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Endlich Sommerferien... Naja, dies dachte sich Tom. Er verlies gerade das Schulgebäude, in seiner rechten Hand hielt er sein Zeugnis. Eine Windböe kam auf. Toms dunkelbraune Haare wehten durch die Luft. Er blieb stehen und fasste sich an den Kopf. „Ich hatte es ja fast vergessen!“, murmelte er.

Der Weg zu seinem Zuhause schien endlos, und er trödelte extra, um Zeit zu schinden. Als er aber dann zu Hause ankam, wartete bereits seine Mutter auf ihn: „Schatz ich habe dir dein Essens gemacht, du musst dich beeilen damit wir gleich los können!“ sagte sie hektisch. Tom machte einen Schritt in die Küche, in der es derbe nach Milchreis roch, und nahm sich einen Teller aus dem hellen Holzschrank rechts von ihm. Beim Umdrehen schlug er mit seinem Fuß die Schranktür zu. „Was soll das!?“, zischte seine Mutter und zog vor Zorn eine Falte auf der Stirn. „Mum ich habe keinen Bock auf dieses Camp!“, sagte Tom genervt.


Er füllte sich den Teller mit heißem Milchreis. „Aber Tommy, es wäre doch toll wenn du da einige Kontakte knüpfen würdest!“, sagte seine Mutter und sah ihn an. „Mum, ich brauche weder Freunde, noch ein Sozialleben! Ich bin so glücklich!“, knurrte Tom. Er stritt sich mit Mutter beim Essen. Letztlich packte er doch seine Tasche, in die er jedoch nur einige Sachen stopfte. „Schatz, kommst du?!“, rief seine Mutter die Treppe hoch. Tom antwortete nicht, schnappte sich einfach nur seine Tasche und ging runter. Er sah seine Mutter an, mit Blicken die hätten töten können. Die beiden stiegen in das rote Auto ein.


Die Fahrt ging los. Tom lehnte sich zurück und starrte einfach geradeaus. „Tom, lächle doch mal!“, sagte seine Mutter. Aber Tom drehte seinen Kopf einfach weg. Das Licht stach in den Augen und behinderte die Sicht der Beiden. Dann aber fuhren sie durch einen Wald. Das Licht wurde zu dunklen Schatten, die merkwürdige Muster bildeten. Die tiefgrünen Bäume verbreiteten eine friedliche Atmosphäre. Gleich kam in Tom ein anderes Gefühl auf. Wie wenn er hier sicher und zuhause wäre. Dennoch redete er nicht mit seiner Mutter. Nach einer kurzen Fahrt kamen sie an einem Parkplatz an. Dort standen auch schon die Busse der Leute die aus Schulen kamen, die sehr weit weg waren. „Viel Spaß, Tommy!“, sagte seine Mutter und drückte ihm einen Kuss auf seine Stirn.


„Jaja.“ zischte er, stieg aus dem Auto und ging zum Kofferraum rüber. Er machte ihn auf und holte sich seine Tasche raus. Danach ging er ging zu einer der Anmeldungen, die auf dem Parkplatz standen. Hinter einer dicken Glasscheibe saß eine Frau mittleren Alters: „Guten Tag, wie kann ich dir helfen?“, fragte die Frau nett und zog ein gefälschtes Lächeln. „Ich wollte mich hier anmelden...“, sagte Tom zögernd. „Okay!“, sagte sie und holte einen Stift aus ihrer rechten Brusttasche. „Vor- und Nachname, Geburtstag und Telefonnummer.“, sagte die Frau. „Tom Hagen. Ich bin geboren am 2. 6. 1998. Und meine Telefonnummer lautet 13627.“ sagte Tom. Die Frau trug diese Daten in eine Leiste. „Gib mir bitte deine linke Hand.“, forderte die Frau. Tom gab ihr seine linke Hand. Sie drückte ihm einen blauen Stempel auf den Handrücken. „Du gehörst zu Haus 6.“, sagte die Frau. Tom nickte und ging zu den Hütten, die zwischen einigen Bäumen lagen.


Dort hörte er schon einige Kinder schreien und brüllen. Sie schienen zu spielen. Er ging zur Hütte 6 rüber, wo allerdings noch niemand war. Tom ging vorsichtig in die Hütte. Die alten Dielen quietschten bei jedem Auftreten. Tom sah zu den Betten rüber die an den Wenden standen. Er sah das in jedem der Betten einer schlief, da die Betten nicht gemacht waren und die Matratzen Beulen hatten. Nur dann hörte er ein Klopfen. Er riss seine Augen auf und drehte sich um. „Es tut mir so Leid.“ sagte eine zittrige Stimme, bei der Tom ein Schauer den Rücken runterlief. Er drehte sich vorsichtig um. Dort stand eine ganz faltige alte Frau. Sie trug eine Uniform, die komplett grau war, so wie ihre lockigen Haare. „Wieso? Was ist denn los?“ fragte Tom. Die alte Frau kam in die Hütte. „Fünf Jungen deines Alters sind gestern Nacht verschwunden. Sie wollten runter zum Strand aber sie kamen nicht wieder. Ihre Betten habe ich noch nicht gemacht, aber es tut mir leid, das du alleine schlafen musst.“ sagte die Frau.



Tom lächelte. „Ach das macht mir gar nichts aus!“ sagte er und versuchte nett zu wirken. Die alte Frau nickte und verließ die Hütte. „Verschwunden, hm?“ dachte Tom. Er packte alles aus und räumte es in die Schränke. Nur dann fiel ihm ein Zettel auf, der auf einem der Stockbetten lag. WER DAS FINDET SOLLTE ES LESEN! stand dort. Tom wendete den Zettel. Dort standen komische Zeichen. Er drehte den Zettel um und es änderte sich nichts. Er zerknüllte ihn, weil er dachte, dies sei nur wieder ein Scherz, um Neulinge zu verschrecken. Spät am Abend gab es Essen in der Kantine. Überall saßen Leute und waren am reden oder lachen. Tom aß alles schnell auf und ging wieder in seine Hütte.


Er zog sich um und legte sich ins Bett. „So schlimm ist es hier nicht!“ sagte er und lächelte. Mitten in der Nacht wurde Tom von einem Schrei geweckt. „Was war das?!“ sagte er und setzte sich auf. Dabei schlug er sich noch seinen Kopf an dem Bett über ihm an. Er fasste sich an seinen Haaransatz. „B-blut!“ stotterte Tom. Er stand vorsichtig auf und ging zum Fenster rüber. Dort sah er nur einen Schatten. Den Schatten eines großen Mannes und den einer Kettensäge. Tom duckte sich, um sich vor dem Feind zu verstecken. Sein ganzer Körper zitterte und er fing an zu schwitzen. Das Kreischen der Kettensäge war zu hören. Blut spritzte an Toms Fenster. Er wagte einen Blick hindurch. Nur... da war kein Mann mehr. Er war verschwunden.


Tom atmete einmal tief ein und wieder aus. „Gut dass der weg ist!“ sagte Tom. Die Tür quietschte und öffnete sich. Tom sah schlagartig zur Tür rüber. „Hast du was gesagt!?“ sagte der Mann und startete seine Kettensäge. Tom hatte panische Angst. Ihm blieb keine andere Möglichkeit, als aus dem Fenster zu springen. Die Scherben bohrten sich durch seine Haut, als er

auf den Boden stürzte. Als er seine Augen aufriss sah er, dass sein

rechter Arm in einer Leiche steckte. Sie schien aufgeschnitten worden zu sein. Er zog seinen Arm aus den Innereien heraus, woraufhin das Blut seinen Arm runterlief. Der Kettensägenmann stürmte aus der Hütte und war nun hinter Tom her. Er flüchtete in den Wald.


Überall hingen Gedärme. Blutspritzer waren an den Baumstämmen. Dieser ganze Ort hier ist eine einzige Tötungsanstalt!, dachte Tom und rannte immer tiefer in den Wald. Er drehte seinen Kopf und sah den Mann nicht mehr. Tom versteckte sich hinter einem der Bäume. Er hörte die Schritte des Mannes. Nur war sein Herzschlag so laut, dass er kaum etwas hörte. Immer wenn er ausatmete, bildete sich eine Rauchwolke vor seinem Gesicht. „Ich kann dein Blut riechen, kleiner Junge!“ sagte der Mann und ging durch den Wald. Tom sah sich um. Als er den Mann nicht mehr hörte, rannte er los. Er wollte auf eine Hauptstraße treffen um Hilfe zu holen. Nur dann durchtrennte etwas seine Achillessehnen. Tom schrie auf und fiel zu Boden. Er sah verzweifelt zum Sternenhimmel hoch, als der Mann ihn auf den Rücken drehte.



Er startete seine Kettensäge und schnitt Tom auf. Dieser war noch bei vollem Bewusstsein und schrie immer wieder. Der Mann hatte Tom aufgeschnitten und legte nun seine Kettensäge beiseite. Tom verlor sein Bewusstsein. Nur dann hämmerte der Psychopath Tom eine Spritze mit einer grünen Flüssigkeit in seinen Rechten Oberarm. Tom wurde wieder wach. Er sah zu dem Mann hoch. Der griff in den Bauchraum von Tom und riss ihm seine Gedärme raus. Tom schrie immer lauter nur niemand konnte ihn hören. Tom sah sich gezwungen sein jetziges Dasein aufzugeben. Die Tränen tropften auf den Waldboden. Toms Herz schlug immer weiter. Der Mann zeigte Tom seinen Darm und legte ihn ihm um den Hals. Toms Blut strömte aus seinem Bauchraum.


„Und jetzt kommt mein Lieblingsteil!“, sagte der Psychopath und lachte. Er nahm Tom sein Herz heraus und steckte es ihm in den Mund. Toms Herz war immer noch mit einigen Nerven verbunden und schlug immer noch. Tom war also immer noch anwesend. Toms Mund lief voller Blut.


Die Leiche von Tom wurde nie gefunden. Nach 5 Jahren kam ein Junge namens Jill. Ebenso wie Tom erging es ihm, und ebenso wie ihm erging es vielen Generationen in späterer Zeit.

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