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Ich bin ein Soziopath. Ich sah mir meinen Familienstammbaum an, und überprüfte die Wesenszüge. Traurigerweise war ich derjenige in meiner Generation, der Pech hatte. Ich weiß nicht, wie ich beschreiben soll, was ich empfinde. Ich fühle keine "innere Leere" wie jemand ohne Emotionen. Ich fühle mich, als wäre Wasser im Inneren, und Sie wissen, wie Wasser die Sinne dämpfen kann? Nun, so fühle ich mich im Inneren. Ich bin 23 Jahre alt und mein Name ist John Hans. Ich hatte nie bemerkt, dass ich ein Soziopath war, bis zu einem Tag, an dem ich sieben Jahre alt war.

Nach der Schule ging ich zu meinem Haus und sah dort den Wagen meines Vaters. Sein Name war Ronald Hans. Sehen Sie, mein Vater war einer, der Frauen schlug. Also, ich hörte sofort schreie aus der Küche, als ich die Eingangstür öffnete. Ich hörte grausames, scharfes Gebrüll, welches ich von meinem Vater vermutete, und müßige, hilflose Bitten, welche von meiner Mutter aus kamen. Ich sah dann zu, wie mein Vater meine Mutterzu Boden warf, und ihr hart in die Rippen trat. Ich sand einfach nur da und schaute meinem Vater dabei zu, wie er meine Mutter schlug. Er hob sie auf, und würgte sie, als er er sie gegen die Wand knallte. Sie sah mich hoffnungsvoll an, und warf einen Blick auf das Telefon. Ich sah ihr einfach dabei zu, wie sie gewürgt wurde und ging dann hoch in mein Zimmer, nichts als Taubheit im Inneren spürend, als wäre man zu lange in kaltem Wasser geblieben.

Der Nächste Vorfall ereignete sich, als ich dreizehn war. Ich war mit elf von meinen Eltern davon gelaufen und lebte seitdem in einem Pflegeheim. Ich ging zur Toilette, um zu pinkeln, und wurde vom Anblick eines Kindes begrüßt, das gemobbt wird. Ich schaute wieder einfach dabei zu, wie das Kind geschlagen wurde, bis die Tyrannen ermüdet waren. Seit diesem Albtraumtag, an dem ich sieben war, schwor ich, jeden umzubringen, dem ich dabei zusah, wie er jemanden schlug. Also merkte ich mir ihre Gesichter und würde sie später im Leben wieder sehen, aber diesmal in einer alten, verlassenen Lagerhalle.

Im Alter von vierzehn Jahren sah ich, wie jemand in einer Gasse überfallen wurde. Es war dunkel draußen, doch aus einem unbekannten Grund konnte ich das Gesicht des Räubers klar erkennen, als er an mir vorbei rannte.

Ich fühlte, wieder einmal, nichts als Taubheit. Später im Leben würde ich heraus finden, dass die Taubheit ein Teil von mir war, doch zur gleichen Zeit war "es" das nicht.

Als ich fünfzehn war, wurde ich mit dissoziativer Identitätsstörung, oder kurz DIS, diagnostiziert. Doch das kümmerte mich nicht wirklich, denn schließlich beeinträchtigte es mich nicht in irgendeiner Art und Weise. Aber wenn ich zurück schaue, habe ich mich gewaltig geschnitten. Was ich nicht verstand war, dass die Taubheit ein Teil meiner DIS war, oder meiner "anderen Persönlichkeit". Also, ich hatte einen Job als ich siebzehn wurde und sparte ein Menge Geld. Ich sparte etwa 12.325$ und ein paar Zerquetschte zusammen. Ich weiß, was Sie wahrscheinlich denken: "Wie zum Geier hat er so viel zusammen gespart?" Nun, ich fing mit fünfzehn an, zwei Jobs mit Überstunden zu machen, und machte weiter, bis ich siebzehn war. Dann fing ich an zu planen. Ich bekam einen Kredit von etwa 100.000$ von einer Bank in der Nähe, um eine Lagerhalle zu kaufen, die weit weg von der Zivilisation war. Ich fing dann an, die drei Tyrannen aufzuspüren. Ich fand Toms Wohnort in der ersten Woche, oder so. Er lebte nicht so weit weg, nur etwa dreißig Minuten mit dem Auto von meiner Lagerhalle.

