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Ich liebe Schlittschuhlaufen. Es gibt nichts besseres. Auch heute bin ich extra früh aufgestanden, um die Bahn ganz für mich zu haben. Als ich dort ankam, war ich jedoch nicht ganz allein. Ein Mädchen mit welligen braunen Haaren und Sommersprossen zog gedankenverloren ihre Kreise… Als ich sie ansprach, zuckte sie zusammen,und wäre fast hingefallen, wenn ich sie nicht aufgefangen hätte. "Danke.", meinte das Mädchen, als wir uns an den Rand setzten. "Ich heiße Amber. Und wie heißt du?" "Yannik, aber nenn mich Jan."

Amber nickte. "Und…was machst du so früh hier ganz allein?", fragte ich sie. "Ich weiß nicht…ich liebe diese Atmosphäre hier…", erwiderte sie nachdenklich. "Wollen wir noch ein bisschen Schlittschuhlaufen?", fragte ich Amber. Plötzlich verdunkelte sich ihr Blick. "Lass uns lieber etwas trinken…", nuschelte sie. Ich willigte ein. Als sie mir jedoch das Glas mit dem heißen Tee reichte, fragte sie etwas Unerwartetes: "Magst du Schlittschuhlaufen, Jan?" Ich nahm einen tiefen Schluck aus dem Glas und erwiderte, dass ich es natürlich mögen würde. Auf einmal verschwamm mein Blick und das letzte, was ich hörte, war: "Schade, dass du so furchtbar dumm bist…"

Als ich wieder aufwachte, lag ich gefesselt auf einer Art Bank, wie sie in Hallenbädern stehen. Über mich gebeugt stand Amber, doch sie hatte einen nachdenklichen Gesichtsausdruck. "Du bist wach? Gut. Dann können wir jetzt ja Schlittschuhfahren.". Zuerst war ich verwundert, doch als ich das Messer in ihrer Hand sah, rammte ich meinen Kopf mit aller Kraft zwischen ihre Augen. Mir wurde schwindelig, doch sie rieb sich nur zornig die Stirn. "Also auf die Tour, was?". Sie legte das Messer auf den Boden und hob einen Schlittschuh auf. "Lass uns Schlittschuhfahren" kicherte sie, und begann mit dem Schlittschuh langsam und bedächtig mein Gesicht entlang zu fahren. Ich versuchte zu schreien, aber sie hatte etwas auf meinen Mund geklebt. Blut lief mir in die Augen und ich fing an zu weinen. "Na,wer will den gleich heulen?", fragte Amber und grinste. Dann fuhr sie mit dem Schlittschuh mein Bein entlang, schlitzte die Jeans auf und hinterließ tiefe Kratzer an meinen Beinen. Als Amber den Schlittschuh an meinem Bauch ansetzte, zögerte sie, stand auf und verschwand für einen Moment. Sie kam mit einer Mandarine und einem Tee in der Hand wieder. Sie fing an die Mandarine zu schälen, legte sie danach jedoch bei Seite. Dann griff sie zum Tee und schüttete ihn mir ins Gesicht.Es brannte wie die Hölle. Das Klebeband riss an meinen Lippen,doch der Schmerz war nichts gegen diese Höllenqualen. Amber lachte nur und griff wieder zum Schlittschuh. Diesmal setzte sie wieder beim Bauch an. Als sie darüber fuhr, spürte ich es fast nicht mehr. Der Blutverlust an meinen Beinen und im Gesicht hatte mir fast die Sinne geraubt. Schließlich sah ich nur noch durch einen Schleier, wie Amber anfing, die Mandarinenstücke auf meinen Kopf zu legen. Das letzte, was ich in meinem Leben hörte, war: "Einen schönen 3. Advent."

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