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Ich kauere hier, einsam, zitternd.

Es ist kalt, so verdammt kalt…

Ich habe meine Arme um mich selbst geschlungen, denn es ist niemand da, der mich wärmen oder gar trösten könnte.

Alles ist still, mein leises Schluchzen hängt als einziges Geräusch kaum hörbar in meinem endlosen Verlies.

Es liegt schwer auf meinen mageren Schultern, zerdrückte meine Lungen, bricht das dumpfe Schlagen meines hölzernen Herzens.

Die Dunkelheit hat ihre Krallen so tief in mich geschlagen, hat sich in mir eingenistet und meine Seele zerrissen. Sie hat mich ausgehöhlt, hat mein Innerstes verzehrt und mich zu einem Sklaven meiner selbst gemacht.

Es ist so widerwärtig…

Ich möchte mich übergeben, möchte dieses unruhige Tier in mir loswerden, möchte mich von dieser Last befreien.

Doch da ist nichts als Leere, es macht keinen Sinn, sich die Finger in den Rachen zu stecken.

In mir ist eine schwerelose Unendlichkeit versiegelt, ein Ort ohne Zeit oder Raum existiert zwischen meinen Rippen.

Mein Herz ist nur ein winziges Gestirn, ohne Halt, ohne einen Sinn.

Es zieht seine Bahnen, und es schleift mich hinter sich her.

Ich bin an einen Planeten ohne Zukunft gekettet, an  ein liebloses, kaltes Zuhause, dass auf die Sonne zusteuert. Mein Gefängnis ist ein unendliches Exil, ohne Sinn, ohne Realität.

Das Zuhause eines einzelnen Momentes, einer zerfressenen Kreatur ohne festen Bestand.

Wahnsinn lauert überall, will über mich herfallen und den letzten Rest meines kümmerlichen Körpers vertilgen.

Meine hölzernen Knochen sind doch alles, das ich noch besitze…

Ohne sie verliere ich meine Existenz, sie sind die Drähte, die mich noch an die Realität binden.

Meine Seele wär nichts, ein einziger Haufen wahlloser Gedanken, wenn man mir auch noch meinen Körper nimmt!

Ich würde nie sterben, bin an ein unsterbliches Dasein gebunden.

Doch der Verlust der letzten silbrigen Realitätsfäden, die wie feiner Sand durch meine feingliedrigen Hände rinnen, wäre so viel schlimmer als der Tod…

Ich halte sie fest, schließe meine Hände ganz fest um sie. Doch es ist unaufhaltsam, ich werde sie alle verlieren, wenn ich vergessen werde.

Dann werden meine Knochen zersplittern, meine kümmerliche Seele wird in mein Inneres gesogen werden, verloren gehen in den endlosen Weiten.

Doch ich kämpfe, kämpfe um alles, dass mir je heilig war.

Wenn niemand kommt, wenn niemand den Schlüssel findet und die Schatulle öffnet, werde ich im immerwährenden Wahnsinn untergehen…

Sie wird mich zerreißen, die verdammte Dunkelheit wird mich verschlingen, meine geschundenen Träume zerstampfen.

Also komm…

Komm und finde mich, reiße die Tür zu meinem staubigen Samtgefängnis auf!

Zerbreche das goldene Schloss, wenn es seien muss, ziehe die Spieluhr auf, hauche mir Leben ein!

Lass mich nur ein einziges Mal tanzen…  

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