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Es war spät am Nachmittag, als ich von der Arbeit nachhause kam. Ich bin Richter und hatte heute und die letzten Tage viel zu tun. Eigentlich hätte ich noch mehr zu tun gehabt, doch wenn der Feierabend naht, dann ist man mit den Gedanken schon weg und macht mehr Fehler. Ich hatte schon oft das Problem der Überarbeitung, also ging ich etwas früher nachhause. Ich öffnete den Briefkasten und nahm einen Packen Briefe hervor, dann ging ich zur Haustür und öffnete diese einen Spalt… Ich hatte das Gefühl, dass jemand in meiner Abwesenheit hier war oder gar noch immer hier ist. Ich konnte nicht sagen, was mir dieses Gefühl gab, aber ich war mir ziemlich sicher. Ich schrie nur: 


„Ist hier jemand?... Hallo, ist jemand da?...“,  


doch keiner antwortete. Trotz des negativen Bauchgefühls betrat ich den Flur meines Hauses, schaltete das Licht an und schloss die Haustür hinter mir. Ich ging in die Küche, schnappte mir ein Messer und schaute in jeden Raum und auch in jedem Schrank nach, ob da etwas fehlte oder ob da jemand sei, mit der Entschlossenheit sofort zuzustechen sobald sich etwas bewegen würde, doch ich war alleine. Auch das Geld lag noch auf der Kommode. Anscheinend hatte ich wohl etwas überreagiert. Ich ging wieder zurück in die Küche und legte das Messer wieder in die Schublade, aus der ich es rausgeholt hatte, dann nahm ich mir eine Flasche Cola mit einem Glas, ging zum Wohnzimmer und setzte mich auf meine Couch. Ich war ziemlich müde, doch ich konnte nicht wirklich schlafen gehen da ich meinem Nachbarn, welcher seit heute Morgen im Krankenhaus lag, versprochen hatte heute, auf seine kleine Tochter aufzupassen, während er untersucht wird. Sind ja nur zwei-drei Stunden bis er wieder kommt. Der arme Kerl ist vor kurzem einfach ohnmächtig geworden, doch ich habe nicht genug mitbekommen, um darüber etwas sagen zu können. Ich hatte noch etwas Zeit, bis seine Kleine mit meiner Tochter gemeinsam aus der Nachhilfe zu mir kamen. Ich schnappte mir die Briefe und öffnete diese; hauptsächlich Werbung, bis auf einen Brief. Es war nichts angegeben… Kein Absender und kein Empfänger. Ich öffnete diesen Brief und fand darin eine kleine schwarze Feder 
Ich wusste nicht wirklich was das zu bedeuten hatte. Plötzlich hatte ich wieder dieses komische Gefühl im Bauch… Dieses Gefühl, dass jemand hier ist… direkt hinter mir… Aber so sehr ich mich auch umschaute, fand ich niemanden. Ich ließ die Rollladen runter, in der Hoffnung mich besser zu fühlen. Dann setzte ich mich zurück auf meine Couch und schaltete den Fernseher ein. Doch es schien, als hätte die Satellitenschüssel eine Störung, denn es kam nur ein Rauschen aus dem Fernseher. Kaum schaltete ich den Fernseher wieder aus, hörte ich Schritte… Schritte aus meinem Haus! Diese kamen aus der Küche. Ich wollte gerade entgegengehen, als ich merkte, dass diese auf mich zukamen.


„Gleich ist das Schwein um die Ecke und dann mach ich den Einbrecher kalt“ dachte ich mir…

Die Schritte waren nun hinter der geschlossenen Wohnzimmertür (Ich hasse offene Türen, deshalb schließe ich jede Tür), doch die Tür ging nicht wie erwartet auf! Stattdessen hörte ich die Schritte, wie sie durch die Tür gingen... mit langsamen und schlurfenden Schritten direkt auf mich zu. Zudem hörte ich ein leises, aber schweres Atmen… Ich bekam Panik, ich zog die Rollladen hoch und rannte auf die Terrasse. Doch die schlürfenden Schritte waren weiterhin hinter mir. Ich sprang über den Zaun, lief einige Meter von meinem Haus weg und drehte mich dann wieder zu meinem Haus um. „Vielleicht hab ich mir das ganze eingebildet“ flüsterte ich leise zu mir. Auch die Schritte waren verschwunden… Ich habe gerade mit dem Gedanken gespielt wieder nachhause zu gehen, als ich wieder die Schritte hörte… Vor mir… Mitten auf der Straße. Ich bekam wieder Panik und rannte die Straße runter. Ich hatte keine Ahnung, was das „Ding“ hinter mir war. Zum Glück wohne ich nicht weit weg von einer Polizeistation, wohin ich letztendlich lief. Ich rannte in das Gebäude und bat um Hilfe. Die Dame am Empfang schickte mich gleich weiter, ohne mich anzuhören, durch einen Metalldetektor in ein Büro. Dort würde ein 'Beamter der mir helfen wird‘ sitzen, sagte sie zu mir. Ich betrat das Büro und erklärte dem Beamten, was vor sich ging. Ich erzählte ihm von den Schritten, dem Keuchen und von der Feder, doch dieser schien sich nicht besonders für mich zu interessieren. Er sagte mir nur „Rufen Sie die Geisterjäger an, das ist nicht unser Gebiet“… Ich erkannte die Häme und seinen spöttischen Unterton. Ich hatte nochmal erklärt, dass ich es ernst meinte und Angst hatte. Dann stand der Beamte auf… „Folgen Sie mir, ich glaube, ich kann Ihnen doch helfen…“ 

