FANDOM


Nachdem ich den Polizisten einen groben Überblick über das Geschehene gegeben hatte, beschlossen sie die Befragung im Polizeirevier der nächsten Stadt fortzusetzen. Und so saß ich dann im Befragungszimmer und ließ das Ganze über mich ergehen.

"Also, Lyra... Ich darf dich doch so nennen?", fragte der 1. Polizist. Ich nickte stumm woraufhin er fortfuhr: "Nach Aussagen der Anderen hast du den Grillplatz noch vor dem Mord verlassen. Bitte erzähl uns, was du im Wald gemacht hast, ob dir etwas aufgefallen ist und wie du auf die Leiche gestoßen bist." Der 2. Polizist, der bisher nur grimmig geschaut hatte, fügte noch hinzu: "Und lass bloß kein Detail aus, sonst bekommst du Probleme!" Sein Tonfall war sehr unfreundlich. Jetzt fuhr der 1. Polizist seinen Kollegen an; "Hey! Lass das! Sie ist noch ein Kind und hat gerade eine Leiche entdeckt. Zeig wenigstens ein bisschen Mitgefühl!" An mich gewandt sagte er noch: "Lass dir ruhig Zeit. Du bist sicher verwirrt und auße...." Der Andere untebrach ihn schroff: "Sie ist die EINZIGE Zeugin, die nicht zu verstört ist, um unsere Fragen zu beantworten! Und dafür, dass sie ja NUR ein Kind ist, bleibt sie eigentlich ziemlich ruhig und sachlich!" "Aber..." Jetzt unterbrach ich ihn und sagte: " Hört gefälligst mit dieser "Guter-Cop-Böser-Cop"-Nummer auf! Das ist echt nervig!" Jetzt etwas ruhiger, meinte ich: "Die Tatsache, dass ich beim Anblick einer Leiche so ruhig bleibe, kann ich nicht wirklich erklären... Vielleicht liegt es mir im Blut, wer weiß, schließlich hat mein Vater bei der Mordkommission gearbeitet." Den beiden Polizisten stand der Mund offen; endlich waren sie still.

"Also: Ich war nach einer Weile ein bisschen genervt, wegen dem ganzen Trubel, also habe ich gesagt, dass ich Feuerholz suchen gehe. Eigentlich wollte ich ja nur meine Ruhe. Ich bin also zu einer Lichtung gegangen, die ich zufällig gefunden habe. Ich war schon eine Weile dort, da hörte ich plötzlich meine Mutter schreien. Ich habe mich beeilt und bin schnell zu ihr gegangen. Als ich dann bei ihr ankam, habe ich die Leiche dort liegen sehen und sofort die Polizei gerufen."

Kurz blieben die beiden Polizisten stumm, dann fragte der "böse" Cop: "Ist dir sonst noch irgendetwas aufgefallen?" Er klang längst nicht mehr so unfreundlich  wie zuvor. "Nun ja... Kurz bevor ihre Kollegen bei uns waren, habe ich aus einiger Entfernung einen Mann im Wald stehen sehen..." Jetzt fragte der "gute" Cop: " Wie hat er ausgesehen? Je mehr Details wir haben, desto besser." Ich rief mir das Bild des Mannes noch einmal ins Gedächtnis: "Es war ein Mann, jedenfall glaube ich das. Er war sehr groß, ich würde sagen mindestens 2 Meter. Aus der Entfernung wirkten seine Arme ungewöhnlich lang. Ähm... Er trug einen schwarzen Anzug, hatte keine Haare auf dem Kopf und sehr helle Haut. Sein Gesicht konnte ich nicht erkennen."

Während meiner Beschreibung waren die beiden Männer leichenblass geworden.Jetzt sagte der eine: "D...danke... I...ich denke, du und die anderen können jetzt gehen..." Ich stand langsam auf. So eine Reaktion war äußerst ungewöhnlich.Ich ging also raus, und kurz bevor sich die Tür hinter mir schloss, hörte ich  einen der beiden sagen: "Hierfür sind wir nicht mehr zuständig..."

Ich dachte die ganze Fahrt darüber nach. Einer der Polizisten war so freundlich, mich und meine Mutter nach Hause zu bringen. Als wir dann angekommen waren, machte ich meiner Mutter einen Tee und begleitete sie in ihr Zimmer und ging schließlich in mein eigenes. Dort schaltete ich sofort meinen Computer an, und begann damit, selbst Nachforschungen anzustellen. Als erstes über die Zahl 42. Ich durchsuchte alle möglichen Webseiten danach, bekam aber kein hilfreiches Ergebnis. dann ging ich zu der Zahlenfolge 4-2 über. Das Ergebnis war ein japanisches Zahlensystem. Da mir nichts mehr einfiel, googelte ich schließlich nach dem japanischen Wort "shini", einer Zusammensetzung aus "shi" (japanisch für 4) und "ni" (japanisch für 2). Die Übersetzung schockte mich:

"Shini" = Tod.

Das bedeutete, dass (nach meinem geliebten Buch) der sinn des Lebens der Tod war. Auf der Eiche stand also soviel wie:

Verhindere dem Tod. Lauf nach rechts und lebe!

(42 X Lauf --> Lebe!)

Das hieß, dass es wirklich ein Zeichen gewesen war. Nun suchte ich auch nach der Antwort auf meine zweite Frage: Wer war dieser Mann? Ich gab ein: "Großer, schlanker Mann im Anzug"

Die ersten Ergebnisse waren Cover von irgendwelchen Modezeitschriften; dann allerdings kam ein iterressanteres Ergebnis: Eine Seite für Creepypasta. Ich hatte mich nie wirklich dafür interressiert, hatte lieber gelesen, gezeichnet oder Anime - Serien geschaut, aber das Bild auf der Seite zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Der Mann, der dort abgebildet war, sah genauso aus, wie der, den ich im Wald gesehen hatte: Groß, schank, lange Arme, helle Haut, Anzug, keine Haare und kein Gesicht... "Momet mal... Kein Gesicht?!?" Ich erschrak. "Das erklärt, warum ich sen Gesicht nicht erkennen konnte... Er hatte keins...", murmelte ich leise vor mich hin. Dann laß ich die Geschichte unter dem Bild:

Der Slenderman. Ein Wesen mit unheimlichen Kräften, das anscheinend im Wald lebt und Kinder tötet.

Da steckte eindeutig mehr dahinter.Die beiden Polizisten hatten das gewusst, da war ich mir vollkommen sicher. Ich war wohl auf ein dunkles Geheimnis gestoßen.

Und das würde ich lüften.


To be continued... 

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki