FANDOM


.

"Ich schreibe dies hier nieder um meine Erfahrungen im Orphon Waisenhaus fest zu halten. Ich beginne am besten von ganz von vorne.

Wir schreiben das Jahr 1941. Der Weltkrieg tobt und die Menschen sehen von Tag zu Tag immer hoffnungsloser aus. Fast jede Familie betrauert mindestens einen Angehörigen, der im sinnlosen Krieg gefallen ist. Die Waisenrate steigt in noch nie dagewesene Dimensionen. Jobs gibt es fast keine mehr, doch konnte ich eine Stelle als Pedell in einem Waisenhaus ergattern. Heute ist mein erster Tag und ich muss gestehen, ich mag es hier. Das Gebäude ist abgelegen in einem alten Waldstück. Ich denke, es war mal das Jagdschloss irgendeines Adligen. Es war bestimmt früher einmal ein recht ansehnliches Gebäude, mit seinen Ecktürmen, seiner eindrucksvollen und kunstvoll geschnitzten Holzfassade. Alleine die großen Flügeltore am Haupteingang sind aufwändig gestaltet und mit viel Liebe zum Detail sind dort Szenen aus der Bibel geschnitzt. Doch der Glanz ist schon lange verblasst. Die Gesichter der Figuren abgestumpft und trocken. Und dennoch strahlt es eine Art von Faszination aus, die ich nur schwer beschreiben kann.

Doch ich schweife ab.

Ich bin nun seid fast drei Monaten hier und es ist beschaulich ruhig hier. Von der Aussenwelt bekommt man nichts mit und wenn man es nicht wüsste, hätte man denken können es herrsche Frieden auf der Welt. Der Wald, der das Gebäude umschließt mit seinen knochigen Bäumen, übt eine ebenso friedliche und zugleich unheimliche Faszination aus wie das Haus. Fast jede Nacht herrscht dort ein fast undurchsichtiger Nebel, als wolle er die Menschen daran erinnern wie alt und mächtig er ist. Man merkt wie die Stimmung sich fast augenblicklich senkt, wenn er auftaucht. Die Bediensteten und auch die Kinder trauen sich dann nicht mehr hinaus. Ich fragte einmal nach woran das liege, mir wurde nur gesagt, Er herrscht dort draußen, bei Nacht, und nimmt jene mit die in sein Augenloses Gesicht blicken, denn er ist der Slenderman. Wenn ich versuchte mehr darüber zu erfahren, stieß ich jedes Mal auf eisiges Schweigen. So beließ ich es vorerst dabei. Doch eines Nachts geschah etwas sehr merkwürdiges.

Es war schon sehr spät, fast drei Uhr morgens, als ich schweißgebadet aufwachte. Seid ein paar Nächten schlief ich sehr schlecht, denn ich träumte immer wieder den selben Traum.

Ich ging durch den Wald, mein Blick gleicht einem Tunnel und die Bäume bewegen sich hin und her. Ihre knochigen Äste gleichen spinndeldürren Armen und sie griffen nach mir. Selbst der Nebel, der alles umschlungen hielt, tastete mit seinen geister- und schemenhaften Händen nach meinen Beinen. Ich laufe und laufe, doch bewege ich mich keinen Zentimeter. Meine Beine! Sie sind so klein. Mein Körper! Er ist so klein. Ich bin wieder Kind. Da, ein Geräusch. Hinter mir. In mir sträubt sich alles, denn eine Stimme flüstert mir zu: "Lauf Kind, Lauf, dreh dich nicht um, denn wenn, dein Leben ist um!" So laufe ich, doch der Nebel hält mich fest. Ich will es nicht, doch drehe ich mich um. Hinter mir, eine riesige Gestalt, ganz in Schwarz. Aus ihrem Rücken wachsen schwarze schemenhafte Tentakel. Sie bewegen sich auf mich zu. Ich will weg, nur weg, doch kann ich mich nicht bewegen. Ich bin starr vor Angst. Die Gestalt steht ruhig und kühl da. Ihre Tentakel umschlingen mich, ich vernehme eine Stimme, so alt und brüchig wie die Zeit selbst. "Komm kleines Kind, komm mit mir, mit mir in den Garten der Schatten, dort zu spielen, zu verweilen, die Angst wird dir genommen, so alleine bin Ich!" Ich sträube mich und stoße stumme Schreie aus, doch vergebens, es wird dunkel, so dunkel....

