt mir immer näher. Es gibt nur eines was ich tun kann. Ihm zuvorkommen. Hoffentlich können mir meine Eltern verzeihen aber ich will nicht das Spielzeug des Schattens der Nacht sein.

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