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Kapitel 1: Verwirrter Geist Bearbeiten

Streife durch die regnerische Nacht. Kein Ziel vor Augen. Einfach nur herumwandern. Biege ziellos immer mal wieder in irgendwelche Straßen ein. Muss meinen Kopf frei bekommen. Vor nicht einmal einer Stunde ist mein Verstand zum kollabieren gebracht worden. Millennium, ein Proxy Slendermans, hat mich "Bruder" genannt. Was sollte das!? Habe ausnahmslos jeden umgebracht, der zu meiner Familie gehört hat. Die Nachtluft lässt meinen Atem sichtbar werden. "Vielleicht hat er das Bruder auch nur als andere Form für "Kumpel" benutzt. Tun viele Jugendliche.", gibt Lars zu bedenken.  "Unwahrscheinlich...", erwidere ich nachdenklich. Irgendwas sagt mir, dass er es wörtlich gemeint hat. So eine Scheiße. Daran müsste ich mich doch erinnern!

Frustriert trete ich einen Stein weg. Schmerzerfülltes Keuchen. Schaue in die Gasse, in welche ich den Stein gekickt habe. Ein obdachloser Kerl hat ihn wohl abbekommen. Muss mir das Lachen verkneifen. Wird ihm wahrscheinlich nicht zum ersten Mal passiert sein. Was soll's. Durchstreife weiterhin die Nacht. Biege in eine Straße ohne Laternen ab. Dunkelheit heißt mich Willkommen. Setzt ihre finsteren Arme zu einer düsteren Umarmung an, wie es nur die Finsternis zu schaffen vermag. Fühle mich wohl. Liebe die Dunkelheit. Setze meine Sonnenbrille ab. Für eventuell umherstreifende Menschen wird es wirken, als wenn sich ein grüner und ein blauer Lichtpunkt in der Luft bewegen.

Der amüsierende Gedanke erheitert mich. Wenn auch nur kurz. Die

verwirrenden Worte
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Der Dunkelheit liebstes Raubtier (By 13NeKo13 )

Millenniums brechen durch. Muss mich auf andere Gedanken bringen. Außerdem meldet sich meine Mordlust. Es ist wie eine brennende Sucht in mir. Berauschender als jeder Alkohol und generell jedwede andere Droge. Meine Hand umklammert den kalten Stahl meines Skalpells. Habe einen verdammt hohen Verschleiß. Werden zu schnell stumpf. Egal. Brauch erst einmal ein neues Opfer.

Während ich durch diese lichtleere Straße entlangwandere, huschen meine verschiedenfarbigen, leuchtenden Augen in alle Richtungen. Kann im Dunkeln fast so gut sehen, wie bei Tageslicht. Mein Vorteil. Die Dunkelheit unterstützt mich. Bin ihr liebstes Raubtier. Krankheit und Raubtier. Ergänzt sich. Keuchen von der anderen Straßenseite. Mein Blick heftet sich sofort an den Ursprung. Kann einen jungen Mann in einem roten Hoody erkennen. Lege meinen Kopf schief. Er blickt direkt in meine leuchtenden Augen. Kann auch nur diese erkennen. Sein Blick: ungläubig. Bleibe abrupt stehen. Das Raubtier hat seine Beute erkannt. Los gehts.

Kapitel 2:Sichtwechsel: Krankhaftes Raubtier Bearbeiten

Man. Was für ein beschissener Tag.", murre ich vor mich hin, als ich durch den kalten Regen dieser Nacht laufe. Gerade noch in einer super Disko gewesen und dann meinte so ein Penner von Halbstarker mich angreifen zu müssen. Wurde aus der Disko geschmissen. So eine Scheiße kann aber auch nur mir passieren. Frustriert werfe ich meine leere Bierflasche in eine Seitengasse. Sie zersplittert irgendwo. Ein schmerzerfülltes Keuchen erklingt daraus. "Bestimmt nur irgendein Penner...", murmel ich gleichgültig und setze meinen Weg fort. Ich will einfach nur so schnell wie möglich in mein Bett. Auch wenn es nach der Trennung, die heute auch noch geschehen ist, nicht mehr dasselbe sein wird. So ein abgefuckter Tag. Wische mir mein Gesicht an meinem roten Hoody ab.

Ich stehe an einer Straßenkreuzung. Außer einer, sind alle anderen Straßen beleuchtet. Die Stadt ist eben noch nicht vollständig neu aufgebaut, nachdem diese scheiß Welt fast über den Jordan gegangen wäre. Und gerade mein Weg nach Hause führt mich durch diese verdammte dunkle Straße. Schwer seufzend biege ich nach links in die Dunkelstraße. Es ist, als würde die Dunkelheit mich verschlingen. Mich in ihren Schlund ziehen und verdauen wollen.

Beklemmnis macht sich in mir breit. Wie jedes Mal, wenn ich des Nachts durch diese Straße gehen muss. Dieses Mal ist es noch beängstigender, weil in der Stadt das Gerücht die Runde macht, dass einer der brutalsten und schlimmsten Serienmörder in dieser Stadt jagt. Schlimm genug, dass diese verdammte Stadt nicht wirklich groß ist. Was ist, wenn...

Meine Gedanken werden von etwas unterbrochen, dass mir den wohl kältesten Schauer meines Lebens über den Rücken jagt. Keuche erschrocken auf. Gerade eben hat noch die vollkommende Dunkelheit vorgeherrscht und wie aus dem Nichts, erscheint in der Finsternis ein Augenpaar. Kein Normales. Ein grünes und ein blaues Auge. Leuchtend. Sie scheinen ruhig und gleichmäßig über den Boden zu schweben. Ich bin zum Glück auf der anderen Straßenseite.

Plötzlich bleibt das verschiedenfarbige Augenpaar auf einer Stelle und dreht sich zu mir. Die blanke Angst kriecht durch meinen Geist. Es kann nur ER sein. Es gib nur einen einzigen Menschen auf dieser Welt, der solche Augen hat. "Sleepless", murmel ich entsetzt. Ich muss hier weg. Wenn er mich gesehen hat, bin ich Geschichte. Ich bleibe auf der Stelle stehen. Es ist stockdunkel. Er KANN mich gar nicht gesehen haben. Nicht bewegen. Nicht atmen. Habe das Gefühl, dass mein Herz so laut schlägt, dass es Sleepless von der anderen Straßenseite aus hören kann.

Aus dem Nichts erschallt das wohl beängstigendste Lachen, dass ich in meinem ganzen Leben je gehört habe. Alles in mir schreit, dass er mich entdeckt hat. Meine Vorahnung bestätigen sich, als das Augenpaar auf mich zugeschwebt kommt. Schwere Schritte untermauern diese Bewegung. Verdammte Scheiße! Meine eben noch gelähmten Beine setzen sich in Bewegung. Ich laufe die gottverdammte Straße entlang. Mein erster Impuls: Die Polizei. Zu weit enfernt. Muss erst einmal nach Hause. Da liegt meine Knarre. Dann ist dieser gottverdammte Wichser dran.

Die Schritte hinter mir beginnen schneller zu werden. Kann das an den Geräuschen erkennen. Ich wage es nicht, hinter mich zu schauen. Noch nie bin ich so schnell gerannt. Nach einer kurzen Weile, verlasse ich die Dunkelheit der Straße und kneife im Laufen meine Augen zusammen. Ich biege nach rechts ab. Mein Haus ist am anderen Ende der Straße. Renne immer schneller. Die Schritte hinter mir scheinen langsamer zu werden. Ich kann sie kaum noch hören. Mit mulmigem Gefühl im Magen drehe ich mich im Rennen um. An der Kreuzung kann ich diesen Kerl mit den leuchtenden Augen stehen sehen. Er starrt mir nach. Geht ganz langsam. Er kann mich nicht mehr einholen. Ich denke, dass ich sicher bin. Hole meinen Hausschlüssel aus der Tasche und betrete keuchend mein Haus. Mein Herz rast noch immer. Es will gar nicht aufhören. Erschöpft lasse ich mich auf meinen Sessel nieder und schließe meine Augen. Was für ein beschissener Tag..

"Und er wird gleich noch viel beschissenerer.", flüstert eine grausam kalte Stimme hinter mir. Reiße meine Augen auf. Mein Herz bleibt für einen Moment stehen. Langsam.. ganz langsam.. drehe ich mich um. Hinter meinem Sofa steht ein Mann mit schulterlangen, braunen Haaren und verschiedenfarbigen, leuchtenden Augen. Seine Hände in den Taschen seines braunen Staubmantels. Das Grinsen: diabolisch. Ich stoße mich vor Schreck von meinem Sessel und komme nur holprig auf die Beine. Ich muss in mein Schlafzimmer. Da ist die Knarre. Ich beginne mich umzudrehen und währenddessen loszurennen. Stechender Schmerz in meinem Bein. Kann nicht mehr laufen. Ich schreie auf vor Schmerz. Mein Blick fällt auf mein Bein, in dem etwas metallisches steckt.

Sleepless schreitet lachend auf mich zu. Er ist wie ein menschliches Raubtier. Knie mich von Schmerzen gepeinigt zu Boden. Weißglühend sticht es durch meine Nervenbahnen. "Weißt du. Entgegen der eigentlichen Wahl meiner Opfer, warst du nur zur falschen Zeit, am falschen Ort.", spricht Sleepless mit einer gewissen Neutralität in seiner Stimme. Es interessiert ihn einen Scheiß wer ich bin. Was ich für eine Sorte Mensch bin. Die Menschheit hat sich seit der Apokalypse überhaupt nicht geändert. Ich war mit den Menschen verbunden, als dieses Monster besiegt wurde. Habe die Güte gespürt. "Menschen wie du sind abscheuliche Monster...", keuche ich schmerzgepeinigt. Sleepless' Grinsen verschwindet augenblicklich. Ein anderer Ausdruck nimmt dessen Platz ein. Kalter Schweiß läuft mir den Rücken hinunter. Sleepless sieht....wütend aus...

Sichtwechsel: Sleepless' Overkill Bearbeiten

Was hat dieser Niemand gerade zu mir gesagt!? Beißende Wut schleicht sich in meinen Geist. Packe das Skalpell, das im Bein des Kerls steckt. Er hat sich in Sicherheit geglaubt. Gedacht, dass ich weit hinter ihm sei. Doch ich war ihm näher, als er geglaubt hat. Bin schneller als normale Menschen. Konnte schneller an seinem Haus sein, als er sicher vermutet hat. Hineinzukommen ist noch leichter gewesen. Sein Fenster ist offen gewesen. Vollidiot. Hasserfüllt schneide ich in seinem Bein herum. Schon scheiße, wenn man nur kurze Hosen trägt, was? Er schreit so heftig, dass meine Ohren klingeln. Schlage ihm mehrmals ins Gesicht. "Halt deine gottverdammte Fresse!", sage ich mit eiskalter Stimme. Er wird nicht auf mich hören.

"Du bist nur ein Freak, Sleepless. Ein Nichts, dass sich am Tod anderer Menschen aufgeilt. Sag mir eins... holst du dir auf deine Morde eigentlich Nachts einen runter?", höhnt meine Beute unter Aufbringung allen Mutes. Knirsche mit meinen Zähnen. Seine Worte bohren sich in meinen Kopf. "Freak." "Nichts".. "Oh-oh...", flüstert Lars unheilvoll in meinem Kopf. Zorn erreicht seinen Höhepunkt. Reiße das Skalpell aus dem Beinfleisch. Beginne es immer und immer und immer wieder in alle Körperbereiche eintauchen zu lassen. Meine Klinge begeht einen Tausch. Sie tauscht meinen Hass gegen sein Blut. Seine Schmerzensschreie werden immer markerschütternder. Liebe sie. "Schrei für mich. Stirb in dem Wissen, dass du vergessen wirst. Niemand wird sich an dich Hurensohn erinnern!", schreie ich ihn hasserfüllt an.

