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In St. Wendelin, nahe eines versiegten Flusses am Waldrand steht ein altes, verlassenes Haus, dessen Besitzer nie gefunden werden konnte. Als der Besitz alterte, geschah es dass das ohnehin schon sehr seltsame Haus langsam vor sich hin moderte und Stück für Stück begann zu verfallen. Mit der Zeit fehlte es dem Rohbau auch an Fenstern, die damals noch mit Holz gebaut wurden und die Türen ließen sich sogar bereits vom Wind selbst öffnen.

Viel war nicht mehr in der alten Ruine zu finden aber außer fünf Räumen und einem eigenartig versperrten Treppenhaus befand sich dort doch noch ein Plumpsklo, einen Herd und sogar das Wasser schien noch zu fließen.

Ich weiß dass alles, weil mein Sohn mir so oft davon erzählte. Die Geschichten um das Haus erschienen mir zwar immer suspekter aber dennoch nie gefährlich genug ihn davon abzuhalten dorthin zu gehen. Das einzige was mich zurzeit beunruhigte war, dass er nicht mehr davon erzählte, so wie er es früher immer angeberisch tat.

Seit gestern suchte ich ihn jetzt schon verzweifelt. Als Mutter hatte ich solche Ahnungen wo er sich verstecken könnte. „Oh bitte, lass es nur sein, dass er sich einen dummen Streich erlaubt“ dachte ich mir. Doch natürlich hätte alles anders kommen sollen. Ich ging mit meinem Mann, den Vater des Sohnes in das Verlassene Haus um den Jungen dort zu suchen. Auch nach langem suchen konnten wir ihn aber nirgends finden. Das Haus passte genau auf die Beschreibung. Da waren die offen stehenden Türen und die vermoderten Balken, aber das was mich wirklich beunruhigte war dieser faulige nach tot riechende Gestank der aus dem Keller kam.

Wir betraten das Verlassene Haus nur um seltsame Zeichnungen zu finden, die einen gesichtslosen langgezogenen Mann darstellten, jedoch gab es dort ansonsten gar nichts zu finden. Ich hatte es befürchtet und mit jedem Atemzug, wurde uns klar ,dass wir nun nur noch diesen eigenartigen wesenden Keller vor uns hatten.

Mein Mann ging voraus. Das einzige was wir mit uns trugen war eine jämmerliche kleine Fackel. Aber wenigstens erhellte der Vollmond, der draußen schien, den dunklen, halb unterirdischen Gang. Mit jedem Schritt den wir vorwärts gingen, pochte unser Herz einen Schlag schneller und ich verkrampfte mich fest mit den Fingern an der Arbeiterjacke meines Mannes.

Auch er bekam es langsam mit der Angst zu tun. Der Weg der in den Keller führte war lang und endete plötzlich in das nichts, an einer kahlen Mauer und nur eine alte Standuhr lehnte in der Mitte an der Wand. Sie lief rückwärts mit äußerst eigenartigen Zahlen auf dem Ziffernblatt. Bei näherem Hinsehen und mit einer Menge Vorstellungskraft konnte man Ähnlichkeiten mit den Strichzeichnungen an der Wand im oberen Stockwerk erkennen.

Doch unser Gefühl sagte uns: dies war nicht das Ende. Hinter der Mauer war eindeutig noch ein weiterer Raum. Wir hatten vorher schon alles erkundet, einen anderen Weg in den Keller gab es nicht. Das die Uhr mit einem möglicherweisen geheimen Gang zutun hatte war die einzige halbwegs mögliche Erklärung. Mit der Zeit wurde ein Schluchzen, dass schon vorher erschaudernd über diesen Ort wachte, immer lauter und das Schlimmste dabei war, dass wir wussten dies konnte nur unser Sohn Noah sein.

Während ich bei dieser Erkenntnis zu heulen begann, schrie mein Mann und hämmerte mit den Füßen gegen die Steinmauer. Doch außer das Staub und eine Spinne hinunterfiel, geschah gar nichts.  Plötzlich jedoch wehte der Wind durch die alten Gemäuer und durch den Fackelschein konnten wir eine kleine Öffnung in der Wand erkennen. Zu klein als das ein Erwachsener gerade so durchlaufen konnte, aber auch nicht zu klein als dass wir nicht hineingekommen wären und perfekt für einen Knaben wie Noah.

Drinnen im eigentlichen Kellergebäude war es Stockfinster und so feucht als könnte man mit der Luft allein Blumen gießen. Es gab dort kein Fenster und auch anders als vielleicht zu erwarten war, gab hier niemand und nichts einen Laut von sich. Bis auf ein kehliges Atmen, dass so schwer klang, als würde dessen Verursacher gleich ersticken. Im schein der Fackeln sah ich noch ein letztes Mal die Figur die schon auf der Uhr und der Wand zu finden war vorbeihuschen. Noch ein letztes Mal hörte ich meinen Mann schreien und ich kann es bis heute noch nicht glauben, dass dort unten unser Sohn Noah seinen Vater mit einer Axt erschlagen hatte. Das er sich geopfert hatte, damit ich Zeit hatte zu fliehen.

Heute, zu Heilig Abend sitze ich hier allein im Dunkeln. An unseren Jahrestag, und an seinem Todestag. Noah galt nach diesen Abend als verschwunden niemand hat ihn je mehr zu Gesicht bekommen. Aber man sagt heute noch dass irgendetwas, den Leuten in Nassereither Waldteilen nachspionieren soll. Nun wenn alle es sagen wird schon etwas daran sein, aber eigentlich sollte ich selbst es wohl am besten wissen. Wie auch immer ich habe keine Lust mehr hier alleine zu hocken und einen Christbaum zu verehren. Ich gehe jetzt in den Wald, allein um den Gerüchten auf die Spur zu gehen die so um den Slenderman endstanden sind.

Eine Lange Gestalt mit einem schwarzen, blutverschmierten Anzug und einer roten Krawatte, schleppt eine etwa 30 Jährige Frau mit sich in die tiefe. Durch das Verlassene Haus, durch den modernden Gang in den wesenden Keller hinein. Eine verfaulte Kinderleiche eines zehnjährigen liegt verrenkt in einer Ecke. In der einen Hand eine Axt haltend in der anderen einen Blutgetränkten Teddy. Neben ihn lag ein verfaultes Skelett. Beide durchforstet von Maden und stinkend nach tot und verderben. Der Slender legte die Frau neben die beiden faulenden Leichen. „Nun ist die kleine Familie wieder komplett“ dachte er.

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