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Erwachen

Der kühle Wind strich über mein Gesicht. Es war dunkel, man sah nur kleine Wolkenschwaden am Sternenhimmel... Es war kalt, ich zitterte, schmeckte etwas Metallisches im Mund. Blut! Ich sprang erschrocken auf, als ich realisierte, wo ich war. Um mich herum überall dürre Bäume, dessen Äste sich ineinander verwickelten. Alles dunkel und nebelig. Wo war ich?

Ich plumpste vor Schwäche wieder in dsa Laub. Mein ganzer Körper schmerzte, wie zur Hölle war ich hier her gekommen? Ich sah mich um, meine Augen gewöhnten sich schnell an die Dunkelheit. Überall nur Bäume. Dünne, angsteinflößende Bäume, hinter mir war ein großer Zaun. Hinter dem Zaun sah es auch nicht besser aus, Wald! Ich versuchte mich langsam aufzurichten, es schmerzte sehr in den Knochen, ich fiel wieder hin. Dieses Mal auf etwas sehr Hartem, ich unterdrückte den Schmerzensschrei.

Ich tastete den Boden ab und fühlte etwas kaltes, ich hob es hoch und hielt den Schaft einer Taschenlampe in der Hand. Hektisch suchte ich den Knopf zum anschalten. Als ich ihn ertastete drückte ich drauf, Nichts. Ich begutachtete die Taschenlampe, öffnete den Batterieschacht und... da hatten wir das Problem: keine Batterien. Ich brauchte Drei um die Taschenlampe funktionsfähig zu bekommen. Es war zum kotzen. Ich, alleine in einem dunklen Wald ohne Licht.

Ich dachte nach, und da dämmerte es mir! Mein Handy. Ich fühlte in meine Hosentasche und tatsächlich, mein Handy war dort. Ich zog es raus und bemerkte, dass es nicht mehr allzu viel Akku hatte. Trotzdem machte ich das Hilfslicht an, es war nicht viel, aber wenigstens konnte ich etwas sehen. "Vielleicht einfach gerade aus?" dachte ich, auf der Hoffnung aufbauend, das ich vielleicht Zivilisation fände. Langsam stand ich auf, der Schmerz war nicht mehr so heftig. Ich ging vorsichtig durch das Laub. Ich fühlte mich nicht allein, sondern beobachtet. Das war aber meiner Meinung nach normal, wenn man alleine in einem Wald aufwacht... ohne zu wissen wie man eigentlich hierher kam...


Merkwürdige Zeichnungen

Als ich einen kleinen Waldweg wahrnehmen konnte, kam Hoffnung, tatsächlich wieder Zivilisation zu finden und eine Erklärung, wie ich hierher kam. Ich huschte durch die Bäume und wirbelte das Laub auf. Als ich den Weg erreicht hab seufzte ich erheitert. Ich blickte mich um, der Weg war ziemlich mit Laub überwuchert. Mein Handy war gleich tot, ich musste schnellstens hier raus. Also rannte ich los, immer geradeaus den Weg entlang, meine Lunge brannte, aber es war mir egal, ich musste hier raus! Die Bäume kamen irgendwie immer dichter, oder kam es mir nur so vor? Ich erschrak, stolperte und knallte auf dem Waldboden, entsetzt drehte ich mich um. Nichts.

Ich hab da doch gerade eine Gestalt gesehen? Zwischen den Bäumen war eine große, schlanke Gestalt, ich konnte das Gesicht nicht erkennen. Mein Atem hatte sich langsam beruhigt, ich hatte es mir scheinbar eingebildet. Mein Handy war während des Sturzes nach vorne geflogen. Ich kroch langsam dort hin und nahm mein Handy auf. Irgendwie war das Handy wohl Kaputt, den es hatte einen Bildschirmfehler. Es war ein Rauschen, wie bei diesen Alten Fernsehern die kein Signal hatten. Und dann noch diese Komische hohe Frequenz. Mein Blick schweifte durch die Nacht. Das Rauschen und diese Frequenz, sie wurden immer schwächer.

Langsam stand ich wieder auf, nahm das Handy, das scheinbar wieder heile war und ging weiter den Weg entlang. Mein Herz pochte, ich hatte Angst, aber vor was? Es war doch nur ein Wald? Plötzlich blieb ich stehen, vor mir am Baum, klebte ein Zettel. Ich näherte mich vorsichtig, nahm den Zettel und begutachtete was drauf zu sehen war. Es war eine kindliche Kritzelei, mehrere Bäume waren zu sehen, und eine Schlanke Person. Bei näherem hinsehen war es schon etwas gruselig. " Was für eine Scheiße!" schrie ich, mir kam es vor wie ein mieser Albtraum, doch es war Real, erst wachte ich in einen Wald auf, und dann fand ich noch so ein dämliches Bild. Diese Tatsache beruhigte mich überhaupt nicht. Ich faltete das Papier zusammen und steckte es ein, und ging weiter den Weg entlang. Ich sah keinen Mond am Himmel und irgendwie blieb es konstant Dunkel.