Ich wache auf, die Angst schnürrt mir die Kehle zu. Um mich zu beruhigen gehe ich an das Fenster. So ruhig und friedlich liegt der Wald vor meinen Augen. Da! War da nicht eben jemand? Nein bestimmt nicht, wer sollte denn so spät hier im Niemansland sein. Und doch? Ich ziehe mich an und verlasse mein Zimmer. Da sehe ich, dass die Eingangstür offen steht. Verwundert gehe ich auf sie zu und will sie gerade zu machen, als ich draussen auf dem Rasen eine kleine Gestalt erblicke. Das ist doch eines der Kinder! Ich rufe nach ihm, doch das Kind hört mich nicht. Es geht auf den Wald zu. Aufgeregt stürme ich nach draussen, laufe dem Kind hinterher. Tief und tiefer laufen wir in den Wald. Wie sehr ich es auch versuche, ich entferne mich immer mehr dem Kind. Bald ist es fast im Nebel verschwunden, nur sein weißes Nachthemd kann ich sehen. Ich rufe und rufe. Vergebens, meine Stimme wird vom Wald verschluckt. Plötzlich bin ich alleine, das Kind ist weg. Ich denke mir, das kann doch nicht sein, es war doch gerade noch da. Um sicher zu gehen, laufe ich zu dem Punkt wo ich es zu letzt gesehen hatte. Doch da war es nicht. Nur ein Fetzen seines Nachthemdes hing verfangen im Strauch neben mir. Ich schaue mich um, überall nur dieser verdammte Nebel. Was soll ich nur machen?

Da! Wieder ein Geräusch. Hoffnungsvoll renne ich los in die Richtung aus der es kam. Stolpernd und außer Puste kam ich auf eine Lichtung. Dort war das Kind ja! Freudig laufe ich darauf zu und erschauere gleichzeitig, denn hinter dem Kind steht noch jemand und dieser Jemand kam mir nur allzu vertraut vor. Ich blieb stehen und starrte voller Entsetzen nach vorn. Groß, schwarz, kein Gesicht. Lange Arme umschlingen das Kind, es wird blass, immer blasser, bis es.......einfach verschwindet. Ich traue meinen Augen nicht. Ich rufe, ich schreie, doch vergebens. Nun dreht sich die Gestalt zu mir, ich schaue ihr direkt in ihr Gesicht und erschauere. Da ist nichts! Ich weiche zurück. stolpere über eine Wurzel und falle hin. Unfähig mich zu bewegen, bleibe ich dort sitzen und muss mit ansehen wie die Gestalt näher kommt, immer näher, bis sein Gesicht nur eine Handbreit von meinem ist. Genau kann ich mich nicht mehr daran erinnern, aber ich meine es hat an mir gerochen. Mir wurde schwarz vor den Augen und bevor ich in den Sumpf der Vergessenheit trieb, hörte ich ganz eindeutig Kinderlachen und eine Stimme, die selbe wei die aus meinem Traum: "Folge mir kleines Kind, ich zeig dir den Weg durch all den Schmerz und die Sorgen, weine nicht armes Kind, so ist das Leben ,ermordet durch Schönheit und Leidenschaft, eure Seelen ich verspeise, nun bin ich nicht mehr allein."

Das nächste an das ich mich erinnere ist, dass ich erwache, noch liegend auf der Lichtung. Es ist bereits Tag und an der Stelle an der die Gestalt und das Kind verschwanden, war ein Zeichen in den Boden geritzt. Ein Kreis mit einem Kreuz in der Mitte."
Tumblr static slenderman 00334106

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki