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Thomas hielt sein Handgelenk fest, seine Haut war eiskalt und er fühlte keinen Puls, wie immer. Es war nachts und er hatte gehört, dass sie gestern gestorben ist. Vielleicht kann jetzt alles wieder wie vorher werden.

Früher lebte er in einem kleinen Dorf, hatte Frau und Tochter, war bekannt als freundlicher und immer hilfsbereiter Mann. Doch vor einem Monat hatte ihn eines dieser Wesen gebissen, in einer dunklen, kleinen Gasse in seinem Dorf. Kurz darauf fand man ihn, er starb durch hohen Blutverlust. Niemand wusste wieso, denn in der Gasse war kein Blut und außer zwei kleinen Wunden am Hals wies er auch keine Verletzungen auf, durch die er hätte so viel Blut verlieren können. Seine Frau lehnte eine Autopsie ab, so wurde er also begraben. Thomas ist gestorben, doch er wachte wieder auf. Sie buddelten ihn aus, halfen ihm aus seinem Grab. Nun war er einer von ihnen.

Er erinnert sich noch an seine erste Mahlzeit, sie schlossen ihn in einen Raum, zusammen mit einem betäubten Kind. Jeder hatte sie am Anfang, diese Abscheu einen Menschen zu töten. Doch es ist der einzige Weg für sie zu überleben. Früher oder später überwältigt sie der unmenschliche Hunger, ihr Gewissen, alles was sie vom Töten abhält, wird von diesem Hunger verschlungen. So auch bei Thomas. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, Menschen sind nur noch Nahrung, er muss sie töten, um zu überleben. Er fühlt sich nicht mehr schlecht dabei. Doch heute sollte sich das ändern.

Seine Frau ist gestorben, nun war auch sie eine von ihnen. Er war es nicht, der sie gebissen hatte, doch er bestand darauf ihr bei ihrer ersten Mahlzeit zu helfen. Er könnte wieder mit ihr zusammen leben, fast so wie früher! Doch dazu kam es nicht. Sie weigerte sich, das für sie vorbereitete Opfer zu töten. Natürlich, so ging es am Anfang jedem. Doch auch als ihr Hunger wuchs, sie wollte keinen Menschen töten! Ihr Körper wurde immer schwächer und er fing an sie anzuschreien, sie solle endlich dieses Kind beißen! Sie schüttelte nur den Kopf. Sie hatte keine Angst, weder vor Thomas noch vor sich selbst. Nur Trauer, Trauer und Mitleid für das Wesen, das einst ihr geliebter Mann war. Sie starb vor seinen Augen.

Die Abscheu, der Ekel vor sich selbst als er anfing zu morden, stieg nun wieder mit aller Kraft in ihm auf. Er konnte nicht sterben wie ein normaler Mensch und er konnte sich nicht einfach selbst einen Holzpfahl ins Herz rammen. Doch sie hatte ihm gezeigt, dass er eine Möglchkeit hatte seinem Morden ein Ende zu setzen. Er wollte nicht mehr andere Menschen töten, nur um selbst zu überleben. Er entschied sich dazu es seiner Frau gleich zu tun. Er zog sich in den Wald nahe seines Heimatdorfes zurück, geschützt vor der Sonne. So hielt er es vier Tage durch. Er wollte sterben, doch der Hunger wurde immer stärker. Und wie auch schon am Anfang, sein Wunsch zu sterben wurde von diesem abartigen Hunger überdeckt.

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Es war abends, die Sonne war bereits untergegangen und er stürmte in Richtung des Dorfes, er brauchte Blut! Am Rand des Waldes entdeckte er endlich ein Opfer, ein kleines Mädchen, dass gerade in Richtung Dorf lief. Er konnte nicht mehr denken, sprang aus dem Gebüsch und stürmte auf das Mädchen zu! Sie drehte sich um, riss ihre Augen auf. Nicht vor Entsetzen, sie sah erstaunt aus.

"Papa?"

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