Ich besorgte dann ein paar "spezielle" Sachen, um in sein Haus zu gelangen und ihm im Schlaf Drogen einzuflößen. Ich machte weiter und fuhr zu seinem Haus. Ich kappte die Strom- und Telefonverbindung, sodass er nicht die Bullen rufen könnte, falls ich irgendwie einen Fehler machen würde, und ihn aufwecken würde. Ich stieg dann durch sein Schlafzimmerfenster ein, und drückte ihm die Spritze in den Hals, und drückte den Kolben runter. Nachdem ich etwa 3 Minuten und 45 Sekunden auf die Wirkung der Droge wartete, stellte ich sicher, nichts zu hinterlassen, was auf mich hin deuten könnte. Das war recht einfach, da ich eine Gummimaske hatte, welche mein Haar und meine Schultern bedeckte, sodass kein Haar zurück gelassen würde. Ich trug außerdem eine Gasmaske, damit mich niemand so leicht identifizieren konnte, der mich gesehen hätte. Ich hatte bis zum Ellbogen reichende Gummihandschuhe an, die es nicht zuließen, dass Hautzellen oder Fingerabdrücke zurück gelassen würden. Ich trug ein Paar eng anliegende Cargohosen und profillose Kampfstiefel, damit ich nicht die Spuren einer Schuhsohle zurück lassen würde.

Ich hob Tom dann in der Manier eines Feuerwehrmanns hoch. Sie wissen schon, auf die Schulter. Ich kletterte dann zum Fenster hinaus, und setzte ihn auf den Beifahrersitz, dass keine Verdächtigungen aufkommen würden. Ich fuhr zurück zu meiner Lagerhalle. Er war einmal aufgewacht, doch ein Hieb auf den Kiefer regelte das für den Rest der Strecke. Ich trug ihn durch die Tür, und fesselte ihn an einen Tisch. Ich hatte erneut die Gasmaske angelegt, damit ich halluzinogenes Gas in die Luft sprühen konnte, damit er bis in den Wahnsinn getrieben würde, während ich ihn folterte.

Ich ging, um meine Spielzeugkiste zu holen, und als ich zurück war, bemerkte ich, dass er aufgewacht war. Die Augen geweitet und mit völliger Angst gefüllt, wegen der Halluzinationen, was auch immer diese sein mochten. Ich fuhr dann fort, ihm all meine Werkzeuge der Folter zu zeigen. Ich fing an langsam, ach so langsam, ihm eine Klinge die Wange herab zu ziehen. Ich konnte sehen, wie die purpurrote Flüssigkeit hervor quoll. Die bekannte Taubheit in mir wuchs, bis sie zu etwas anderem wurde; komplett vollendete Freude über das, was ich aus seiner Wunde fließen sehe! Ich konnte nicht aufhören auf die purpurne Flüssigkeit zu starren, und es war wunderschön! Ich fuhr dann fort, ihn auf die möglichst entsetzlichsten Arten zu foltern. Als ich fertig war, entsorgte ich den Leichnam.

Ich tat das gleiche mit den zwei Tyrannen, die ich noch finden musste. Ich brauchte fast ein Monat, um alle ausfindig zu machen, und ihre Leichen verschwinden zu lassen. Ich schaltete die Nachrichten ein, und war erfreut darüber, dass ein maskierter Mann gezeigt wurde, der Menschen tötete ohne eine Spur zu hinterlassen, abgesehen von einem Bild und einem Schriftzug, welches ich in die Betten der Opfer legte, für ihre Eltern. Ich spürte dann die Person auf, die brutal eine Frau überfiel. Also, dieser Mann war anders. Er erinnerte mich an meinen Vater. Ich hatte eine besondere Überraschung für ihn.