Ich versuchte nicht an diese Tatsachen zu denken. Der Akku meines Handys blinkte, das Licht würde bald ausgehen. Am Ende des Weges stand etwas, ein Gebäude! Es kam Hoffnung, ich rannte so schnell ich konnte hin. Es war eine Art Bungalow, das Dach war Flach und es hatte Ziegelwände. Ich blieb vor einer Metalltür stehen über der Groß "EXIT" stand. Ich drückte die Klinke nach unten, sie war zu! Verdammt! Ich ging etwas um das Haus rum. Es hangen unterschiedliche Werbe-Poster an den Wänden. Eines fiel mir sofort ins Auge, es war eine Übersichtskarte von "Great Wild Park". Alle Sehenswürdigkeiten waren dort eingetragen, aber quer über dieses Poster wurde scheinbar eine dünne Gestalt draufgekritzelt, Sie sah genau so aus wie Die auf dem Zettel.


Begegnung

Ich nahm die Karte als Orientierung mit und steckte sie in meine Jackentasche. Ich suchte weiter nach einen Eingang. Nach kurzem suchen fand ich ein offenes Fenster, Ich leuchtete mit meinem Handylicht hinein. Es sah sehr verlassen aus, überall lagen lose Zettel und Schmutz herum, den Wänden und Böden hätte ein neuer Anstrich auf jeden Fall gut getan. Der Akku erreichte einen kritischen Zustand, also kletterte ich durchs Fenster. Im Raum stand ein kleiner Schreibtisch, Zwei Spinde und einzelne Aktenschränke. Ich begann im Schreibtisch rumzuwühlen, ob ich irgendwas nützliches finden könnte.

In den Schubladen fand ich lediglich einzelne Papiere. In einer fand ich ein altes zerfallenes Buch, es schien ein Tagebuch zu sein. Ich nahm es raus und fand hinter dem Buch eine Batterie, die ich sofort an mich nahm, wusste ich doch, das ich hier was finde! Ich pustete den Staub vom Buch runter und blätterte es durch. Es ist unleserlich geschrieben, das einzige Wort was ich erkennen konnte war fast auf der Letzten Seite, dort stand "entkommen". Ich dachte mir nicht viel dabei und legte das Buch wieder weg. Nun ging ich Richtung Spinde, den Aktenschränken schenkte ich keine Aufmerksamkeit, was soll da schon drin sein? Ich öffnete den ersten Spind mit einem lauten knarzen. Dort hing an einem Kleiderbügel eine alte Lederjacke und im oberen Fach lagen zwei Knicklichter, ich steckte Eines ein und das andere knickte ich sofort. Ein grünes Licht durchflutete den Raum. Ich versuchte den zweiten Spind zu öffnen, aber dieser klemmte, ich zog feste an den Griff, daraus wurde nix.

Ich schaute mir den Spind genauer an, doch nirgends war eine Lücke oder ähnliches, ich drehte Ihn um in der Hoffnung, hinten wäre ein Loch. Doch das einzige was ich fand war ein weiterer Zettel... Auf diesen war wieder diese schlanke Person, neben Ihn stand ziemlich oft, in kritzeliger Schrift geschrieben "No No No No No!". Ich nahm den Zettel mit und bemerkte, dass mein Handy wieder diese Störung hatte. Als ich mich umdrehte stand etwas draußen, vor dem Fenster. Ich erschrak, es war eine Person, eine sehr dünne Person, sie hatte lange Arme und Beine und hatte einen Anzug an, aber das Gesicht... es hatte keins! Es stand einfach nur da, regungslos...

Mein Handy hat den Geist aufgegeben, ich blieb einfach stehen, ich hatte zu viel Angst mich auch nur Ansatzweise zu bewegen. Mir wurde schwindelig, Panik übergriff mich! Ich rannte los, den Flur des Gebäudes entlang, ich warf einen Blick hinter mich, das Wesen, es verfolgte mich! Ich rannte in einen Raum rein und schloss die Tür hinter mir. Es war ein kleiner Raum, in der rechten Ecke stand ein kleiner Tisch und links davon ein Spind. Ich beschloss schnellsmöglich den Spind zu durchsuchen. Es knallte! Das Ding versucht die Tür aufzubrechen.

Im Spint fand ich lediglich Drei Energie-Riegel, ich packte sie ein und schon Rumpelte es, die Tür.. Sie war AUF! Das Ding, es stand vor mir, aus seinem Rücken wuchsen schwarze Tentakeln. Ich versuchte Richtung Tür zu rennen, doch einer der Tentakel erwischte mich an der Schulter. Er bohrte sich tief rein, der Schmerz war unerträglich. Ich fiel zu Boden und drehte mich sofort um. Das Wesen kam immer näher, ich spürte wie Schweißperlen meiner Stirn runterliefen. Ich wollte nicht sterben, nicht so! Es machte sich zum Angriff bereit, Jetzt oder NIE! Ich rannte los, ohne daran zu denken wie höllisch meine Schulter weh tat. Ich lief den Flur entlang und sah ein Offenes Fenster. Ich sprang durch und rannte tiefer in den Wald. Irgendwann konnte mein Körper nicht mehr und ich viel zu Boden. Ich blickte um mich, Es war nirgends zu sehen... hab ich es abgehängt...?

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