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„In den letzten Wochen hat eine Flut von Morden die Stadt überschwemmt. Die Polizei meint, es sei die Tat eines Massenmörders, aber wenn man das Statement hinterfragt, verweigert Polizeisprecher Daniel Garfield jeglichen Kommentar diesbezüglich. Jeder Zuständige sagt zu diesem Zeitpunkt, dass jedes Opfer eine Voicemail erhalten hatte, ein paar Minuten bevor sie getötet wurden, die stets: Sei Vorsichtig! lautete. Wir wiederholen:  Sei vorsichtig! Die Polizei untersucht die Vorfälle immer noch und bittet darum, dass jeder, der Informationen über diese Morde hat, unverzüglich die Polizei kontakti...“

Du schaltest den Fernseher aus, kannst die schlechten Nachrichten nicht mehr hören. Ein Blick auf die digitale Uhr auf dem Videorecorder sagt dir, dass vier Minuten nach Drei ist. Du stöhnst. Deine Frau wird mindestens noch eine Stunde außer Haus sein. Sie hat schon die ganze Woche Nachtschicht. Müde davon, zu warten, krabbelst du in dein Bett, schläfst langsam ein, während du noch an die Morde denkst. Hast du nicht einen Freund bei der involvierten Polizei? Du solltest ihn die nächste Zeit mal anrufen.

Es ist früh am Morgen, du wachst neben deiner Frau auf. Sie musste spät in der Nacht heimgekommen sein. Das arme Ding sieht verdammt müde aus. Du entscheidest dich, sie schlafen zu lassen. Während du aufstehst und umherläufst, schaltest du das Radio ein, um "-eitere Morde wurden letzte Nacht begangen. Es wurde dieselbe Nachricht in der Voicemail gefunden. Die Polizei setzt die Untersuchungen fo..." zu hören, doch du schaltest sofort wieder aus. Es wird immer noch über diesen Massenmörder berichtet.

Du machst dich mürrisch auf den Weg zur Kaffeemaschine, als das Telefon läutet. Du bleibst wie eingefroren stehen. Was wenn... nein. Das kann nicht sein. Solche Sachen passieren nur anderen Leuten. Nichtsdestotrotz zittert deine Hand ein wenig, als du den Hörer erreichst. Du hebst ab, deine Hand zittert noch schlimmer, jetzt, als die Verbindung hergestellt wurde. Du hörst am anderen Ende der Leitung eine Stimme, tief atmend, während dein Blut in deinen Venen gefriert.

"Hey, ich hab mich schon gewundert, ob du heute noch abnehmen würdest."

Es ist Jim, dein Freund, von der Polizeiwache. Du atmest befreiend auf. Gott sei Dank. "Entschuldige. Ich war... beschäftigt", murmelst du, dich lächerlich fühlend, wenn nicht auch leicht verlegen, da du dachtest, der Mörder sei am Ende der Leitung gewesen.

"Hör mal, die Gruppe gab mir heute einen Tag frei, deshalb habe ich mich gefragt, ob du nicht Lust und Zeit hättest, mit mir zu frühstücken. Nur wir beide, wie in alten Zeiten. Ich möchte meinen Kopf von all den Morden frei bekommen. Aber schau, mein Auto ist gerade in der Werkstatt, also, wenn du mich vielleicht in zehn Minuten abholen könntest..."

"Ja klar, natürlich", stimmst du zu. Du verabschiedest dich und legst auf. Es ist etwa eine Fahrt von zehn Minuten, deshalb kritzelst du hastig eine Notiz an deine Frau, und verlässt das Haus.

Du hast einen Stau vor dir, was dazu führt, dass du etwas 15 Minuten unterwegs bist. Du läufst geradewegs auf die Haustüre zu, bereit, dich zu entschuldigen, und drückst die Klingel. Niemand antwortet, deshalb klingelst du nochmal, dich wundernd, ob du das erste Mal richtig gedrückt hättest. Du erhältst nach dem dritten Klingeln immer noch keine Antwort, deshalb versuchst du einfach zu klopfen. Es ist nicht abgeschlossen. Du drehst den kalten, metallischen Knauf und trittst vorsichtig ein, während du nach Jim rufst. Dieser Geruch schlägt dir direkt auf den Magen, dieser leicht metallische, leicht süßliche Geruch. Dieser starke Gestank scheint aus der Küche zu kommen. Deine Nase folgend, betrittst du den Raum. Die Wand ist rot angemalt, was wie Blut aussieht, und der Boden ist von jenem überschwemmt. Jim und seine Frau liegen gespreizt auf dem Boden, ihre Brüste, Arme und Beine sind in Teile geschnitten worden. Du übergibst dich, während du diesen Horror mitansehen musst. Dann erblickst du etwas. Eine rote "Nachricht" blinkt leicht auf dem Telefon. Du spielst die Nachricht nicht ab. Du weißt bereits, wie sie lautet.

Als du die Haustüre verschließt, ist dein einziger Gedanke, so schnell wie möglich wegzurennen. Vergiss die Cops; du möchtest einfach nur weg von dem verstümmelten Bild deines Freundes, der da tot auf dem blutigen Boden liegt. Du rennst dorthin, an das du die ganze Zeit denkst: nach Hause. Du schlägst die Türe hinter dir zu, als du zu Hause bist, während du blutige Fußspuren auf dem Boden hinterlässt. Du erreichst die Küche und rufst nach deiner Frau, aber deine Stimme verstummt sofort. Da sind nicht nur deine Fußspuren. Du hörst das Abschließen der Türe hinter dir, als deine Frau sanft sagt: "Ich wollte nur, dass du vorsichtig bist."

Original: http://www.creepypasta.com/be-careful/

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