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Spürst du es?

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Spürst du es?

Diesen Satz hörte ich nun schon ein paar Wochen. Jedes Mal wenn ich ihn höre, fahre ich vor Angst zusammen und muss mich anstrengen, ruhig zu bleiben. Was ich an dem Satz so schlimm finde, wollt ihr wissen? Nun dann lauscht meiner Geschichte oder genauer gesagt den letzten Tagen.

Ich war ein ganz normaler durchschnittlicher Junge, Mittelmaß damals in der Schule, hatte viele Freunde und war immer neugierig. Diese Neugier sollte mein Leben verändern. Ich suchte für einen Kumpel nach verschiedenen Horrorszenarien und fand ein bestimmtes: Ein übernatürliches Wesen, was den Namen "die gefühlslose Frau" trug. Zwar war ich von dem relativ unspektakulären Namen nicht besonders angetan, doch wollte ich dieser Geschichte eine Chance geben. Es ging um Frauen, welche durchdrehten, da sie nach Jahren in einer Beziehung nichts mehr spürten und daraufhin Selbstmord begingen. Seitdem sollen sie als Geister durch die Welt streifen und jungen Männern das Gefühl von Liebe geben, doch wenn sie dieses nicht erwidern, würden sie diese umbringen. Schöne Geschichte , dachte ich: Doch irgendwie klischeehaft. Ich vergaß das Ganze und suchte weiter.

Einige Tage später fuhr ich mit meinem neu gekauften Wagen durch die Straßen, um von der Arbeit zu mir nach Hause zu kommen. Als ich gerade an einem Dorf vorbeifuhr, stand am Straßenrand ein
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e junge Frau. Eine Frau wie sie schöner nicht sein konnte. Sie wollte scheinbar per Anhalter fahren. Es war schon Abends, deswegen wollte ich einfach sehen, ob ich etwas für sie tun konnte.

Ich hielt neben ihr an und fragte: Wollen Sie irgendwohin? Sie lächelte und sagte mit solch einer lieblichen Stimme:Einfach weg von hier. Über diese Antwort war ich ein wenig verwundert, doch öffnete ich dann doch die Tür und sagte: Steig ein. Sie stieg ein, schloss die Tür und sagte: Danke, du bist lieb. Danke du bist lieb?, dachte ich: Klingt irgendwie süß und für ihr Alter doch falsch. Es war so ungewöhnlich. Wäre ich doch nicht so ein Idiot gewesen, hätte einfach nicht reagiert und hätte spätestens da gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Doch war ich jung und zur Zeit Single. Sie schnallte sich an und dann fuhr ich einfach los.

Spürst du es?, tönte es plötzlich in meinem Kopf, ich dachte, das junge Mädchen hätte dies gesagt, doch sie verneinte es nur. Wie heißt du eigentlich?, fragte ich sie und sie antwortete: Claire. Ich kannte noch keine Claire zuvor und sagte: Schön dich kennenzulernen. Ich freue mich noch viel mehr, dich kennenzulernen, sagte sie und lehnte ihren Kopf an meine Schulter. Mich durchfuhr ein Gefühlsmischmasch aus Zuneigung und Verwirren. Sie verhielt sich so anders, so menschenfremd, als würde sie nur für Lust leben und als mir das durch den Kopf ging, hörte ich wieder diese Stimme: Spürst du es? Es klang wie diese wunderschöne Frau, welche sich an mich schmiegte, doch sagte sie währenddessen: Darf ich bei dir übernachten, ich fühle mich so alleine.

Ich fuhr an den Straßenrand. Irgendwas stimmte hier ganz und garnicht. Mein Herz schlug schneller, als je zuvor. Ich muss mir kurz dir Beine vertreten, sagte ich zu ihr und stieg aus. Sie blickte mir mit ihrem traurigem und doch so schönem Blick hinterher und sagte: Warte, ich komme mit dir. Eigentlich wollte ich doch nur kurz weg von ihr, um klare Gedanken zu fassen. Ich beobachtete, wie sie ausstieg und auf mich zu lief. Sie umarmte mich und fragte mit einer so unschuldigen Stimme: Stimmt was nicht? Spürst du es?, wieder hörte ich es. Ich log und sagte: Nein alles okay. Ich wollte sie ablenken, weil ich an die Geschichte der gefühllosen Frauen denken musste und sagte: Ich bin nur etwas nervös. Ich meine, ich habe noch nie so etwas Schönes wie dich gesehen. Du bist zu süß, sagte sie und küsste mich. Mir war plötzlich ganz kalt. Es war ein wundervoller Kuss, doch fühlte ich, wie ich schwächer wurde.

Wir standen so küssend eine gefühlte Stunde, dann ließ sie von mir ab und sagte: Komm lass uns nach Hause fahren. Zu dir nach Hause. Meine Furcht überwog im Vergleich zu meinem Verlangen nach mehr. Ich stieg in das Auto ein und sie tat es mir gleich. Bevor wir losfuhren, nahm sie meine Hand und legte sie auf ihre Beine. Sie legte ihre andere Hand an mein Gesicht, drehte es zu sich und küsste mich wieder. Spürst du es? Ich hoffe du spürst es, sonst ist nun dein Ende, als ich dies wahrnahm, packte mich die Angst. Ich hörte auf, sie zu küssen und versank in Gedanken.

