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Nur um mich ganz kurz vorzustellen. Mein Name ist Alexander, zu dem Zeitpunkt wo ich das gerade schreibe bin ich sechzehn Jahre alt. Das ist eigentlich das wichtigste was ihr über mich wissen müsst. Nun zu dem was mir geschehen ist. Angefangen hatte alles ganz harmlos, ich hatte es damals nicht einmal bemerkt oder gar geahnt. Nun um alles besser zu erläutern, werde ich am besten von ganz vorne beginnen. Also alles begann, zumindest glaube ich das, dass ich immer mehr das Gefühl bekam, dass alles woran ich dachte, auf irgendeiner Weise doch geschah. Wie zum Beispiel, dachte ich daran wie schön es doch wäre, wenn morgen die Schule ausfallen würde, dann tatsächlich am nächsten Tag bekam ich einen Anruf das die Schule wegen eines Brandes ausfiel. Erst dachte ich es wäre mit Sicherheit nur Zufall, doch es passierte dann immer häufiger. Als ich eines Tages einen heftigen Streit mit einem Jungen aus meiner Schulklasse hatte, wünschte ich mir sehr zu diesem Zeitpunkt, dass dieser einfach aus meinem Leben verschwindet würde. Natürlich meinte ich dies nur, weil ich sauer auf ihn war, aber es geschah tatsächlich, nach nur wenigen Tagen kam er nicht mehr in die Schule. Erst dachte ich mir nichts dabei, da dieser vielleicht krank gewesen war, doch als es mir zu Ohren kam, dass dieser vermisst wurde, bekam ich es mit der Angst zu tun. Ich meine vielleicht war es wieder nur Zufall, aber konnte dies denn wirklich sein? Na ja, es kam hinzu dass ich mich auch die ganze Zeit unwohl und beobachtet zu fühlen begann. Ich versuchte immer wieder irgendeine plausible Erklärungen zu finden, etwas das alles erklären könnte. Ich hatte eine Idee um heraus zu finden, ob diese Dinge die in letzter Zeit passiert sind wirklich nur Zufall sind. Ich fing darüber nach zu denken, wie mich doch dieser eine Baum im Vorgarten stören würde und dachte wie schön es doch wäre, wenn dieser umfallen würde. 

Erst passierte rein gar nichts, doch als ich eines Morgens aufwachte, lag dieser auf dem Boden. Ich ging hinaus, wollte mir das ganz genau ansehen. Jemand oder etwas hatte den Baum bis auf die Wurzeln heraus gerissen. Ab diesen Moment verstand ich, dass etwas nicht normal war. Das schlimme war ich hatte keine Ahnung was mit mir nicht stimmte oder was genau los war. Erst dachte ich darüber nach, dass ich vielleicht spezielle Fähigkeiten besitze, aber das war von mir zu dieser Zeit einfach nur Naiv. Denn alles wurde nur schlimmer. Ich hatte begonnen paranoid zu werden, es fühlte sich an, als ob ich niemals alleine wäre. Natürlich sprach ich mit meinen Eltern darüber, doch sie stuften alles was ich ihnen erzählte, nur als Fantasie ab. Das war natürlich auch am einfachsten. Nun es häuften sich immer mehr solche Dinge an, die einfach passierten nur, weil ich an diese Sachen gedacht habe. Mein Zustand verschlechterte sich immer mehr, ich ging kaum noch zu Schule, weil ich pure Angst hatte. Wovor? Keine Ahnung, ich hatte einfach nur Angst, dazu kam noch dieses unangenehme Gefühl beobachtet zu werden und nicht alleine in einen Raum zu sein. Weil ich mich immer mehr zurück zog und kaum noch das Zimmer verliess, wurden meine Eltern endlich aktiv. Sie gingen mit mir zu einem Psychologen, dieser hatte nach nur wenigen Minuten, schon eine Diagnose parat und verschrieb mir irgendwelche Medikamente. Diese halfen mir jedoch nicht, es machte alles irgendwie noch schlimmer, da ich sogar begann immer irgendwelche Gestalten zu sehen, doch als ich genauer hinsah war dort nichts. Ich wurde langsam verrückt, dachte ich immer. Das schien Tag für Tag, leider die Wahrheit zu werden. Ich weigerte mich irgendwann aus dem Haus zu gehen, schloss mich im Zimmer ein und sass stundenlang auf dem Bett, die Wand anstarrend. Alleine war ich nie, dass wurde mir klar. Jemand oder etwas war bei mir. Ich fing an ein Atmen zu hören, es war kein regelmässiges, ruhiges Atmen. Nein, es war ein unglaubliches lautes, röchelndes Atmen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich meine Eltern entschieden mich in die Klapse zu stecken, dort wurde ich immer nur mit irgendwelchen Medikamenten zu gedröhnt, weil ich begann zu schreien. Ich schrie, weil ich das Gefühl hatte, etwas würde mich berühren. Ich sprang meist auf, schrie aus Panik und versuchte aus dem Raum, wo ich mich befand zu fliehen. Es nützte nichts, denn es folgte mir. 

