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Ein Lächeln überzieht das Gesicht des kleinen Jungen. Ich kann es ganz genau sehen, als würde er direkt vor mir stehen. Er ist… vielleicht acht Jahre alt. Oder doch neun? Ich weiß es nicht… aber wen juckt das schon!?

Das kleine Kind rennt zu ein paar anderen Jungen. Könnten seine Brüder sein, oder seine Freunde – fremde. Es könnte jeder sein. Aber das ist irrelevant.

Noch…

Die Kinder fangen an zu lächeln und rennen gemeinsam auf einen Spielplatz, der nur wenige Meter entfernt ist. Weit und breit kein Erwachsener… großartig! Keine Zeugen! Sie schubsen sich gegenseitig auf der Schaukel an. Spielen fangen. Haben Spaß. Ich lege mich bequem auf eine Stelle. Zum Glück habe ich ein schattiges Plätzchen! Bei der scheiß Hitze kann ich froh sein! Ich fang schon mal mit meinen Atemübungen an – man kann nie wissen, wann der richtige Zeitpunkt kommt…

Perfekt! Mein Atem ist kontrolliert und die Kinder merken rein gar nichts! "Was machen die da!?", fragte ich mich überrascht. "Verstecken… die spielen verstecken! Das ist wahrscheinlich das Leichteste, das ich je gemacht habe!", fuhr es mir schlagartig mit einem Lächeln durch meinen hitzigen Kopf. Der kleine Bastard versteckt sich in einem Gebüsch – ca. 25 Meter von seinen Kollegen entfernt. Du wirst mir ja wie auf einem Silbertablett serviert! Ich bringe mich in Position! Bereit abzudrücken und der Sache ein Ende zu bereiten!

Vorerst…

Doch plötzlich blendet mich etwas! Meine Augen fangen an kurz zu brennen.

Für einen kurzen Moment ist alles schwarz. Ich sehe mich um und langsam wird alles wieder normal. Noch leicht irritiert setze ich mein Gewehr neu an.

"Fuck! Wo bist du!?" Ich sehe mich um… "Wo seid ihr alle? Wollt ihr mich verarschen!?"

Plötzlich knackt etwas hinter mir… „Ich – kenne - diesen Ton!“, stottere ich.

Ich drehe mich schlagartig um und sofort habe ich einen Pistolenlauf an der Stirn!

Bereit mich wie ein hilfloses Baby einfach abzuknallen.

„Dieser Scheißdreck endet jetzt!“, schnaubt er mit seiner Waffe an meiner Stirn. „Du herzloses Arschloch!“

Ich schlucke. Aber dafür waren wir ausgebildet. Sofern so etwas je passieren sollte. Jeder Marine war mit Sprengstoff verkleidet. Allerdings nur auf gefährlichen Missionen. In Fällen wie der, den ich gerade noch wenige Augenblicke miterlebe, sollen sich die Marines mit ihren Feinden in die Luft sprengen. Um den Feind zu schwächen versteht sich.

„Noch irgendwelche letzten Worte, bevor ich dich wie einen räudigen Hund abknalle?“, sagte er mit einer Arroganz, die jeder Depp erkannt hätte! „Das ist doch die reine Ironie oder? Immer wieder bringst du Menschen um! Mit einem Schuss in den Kopf! Und jetzt stehst du selbst kurz davor!“

„Nur ein paar wenige!“, stieß ich wie ein Sieger aus. „Fick dich!“ Ich drücke den Zünder.

„Was!? Wie!? Was zum Teufel!?“, schrie ich verzweifelt!

„Heute ist echt nicht dein Tag oder!?“, wieder mit einer unzweifelhaften Arroganz!

Sekunden später… der Schuss in meinen Kopf! Das letzte was ich sah, seine dumme lächelnde Visage…

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© Autor: TalesFromTheCrypt - Jermaine Ros - VertonungHier klicken

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