Liebst du mich? Willst du mich?, diese Worte unterbrachen meinen Gedankengang. Sie saß da, sah mich mit einen so erwartungsvollen Blick an. Nix lieber als das, sagte ich mit einem Lächeln auf dem Munde. Ich weiß, dass du lügst!, sagte sie mit einer dämonischen Stimme, während ihre Augen sich pechschwarz färbten. Nun war ich überzeugt, es war eine gefühlslose Frau. Doch ich sage die Wahrheit, soll ich's dir beweisen?, sagte ich und fing an sie wieder zu küssen, während ich versuchte an die Tür hinter ihr zu gelangen. Sie wurde wilder und ich hörte wieder diese Stimme sagen: Spürst du es? Los spüre die Liebe!

Ich musste es tun. Ich öffnete die Tür hinter ihr und trat sie raus. Ich schloss schnell die Tür und fuhr weiter. Als ich in den Rückspiegel sah, war sie nirgendswo hinter mir. Seltsam... Aber egal, endlich bin ich sie los, sprach ich so vor mich hin. Du wolltest mich also loswerden, sowas ist nicht nett, Süßer, sagte jemand. Ich drehte mich zum Beifahrersitz und da saß sie. Immer noch genauso so schön wie vorher, doch dies machte mir nur mehr Angst. Du machst es nun wieder gut, indem du mit mir nach Hause fährst und mich liebst, sagte sie. Ja... ja okay, stammelte ich voller Angst und fuhr weiter nach Hause.

Als ich dort ankam, stieg sie aus und lief einfach durch die Tür, ohne sie zu öffnen. Ich folgte ihr, öffnete mit dem Schlüssel die Tür zu meinem Haus und ging hinein. Ich hörte wieder eine Stimme in meinem Kopf: Spürst du es? Wenn ja gehe hoch zu ihr. Ich ging die Treppe hoch und in mein Schlafzimmer, dort lag sie in Unterwäsche und sprach: Komm her und mache es wieder gut. Ich hatte ein Taschenmesser in der Hosentasche, doch gab ich mich erst ihr hin.

Ich lag die ganze Nacht wach und wartete auf den perfekten Zeitpunkt. Sie schlief, komisch Geister können schlafen, komisch aber egal, ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken. Ich zog mein Messer aus der Hosentasche und holte aus. Dort lag die wunderschönste Frau, die ich je sah in meinem Bett und ich muss sie loswerden? Was für eine Ironie. Ich spürte wie ihre Haut nachgab und sich das Messer in sie weiter bohrte. Doch dann packte sie nur meinen Arm, drehte ihren Kopf zu mir und blickte mich mit ihren pechschwarzen aufgerissenen Augen an. Was tust du da?, fragte sie mit ihrer dämonischen Stimme. Es tut mir leid, sagte ich, während ich immer mehr in Angst versank.

Sie packte mich nun mit der anderen Hand am Hals und schrie:Warum kannst du mich nicht einfach lieben? Weil du kein Mensch bist, sprach ich, die Luft verlierend. Aber ich bin doch alles, was du dir wünschst, sprach sie und ich wusste, sie war genauso, wie ich mir eine Frau wünschte, außer der Tatsache, dass sie ein Geist war und mich umbringen wollte. Ich gab ihr keine Antwort und sie wurde wütender. Sie warf mich durch das halbe Zimmer, schlug mich dann ein paar Mal, bis ich einen rumliegenden Schuh packen konnte und sie damit schlug.Spürst du es? Du wolltest keine Liebe mehr spüren, also spürst du nun Angst!, sagte die Stimme.

Sie lies kurz von mir ab, sodass ich losrennen konnte. Ich rannte die Treppen hinab und wollte durch die Tür gehen, doch konnte ich diese nicht öffnen. Nun wollte ich ein Fenster zerschlagen, doch diese gaben kein bisschen nach. Dann stand sie plötzlich vor mir und steckte ihre Hand in meine Brust. Ich spürte nix mehr, nur noch Kälte und Angst. Sie küsste mich wieder und sagte dann: Du hättest mich, als  deine Traumfrau haben können, aber du lebst lieber mit Menschen, aber da du mich nicht mehr liebst, wirst du nun weiter Schmerzen fühlen, sagte sie und ich spürte immer mehr Schmerzen. Ich ging zu Boden. Sie stand über mir und sagte:Du hast aber anders als 'andere wirklich daran gedacht mich zu lieben, deswegen wirst du leben dürfen. Ich verlor das Bewusstsein. Spürst du es? Nun spürst du Schmerzen!

Während ich schlief, hörte ich es immer wieder:Spürst du es?  Ich erwachte im Krankenhaus, als ich ihnen erklärte, was geschehen war, erklärten sie es für ein Ergebnis eines Schocks, doch ich wusste, was wirklich geschah. Seitdem hörte ich immer wieder diese Stimme:Spürst du es? 

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