„Endlich“ flüsterte ich erleichtert zu mir. Ich folgte ihm durch das Gebäude. Er ging die Treppen runter und durch einige Türen. Dann kamen wir vor eine Stahltür die er mit einer Magnetkarte öffnete. Wir gingen hindurch. Ein Flur mit vielen Türen an der Seite. Plötzlich sagte der Beamte „Gehen Sie dort rein, ein Kollege wird sich gleich um Sie kümmern". Ich öffnete die schwere Tür und setzte mich an den Tisch, welcher mitten im Raum stand. Ich hörte wie die schwere Tür hinter mir zufiel.

„Keine Sorge, mein Kollege kommt gleich vorbei. Sie können Ihm alles hier in Ruhe erklären. Leider wird unser Konferenzraum renoviert, sodass nur dieser Raum frei ist. Dieser Raum lässt sich nur von außen öffnen; ich hoffe, dass Sie nicht unter Platzangst leiden. Dauert nur einige Minuten“

„Danke, das passt schon. Bitte holen Sie Ihren Kollegen schnell. Es ist dringend!“ sagte ich. Der Beamte verschwand.

Nun saß ich hier in einer Zelle, die als Ersatz für einen Konferenzraum dienen sollte, da hörte ich, dass jemand die Treppen runter kam. „Endlich kommt sein Kollege“ dachte ich, doch ich sah niemanden… Die Schritte waren nun vor der Zellentür. „Nein! Das gibt’s doch nicht“ dachte ich… Es war nicht der Beamte, sondern die Schritte vor denen ich weggelaufen bin! Sie tappten durch die Gitter auf mich zu. Ich war gefangen und konnte nicht mehr fliehen. Ich kauerte mich in eine Ecke… immer lauter wurden die Schritte, welche sich in meine Ecke begaben… Ich hörte wieder dieses schwere Atmen…Ich konnte nicht fliehen und die Schritte kamen auf mich zu…
Das ist alles an was ich mich erinnere. 
Ich wachte in einem Krankenhaus auf, weil ich in Ohnmacht gefallen war. Ein Beamter hat den Notarzt verständigt und dieser hat mich gleich in ein Krankenhaus verfrachtet… Niemand wusste was mit mir war. Der Arzt erklärte mir, dass es nicht normal sei einfach so in Ohnmacht zu fallen. Da es keinerlei Anzeichen gab was die Ursache sein könnte, wurde ich, noch während ich ohnmächtig war, untersucht. Es kam heraus, dass ich trotz Ohnmacht, starke Gehirnaktivitäten hatte. Der Arzt hat mir gesagt, dass er mich einige Tage hier behalten möchte um mich zu untersuchen.

„Was ist mit meiner kleinen Tochter?“ fragte ich den Arzt.

„Haben Sie Familie, die Ihre Tochter solange aufnehmen kann? Freunde? Nachbarn? Bekannte?“ Fragte er.

„Ja, einen Nachbarn… welcher mittlerweile wieder zuhause ist.“ Sagte ich. Ich gab dem Arzt die Kontaktdaten meines Nachbarn und später meldete der Arzt mir, dass mein Nachbar solange auf meine Tochter aufpassen kann.

Ich willigte ein und blieb die erste Nacht im Krankenhaus… Nachts hatte ich einen komischen Traum… Ich träumte, dass ich durch ein Haus in meiner Stadt gehe… Das Haus meines Nachbarn. Ich sehe den Nachbarn in meinem Traum, gehe langsam auf ihn zu und höre mich selbst atmen... Er rennt weg von mir… Warum?

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