Ich fand ihn spät abends in einem Diner, um etwa 21:34 Uhr. Ich trat ein und setzte mich neben ihn. Ich bestellte einen Kaffee und einen Doughnut. Er sah mich an, und sagte: "Spätschicht, was?" Ich antwortete mit einem Nicken, weil ich normalerweise nicht viel redete. Nur wenn ich musste. Er gab dann ein Stöhnen vor Schmerzen von sich, weil ich ihm die Nadel der Spritze in die Seite stach, die niemand sehen konnte. Diesmal war sie voll mit Rohypnol, gemischt in eine Likörbasis. Binnen Minuten war er beschwipst, und fiel vom Hocker. Ich gab einen falschen Blick der Besorgnis, und fragte ihn, ob er in Ordnung sei. Er antwortete mit: "Ich weiß nicht", mit einem Ausdruck der Verwirrung. Ich half ihm auf, und verließ das Diner, ihn mit meiner Schulter stützend. Die Kellnerin fragte, was ich tat, und ich überzeugte sie davon, dass ich sein Freund aus der Kindheit gewesen wäre, und ihm dabei helfen müsse, nach Hause zu kommen. Als wir draußen waren, setzte ich ihn auf den Beifahrersitz und schloss die Tür. Ich ging herum und stieg in den Fahrersitz. Ich fragte ihn, wo er wohnt, und er gab mir seine Adresse. Ich fuhr ihn zu seinem Haus und öffnete die Eingangstür mit seinen Schlüsseln, und brachte ihn hoch, wo sein Bett stand. Ich legte ihn nieder, und verließ das Haus. Ich stieg in mein Auto und fuhr  zu meiner Lagerhalle, um meinen Truck zu holen. Ich zog meine übliche Entführungskleidung an und ging zu seinem Haus zurück, kletterte zum Fenster rein, krallte mir ihn, und nahm in mit zu meiner Lagerhalle.

Ich fesselte ihn, doch diesmal brachte ich mein Opfer nicht zum Halluzinieren. Ich trug noch meine Gasmaske, und saß da, darauf wartend, dass er aufwacht. Als er aufwachte, brach ich jeden Knochen in seinen Händen und Füßen. Er erleidete Höllenqualen. Ich verspürte wahre Glückseligkeit! Ich starrte ihn etwa zwei Stunden lang einfach nur an, bevor ich irgendetwas anderes tat. Ich tat das, weil ich wollte, dass er sich wie in einem Albtraum fühlt. Ich vergiftete ihn dann mit meinem eigenen Drogencocktail, der einen etwas erfahren lässt, was der Hölle relativ ähnlich sah. Ich ging dann schlafen. Nach etwa drei Stunden Schlaf kehrte ich zu ihm zurück. Die Drogen verloren ihre Wirkung. Ich konnte sehen, dass er wirklich sehr versucht hatte, zu flüchten, denn die Haut an seinen Armgelenken und Knöcheln war beinahe abgerieben. Ich servierte ihn dann mit etwas brennbarem Gas und anderen Dingen ab, über die ich nicht sprechen will. Nach all dem drehte ich mich um, um meine Messer und Hämmer zu reinigen, und als ich mich erneut umgedreht hatte, fand ich ich weder die Leiche, noch den Tisch vor, sondern eine weiß ausgepolsterte Zelle mit einem Notizheft in der Mitte mit den Worten "Schildern Sie ihr Leben in einer Geschichte". Also hob ich den Block auf und fing an zu schreiben: "Ich bin ein Soziopath. Ich sah mir meinen Familienstammbaum an, und..."

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Originaltitel: Sociopathic Tendencies

Link zum Original: http://creepypasta.wikia.com/wiki/Sociopathic_Tendencies

Autor: N ma Dlmhr

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