Da kam dieser eine Tag, dort wo ich begann zu sehen, was mit mir in einem Raum war. Dieses Ding war nicht menschlich. Es war so unglaublich hässlich und gross. Sein Kopf bestand aus einem Stierschädel, an dem vorne an der Schnauze noch Fleisch dran war. Der Kiefer schien ausgerenkt, den er hing nach unten, deshalb konnte ich seine vielen Zähne sehen, die durcheinander in seinem Maul angereiht waren, als ob sie spontan dort hinein gesetzt worden sind. Seine lange Zunge hing ihm aus dem Maul, den er niemals schloss. Es hatte keine Augen, oder wo diese Augen sein mussten, waren nur leere Augenhöhlen, aber es sah mich. Sein Blick war immer auf mich gerichtet, es wendete sich niemals von mir ab. Dann waren da noch seine unglaublich langen Gliedmassen. Zwei lange, dünne Arme und seine Hände ähnelten die von einem Menschen, doch an diesen waren scharfe Klauen angebracht. Sein Körper ähnelte eigentlich auch einem Menschen, auch wenn dieser einfach zu lang und zu dünn war. Es schien wie abgemagert, da man die Knochen durch die bräunliche Haut sehen konnte. Zum Schluss waren da noch seine genauso langen, dünnen Beine. 

Die meiste Zeit stand er regungslos da, beobachtet mich, als ob er wartete bis ich ihm ein Befehl gebe. Wenn ich in einen anderen Raum ging, folgte es mir. Es bewegte sich schnell, es lief entweder normal hinter mir her oder kletterte mit seinen langen Gliedmassen über die Decke. Niemand ausser mir sah ihn und glauben tat mir auch niemand. Ich versuchte an manchen Tagen sogar tatsächlich mit diesem zu reden, doch bekam nie eine Antwort. Es blickte mich mit seinen leeren Augenhöhlen nur weiter an. 

Mein seelischer Zustand verschlechterte sich immer mehr, ich sass bald fast nur bewegungslos da, unterhielt mich mit keinem, auch wenn ich es wollte. Ich konnte einfach nicht. Dieses Ding kam immer näher Tag für Tag. Es kam dazu das es weniger als ein Meter vor mir stand. Regungslos stand es da, mich anblickend. Ich versuchte am Anfang irgendwie Abstand zu gewinnen, doch es klappte nicht, dann gab ich schliesslich auf. Dieses Ding nahm alles von mir, alles geistige. Bis ich nur noch eine Hülle war. Ich war da, aber konnte nicht mehr klar denken oder irgendwelche Handlungen selber vollbringen. Wie eine Puppe sass ich da, wartete darauf irgendwann vom Tod erlöst zu werden. Dieses hässliche Ding war verschwunden, als es mir den letzten klaren Gedanken aus meinem Kopf hinaus riss und mich zu einer willenlosen Hülle machte. 

Ja, das war mein Alexander. Er hatte potenzial, aber er endete wie alle meine Opfer endeten. Seine geistige Psyche war lecker, sie langsam aus ihm heraus zu saugen, war einfach. Dies fertig zu schreiben, war einer seiner letzten Gedanken, fast schon sein letzter Wille. Natürlich habe ich es für ihn getan. Er sagte noch ich soll mich vorstellen. Nun gut, auch dass werde ich machen. Ich habe keinen bestimmten Namen. Ein alter Mann, nannte mich einmal „Taurus“, es war eigentlich nur das Wort Stier auf lateinisch, aber irgendwie mochte ich diesen Namen. Zumindest war dieser besser als die anderen wie Monster oder einfach nur das Ding. Nun gut, wissen müsst ihr nur dass ich das geistige in einem Menschen esse. Bevor es jemand überhaupt bemerkt, dass ich da bin, ist es zu spät, aber es ist ja auch nicht so, als ob sie jemals etwas dagegen tun könnten oder? Mehr muss ich auch nicht sagen, da ich getan habe was mein Alexander wollte und ich mich jetzt schon jemand neues ausgesucht habe, da ich wieder diesen unstillbaren Hunger besänftigen muss. 

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