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"Mami, Mami!"

"Was ist denn mein Schatz?"

"Mami, Mami! ...Mami, Mami! ...Mami,Mami!"

"Ann?! Was ist los?"

Es war meine Tochter Ann, die nach mir, immer und immer, wieder rief. Ich verstand nur nicht wieso. Ich stand direkt vor ihr.

"Mami, Mami!..."

"Ann? Ann? Ist alles in Ordung? Sprich mit mir! WAS IST LOS?!"

Sie wurde vorgestern 10 Jahre alt. Sie war ein sehr aufgedrehtes, dennoch höfliches und verständnisvolles Mädchen. Ihre schwarzen Haare, die bis über ihre Schultern ragten, mit ihren leuchtenden blauen Augen, machte sie zu etwas besonderen. Außerdem trug sie im Moment ihr weißes Lieblingssommerkleid, mit schimmernden Glitzersteinchen. Ich war alleinerziehende Mutter, wir wohnen also nur zu zweit in diesem riesigem, alten Haus. Da mein Mann kurz nach Ann´s Geburt stab, kannte Ann ihren Vater nur von Bildern, die ich ihr zeigte. Das Haus in dem wir wohnen hatte ich von meinem schon verstorbenen Vater geerbt. Das Gebäude steht schon seit über 100 Jahren hier. Ann sitz vor dem großen, prachtvollem Flügel, den wir im Wohntimmer stehen haben:"Mami, Mami!". Ich brachte ihr das Klavierspielen mit 7 schon bei. Sie war total talentiert was das anging. Ich schaute besorgt in ihren Augen. Sie starrte mich nur Ausdruckslos an:"Ann! Sprich mit mir, was ist denn los?!" Ich konnte in ihren Augen schwärze erkennen. Nichts als Dunkelheit.

Plötzlich drückte sie mich zur Seite, von dem Flügel weg, und fing an zu spielen. Besser als je zuvor. Ich will nich behaupten, sie könnte nicht spielen, da sie wirklich begabt war. Aber das war gruselig. Einfach nichts anderes als gruselig. Sie spielte dieses eine Lied, immer schneller und schneller, als gabs kein Ende. Ich wollte sie festhalten, doch irgendetwas hielt mich auf, ich konnte mich nicht von der Stelle bewegen. Ich starrte sie nur an, und beobachtete, wie ihre Finger die Tasten drückten. Dieses Lied, es kam mir bekannt vor. Ein schauder kam mir über den Rücken, mir wurde eiskalt. Die Uhr leutete elf Uhr abends. Die Glocken rissen mich aus der Trance. Ich kam wieder zu mir. Schnell hielt ich meine kleine Tochter fest in den Armen, und da hörte sie auf zu spielen. Sie hob ihre Arme über meine Schultern und umarmte mich. Ich sah in ihre Augen, und erkannte meine Ann wieder. Sie blickte mich nur verwirrt an. Ich hob sie vom Hocker weg und setzte sie auf die Couch daneben.

"Mami? Was ist denn los?"

"Alles gut mein Schatz, alles gut."

Doch das war es ganz und gar nicht. Jemand spielte auf dem Flügel. Meine Tochter saß direkt vor mir und ich spielte auch nicht:"Was zum Teufel..." Ich drehte mich also um. Und da saß er und spielte. Mein verstorbener Mann. Er war als Pianist schon auf mehrere Konzerte, dem ich natürlich begleitet hatte. Er spielte das selbe Stück, wie meine Tochter zuvor. Jetzt wusste ich woher ich es kannte...

Bevor er bei einem Autounfall starb, spielte er mir dieses besondere Lied vor.

Nun errinnerte ich mich daran, dass er in dem Moment sagte: "Wenn einst unsere Tochter so gut spielen kann, wie ich es nun kann. Dann sei dir gesagt, es ist die Nacht, wo ich erscheine, ob lebendig oder tod." Natürlich nahm ich es in der Situation nicht ernst, und hatte diese Botschaft bis jetzt schon vergessen.

Das Wesen, das aussah wie Ann´s Vater, drehte seinen Kopf zu mir um, er blickte zu mir und zu Ann, als er sagte:"Lebt euer Leben, achtet aufeinander, egal was noch kommt. Denn das ist der Schrecken der Musik. Die euch immer wieder vorliegt." Mein Blick wanderte von ihm zu Ann.

Die Musik verstummte. Ich schaute zurück. Er war verschwunden. Auf dem Klavier lagen Noten. Obendrüber stand:"Schrecken der Musik", mit Unterschrift meines Mannes...

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