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Artikel der Lokal Zeitung:

VERMISSTE KINDER - Jährlich laufen mehr als 1 400 Jungen und Mädchen von zu Hause weg. Viele kehren nie wieder heim.

Nach dem Fund der Leiche des mutmaßlichen Entführers prüft die Polizei jetzt, ob Andre S. für das Verschwinden von Sandra M. verantwortlich ist. Doch von der zwölf Jährigen Sandra fehlt jede Spur.

Sandra war gerade zu ihrer Mutter gezogen, in eine kleine Wohnung.

Sie war gerade dabei ihr Zimmer einzurichten und ihre Sachen auszupacken, als sie einen Jungen bemerkte, der sie durch ihr Fenster beobachtete.

„Der ist süß“, dachte sie, er bemerkte dass Sandra ihn wahrgenommen hatte und verschwand hinter dem nächsten Baum.

„Mist“, sie hatte sich beim Auspacken in den Finger geschnitten, „Das brennt!!“

Die erste Nacht in der neuen Wohnung war unruhig, ständig klopfte der Ast eines großen Baumes gegen ihr Fenster. Sandra hatte das Gefühl, als würde jemand vor ihrem Fenster stehen, was aber unmöglich sein konnte, da sie ja im ersten Stock wohnte.

Doch sie konnte die Umrisse klar erkennen, da stand jemand!

Langsam öffnete sich das Fenster, sie konnte es kaum glauben, zwei lange dünne Arme griffen durch das offene Fenster. Sie starrte voller Furcht auf das Fenster.

Zwei rot leuchtende Augen starrten sie aus dem offenen Fenster an, sie vernahm eine etwas heisere Stimme.

„Ich kann es riechen“
„Ich kann dich riechen“

„Ich will es schmecken“

„ICH WILL DICH SCHMECKEN!“

Sandra schreckte hoch, war das alles nur ein Traum?

Sie saß in ihrem Bett, das Fenster geschlossen, schaute sich ängstlich in ihrem Zimmer um.

Es musste wohl ein Traum gewesen sein.

„Aufstehen Sonnenschein“ Sandras Mutter krachte förmlich in ihr Zimmer und zog die Vorhänge zur Seite.

„MOOOOOOM, es ist Samstag“, waren die einzigen Worte die Sandra herausbrachte, als ihre Mutter plötzlich eine lauten Schrei los lies.

„Was ist?“, frage Sie.

Ihre Mutter trat zur Seite, unter Sandras Fenster waren zwei blutige Klauenabdrücke zu erkennen.

„War das alles doch kein Traum?“, fragte sie sich, ihre Mutter hatte das Zimmer bereits verlassen. Sandra trat näher an das Fenster heran, um sich die Abdrücke aus der Nähe anzusehen.

Als sie an dem Fenster stand und den großen Baum betrachtete, glaubte sie etwas zu sehen, das sich hinter dem Baum zu verstecken versuchte. Sie schnappte sich ihre Jacke und eilte hinaus zu dem Baum. Doch es war niemand zu sehen. Da, da war doch etwas, sie konnte es deutlich erkennen, hinter einer Hecke schaute ein Stück Stoff hervor.

„Findest du das etwa lustig? Ich kann dich sehen, komm raus!“, schrie sie.

Es raschelte, eine Gestalt erhob sich aus dem Gebüsch, Sandra wich einen Schritt zurück.

Dann erkannte sie ihn, es war der Junge, der sie gestern beobachtet hatte.

„Soll das ein Scherz sein? Wenn ja ist der ziemlich schlecht, mein lieber!“, schnaubte sie.

„Nein, aber du hast es doch auch gesehen? Oder?“ gab er zurück und zog sich die Kapuze runter die er auf hatte.

„Was gesehen? Wer bist du überhaupt?“

„Den Seeker. Mein Name ist Andre und ich hab es auch gesehen.“

Sie war verwirrt, was wollte der Junge von ihr? Und was zum Teufel ist ein Seeker? fragte sie sich.

„Du spinnst doch, lass mich in Ruhe!“, fauchte sie, drehte sich um und ging.

„Du verstehst nicht, es wird versuchen dich zu töten!“, schrie er ihr nach.

„Was für ein Idiot, der wollte mir wohl Angst machen und gestern fand ich ihn noch süß“, murmelte sie.

Als der Abend hereinbrach, musste sie immer noch über die Worte von Andre nachdenken, sie ging zum Fenster und versicherte sich, dass es geschlossen war.

Sandra legte sich in ihr Bett und starrte auf die Zimmerdecke, sie gähnte und ihre Augen schlossen sich, sie schlief ein.

Ein Knall, Sandra schreckte hoch.

„Was zur Hölle“ das Fenster stand sperrangelweit offen, sie bekam es mit der Angst zu tun.

Wer oder was hatte das Fenster aufgemacht.

Ein Kratzen war der Tür zu ihrem Zimmer zu hören, Sie sprang auf und rannte zu ihrem Fenster.

Da sah sie ihn es war Andre, das Kratzen wurde lauter, „Was machst du um die Uhrzeit da draußen?“, fragte sie ihn.

