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Dein gesamtes Leben lang hattest du nie wirklich Freunde gehabt. Du hast gelernt alleine auszukommen, hast dich immer mehr in den Hintergrund zurück gezogen. Du wirst ausgestoßen, weil du anders bist. Niemand ahnt was von deinem Schmerz, denn du hältst ihn geheim. Wissentlich, dass es niemanden gibt der dich verstehen würde, niemanden der weiß wie du dich fühlst.

Deine Gedanken lassen langsam Zweifel an dir selbst aufkommen. Du beginnst Fehler an dir zu suchen, du kritisierst dich selbst solange bis du anfängst dich selbst abgrundtief zu hassen. Diese Kombination aus Trauer und Selbsthass lässt dich kalt gegenüber anderen Menschen werden.

Noch immer ahnt niemand etwas von dem brennenden Schmerz, welcher sich in deinem Herzen ausbreitet. Wie ein Staudamm füllt sich dein Körper mit Trauer, langsam aber sich beginnt dieser über zu laufen. Du suchst nach anderen Personen die dich verstehen könnten, doch sie können dich nicht verstehen, jeden Falls empfindest du sie nicht als große Hilfe.

Dadurch das du dich immer mehr zurück ziehst, fällt es dir immer schwerer neue Kontakte zu knüpfen. Du liegst nachts nur noch in deinem Bett und gibst dich deinen Emotionen hin, ganze Wasserfälle aus Tränen laufen aus deinen Augen. Doch niemand kann dein Leid hören, und du fühlst dich alleine, im Krieg mit dir selbst.

Mittlerweile bildet sich in deinem Kopf die Frage: "Wozu noch leben?"

Du liegst mit dem verweinten Gesicht auf dem Kopfkissen und machst dir Gedanken darüber wieso du überhaupt noch da bist. Das es einfach viel leichter wäre es endlich zu beenden. Es wäre viel einfacher sich ein Messer zu nehmen und mit einem gezielten Schnitt die Hauptschlagader zu durchtrennen. Dein Blut würde aus deinem Körper schießen und du würdest begreifen das jetzt alles ein Ende hat.

Der pochende Schmerz des pumpenden Blutes lässt dich deine letzten Sekunden noch leiden, dir wird plötzlich schwindlig und du kippst schlussendlich bewusstlos um. Doch du willst das alles nicht, du suchst verzweifelt nach einem Grund zu leben.

Deine Energie schwindet, du kannst dem emotionalen Druck nicht mehr lange standhalten. Um diesem inneren Schmerz entgegen zu wirken versucht du es mit körperlichen Schmerz. Du greifst dir einen scharfen Gegenstand und schneidest dich in den Arm.

Du versinkst immer tiefer in dieser Hilflosigkeit und der Gedanke es zu beenden wird immer stärker. Mit jedem Schnitt kommst du deiner Hauptschlagader einen Schritt näher, du könntest es hier und jetzt auf der Stelle erledigen und dem gesamten Schmerz ein Ende setzen.

Doch du zögerst. Du willst dich nicht umbringen, aber du hältst auch diesen Schmerz nicht mehr aus. Immer noch bemerkt niemand, dass du dich in deinem Zimmer eingeschlossen hast und dir Gedanken darüber machst deinem Leben ein Ende zu setzen.

Du setzt die Klinge zum finalen Schnitt an. Deine Sicht verschwimmt vor lauter Tränen, deine Gedanken sagen dir "Tu es!" Tu es!" aber dein Herz sagt dir: "Es gibt immer eine Lösung, wir müssen nur weiter danach suchen!"

Doch du hast die unendliche Suche nach dem Sinn in deinem Leben satt. Du gibst dich deinen Gedanken hin und schneidest dir ins Handgelenk ohne hin zu schauen, doch du spürst das du getroffen hast. Du schließt die Augen und lehnst dich zurück. Du blendest den kompletten Schmerz aus und konzentrierst dich nur noch darauf das der Horror endlich ein Ende hat.

Du merkst wie dein Arm taub wird, wie deine Gedanken verschwimmen, so wie jener Regen welcher an diesem Tag fällt. Mit dem Rücken zur Wand sinkst du ab, bis deine Welt schwarz wird und du all deinen Schmerz freigelassen hast.

Der Staudamm ist gebrochen...

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