Schneide mit meinem Skalpell in seinem Hals herum. Er bewegt sich schon lange nicht mehr. Mir scheißegal! Schlitze durch seinen Oberkörper. Blutgeruch treibt mich an. Verpasst mir die Gänsehaut meines Lebens. Er hat mich "Freak" genannt. Mich als "Monster" beschimpft. Hat mich an meine Eltern erinnert. Durch diese Gedanken angestachelt, schneide ich seine Pulsadern auf und erhebe mich von der Leiche dieser Missgeburt.

"Es war keine gute Idee von ihm, dich so zu nennen. Aber gleich so einen Overkill zu begehen?", wirft Lars ein. "Er hat es nicht anders verdient..", gebe ich kälter als sonst zurück. Lars verstummt. Er weiß, wann es besser ist zu schweigen. Lecke das Blut meines Opfers vom Skalpell. Süßlicher Metallgeschmack von einer fast stumpfen Klinge. Tze. Werfe das Skalpell achtlos beiseite und wende mich zum Gehen. Obgleich er ein Großmaul gewesen ist, hat er Respekt verdient. Er hat nicht um sein jämmerliches Leben gebettelt. Dieser Scheißkerl ist mutig geblieben. Nicht übel. Ruhe in Frieden...wer auch immer du gewesen bist.

Epilog: Wiederkehrende Sehnsucht Bearbeiten

Seit einer ganzen Weile, gönne ich mir mal wieder meinen Lieblingsdrink. Eine Bloody Mary, die seit dem Kampf gegen die Namensgeberin eine neue Bedeutung für mich gewonnen hat. Mit aufgesetzter, verspiegelter Sonnenbrille nippe ich genüsslich an dem rötlichen Cocktail. Ein paar Leute neben mir unterhalten sich aufgeregt. Konzentriere mich auf deren Gespräch.

"Hast du schon gehört? Dieser komische Sleepless wurde hier in der Gegend gesehen. Angeblich hat jemand vor ein paar Stunden Schreie aus einem Haus hier in der Nähe kommen hören.", berichtet der Erste.

"Dein Ernst? Wenn dieser Mörder hier in der Gegend ist, sind wir geliefert. Denk doch nur an "Diese Sache", die wir letztens getan haben.", erwidert der Zweite fast schon flüsternd.

"Alter. Nicht so laut! Aber selbst wenn, dieser Sleepless ist eh eine armselige Gestalt.", lacht der Erste.

Balle meine Fäuste. Schaffe es ruhig zu bleiben und nehme ein paar weitere Schlucke von meinem Drink. Die Beiden reden weiter. "Vor allem seit seine drei einzigen Freunde auf dieser Welt gestorben sind. Diese Alice, Sunny und der andere...dieser..na..Einauge oder so.", höhnt der Zweite, dessen Stimme sich leicht verändert hat.

Das Bloody Mary Glas in meiner Hand zerspringt. Habe meine Hände zu stark geballt. Drehe mich hasserfüllt zu den Beiden und erstarre augenblicklich. Die Szenerie hat sich verändert. Die Bar ist dieselbe, nur die Leute um mich herum sind verschwunden. Abgesehen von zwei Leuten, die mir sehr vertraut sind. Sie schauen mich direkt an. Ein blonder Mann mittleren Alters, dessen Gesicht eine schwarze Augenklappe ziert und ein Mädchen mit verschiedenfarbigen Augen. Eines schwarz. Eines rot. Ungläubig lasse ich die Scherben meines Glases zu Boden fallen.

"Sehr ungeschickt von dir, Sleepless.", sagt eine emotionslose Stimme vom Tresen aus. Auch diese Stimme ist mir nur allzu vertraut. Sehe mich einer brünetten, jungen Frau mit ebenfalls verschiedenfarbigen Augen gegenüber. Eines lila. Das andere grün. Tränen steigen in meine Augen, als ich mich in Gegenwart von Sunny, Alice und Einauge wiederfinde....

Fortsetzung folgt

Autor: Lord Maverik

Sleepless Übersicht

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