„Du musst aus deinem Zimmer raus, es will dich holen.“

Sie bekam langsam Panik, was wollte sie holen? Das Kratzen an der Tür hörte plötzlich auf.

Sandra hielt inne und lauschte in die Dunkelheit.

„Ich kann es riechen“
„Ich kann dich riechen“

„Ich will es schmecken“

„ICH WILL DICH SCHMECKEN!“

Hörte sie vor der Tür eine Stimme sagen, sie packte ihre Decke und ihr Bettlaken, verknotete Laken und Decke, eilte zum Fenster und versuchte die Decke irgendwie zwischen Heizkörper und Fensterriemen einzuklemmen.

Sie stieg durch das Fenster und versuchte sich abzuseilen, als plötzlich ihre Zimmertüre aufschwang.

Da waren sie wieder, diese roten großen Augen.

„Ich kann es riechen“
„Ich kann dich riechen“

Es bewegte sich auf sie zu, „Ich muss mich beeilen“, dachte sie.

Sie rutschte ab, verlor den Halt und fiel die letzten drei Meter nach unten. Als auf dem Rasen aufkam und etwas benommen auf ihrem Rücken lag, sah sie wie diese schrecklichen Augen sie von ihrem Fenster aus beobachteten.

„Hey alles okay? Wir müssen weg, komm mit!“ Andre war zu ihr gelaufen und zog sie auf.

Die beiden rannten in Richtung der Hecke, wo sich Andre am Vortag noch versteckt hatte.

Sie krochen dahinter und Sandra bemerkte, dass zwischen der Hecke und dem Nachbarzaun ein Loch war.

Als sie beide durch das Loch gekrochen waren und den Garten des Nachbarn durchquert hatten, standen sie vor einem riesigen Wald.

„Was geht ihr vor? Was ist das für ein Ding?“, fragte sie ihn.

„Was es ist weiß ich nicht, ich kann dir nur so viel sagen, vor zwei Jahren tauchte es auch bei mir zuhause auf. Seit dem bin ich auf der Flucht vor diesem Ding.“

„Du bist was? Wo lebst du, bist du denn ganz alleine?“ sie sah in etwas traurig an und folgte ihm in den Wald.

Er sah sie nur an und sagte nichts.

„Ich kann euch riechen“

„Ich werde euch kriegen“

Sie begannen zu laufen, durch dichtes Geäst, Gestrüpp er zog sie zur Seite und flüsterte: „Da müssen wir hin.“ Er zeigte auf eine Holzhütte mitten im Wald.

Als er aufstand, hörten sie ein Rascheln und ein Knacken hinter ihnen.

Sie rannten zur Hütte, Andre knallte die Türe auf „los rein hier!“, schrie er.

Er drückte die Türe zu und schob den Tisch der in der Hütte stand davor.

„Die Sonne geht bald auf. Wir sollten hier bleiben.“, sagte er und setze sich auf den Boden.

„Wie können wir es loswerden?“, fragte sie.

„Keine Ahnung, es folgt mir schon seit zwei Jahren…“ Er zog seine Knie an und legte seinen Kopf darauf.

„Es kam mitten in der Nacht… es hat meinen Bruder getötet. Ihn komplett ausgeweidet und seine Innereien im kompletten Zimmer verteilt. Ich rannte und rannte soweit ich konnte.
Später habe ich in der Zeitung gelesen, dass man mir die Schuld für den Mord an meinem Bruder gab.“

„Ich kann also nicht mehr nach Hause“ fragte sie mit zaghafter stimme.

„Ich denke nicht.“ Kaum hatte er den Satz fertig gesprochen, drückte etwas gegen die Tür.

„Ich kann es riechen“
„Ich kann euch riechen“

„Ich will es schmecken“

„ICH WILL euch SCHMECKEN!“

Andre sprang auf und presste sich gegen die Tür. „Geh, dort hinten ist ein kleines Fenster, du könntest durch kommen. Lauf und bleib nicht stehen!“

Die Tür krachte auf und eine der langen Pranken riss Andre den Bauch auf.

Er fiel zu Boden und sah, wie das Ding sich über ihn beugte.

Sabber tropfte ihm ins Gesicht und das letzte was er jemals sehen sollte war sein eigenes Herz, das es ihm aus der Brust gerissen hatte.

Sandra war inzwischen durch das Fenster gekrochen und rannte. Sie rannte und rannte, am Waldrand angekommen rannte sie den Forstweg entlang bis sie zu einer Straße kam.

Sie bog rechts ab und folgte der Straße so lange bis die Sonne aufging.

Entlang der Straße sah sie eine Bushaltestelle.

Bei der Haltestelle angekommen setzte sie sich auf die Bank und begann zu weinen.

„Ich kann es riechen“

„Ich kann dich riechen“

„Ich will es schmecken“

„ICH WILL DICH SCHMECKEN!“

Sandra schreckte auf, sie wollte wegrennen, sich verstecken.

Doch das letzte was sie sah, waren zwei klauenartige Hände, die sie in die Dunkelheit des Waldes zogen.

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