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Es ist Freitag, der 13, und schon sehr spät. Vorfreude kommt in mir auf, denn ich weiß, dass ich heute Nacht ein paar Hausbesuche machen darf. Aber nicht irgendwo. Sondern bei denen, die dem Teufel entkommen sind. Ich bin kein Mörder, eher ein Retter der Welt. Ich habe meine Seele nicht umsonst an den Teufel verkauft. Nun darf ich böse Menschen zur Strecke bringen. Leute, die der Teufel in seine Hölle geschickt hat. Und diese sind entkommen und leben friedlich weiter.


Es ist 10 Uhr abends, ich knie auf einer verlassenen, mit Schnee bedeckten Straße, ignoriere alles um mich herum. Trage einen hellgrauen Hoodie, die Kapuze auf meinem Kopf, und eine zerrissene Jeans. Mit trauriger Miene schaue ich auf den Schnee. Was wäre, wenn du den Vertrag nicht freiwillig unterschrieben hättest? Ich bekomme Kopfschmerzen, wenn ich daran denke, wie der Teufel fast meine Familie umgebracht hat. Und ich würde so gerne wieder ein normales kindliches Leben führen, wie früher. 


Mein Körper ist kalt, sehr gefroren, doch ich kann nicht sterben, denn die Hitze in mir lässt mir die Kälte des Winters nichts anhaben. Ein ungefähr 1,73m großer Mann steht acht Meter hinter mir. Ich spüre es, denn ich habe eine Gabe. Ich kann alles im Umkreis von fünfzig Metern um mich herum spüren. So kann mich niemand überraschen. Doch für diese Gabe habe ich meine Augen verloren. Der Mann entdeckt mich und ruft: „Hey! Kleine Kinder dürfen hier nicht spielen! Die Straße darf nicht betreten werden! Hau ab, du hast hier nichts verloren!” Ich bleibe Regungslos, während der Fremde näher an mich heran kommt. Er steht nun zwei Meter hinter mir. „Bist du Taub oder was? Du hast hier nichts verloren!”, brüllt er wütend. Ich fange an zu reden: „Woher wollen sie wissen, dass ich hier nichts verloren habe?” Ich hole meine Glasaugen heraus und drehe mich zu dem Mann um. Erschrocken blickt er mir in meine leeren Augenhöhlen. „I- ich hatte ja keine Ahnung. Warum bist du hier? Hast du dich verlaufen? Was ist mit deinen Eltern?”, fragte er neugierig. „Ich habe keine. Und jetzt lassen sie mich in Ruhe!”, antwortete ich genervt. Ich stand auf, der Mann auf mich starrend. Ich gehe die Straße herunter und überlege mir, wie ich die bösen Menschen, die dem Teufel entkamen zur Strecke bringen werde. Meine Aufgabe ist es nämlich, jeden Freitag, den 13. Höllenflüchtlinge wieder in die Hölle zurückzubringen. Ich habe Zeit bis 6 Uhr. Wenn ich es nicht tue, werde ich qualvoll sterben.

Es ist jetzt 12:30 Uhr und ich sitze am Bahnhof auf einer Bank, um auf den Zug zu warten, welcher mich zum Haus der Opfer bringen wird. Der Zug hat natürlich wieder mal Verspätung... Ich nehme drei 20 bis 25 Jahre alte Männer wahr, schräg hinter mir, elf Meter Entfernung. Plötzlich spüre ich sie näher kommen. Um mich herum ist niemand anderes, als die drei Männer. Ich ahne ihr Vorhaben: Sie wollen mich womöglich verletzen, aus Langeweile, weil sie Schläger sind. Ich bin an einem Bahnhof, mitten in der Nacht. Was soll man anderes erwarten? Sie schleichen sich langsam an mich heran, von hinten. 

Als sie drei Meter hinter mir stehen, stehe ich auf und tue erst so, als würde ich sie nicht bemerken. Eine Waffe brauch ich nicht unbedingt, ich habe Fäuste und bin sehr stark, auch wenn ich erst 14 Jahre alt bin. Drei Männer die eh nicht kämpfen können schaffe ich auch so! Einer der Männer schleicht sich an mich heran. Er steht nun mit einem Messer in der linken Hand hinter mir. Als er mir den Hals mit seinem rechten Arm einklemmen will, wehre ich seinen Arm ab, indem ich ihn mitten im Schwung mit meiner linken Hand festhalte. Im selben Moment drehe ich mich zu dem Schläger. Schnell packe ich meine rechte Hand in seinen Ellenbogen und verdrehe den Arm, sodass der Fremde sich umdreht. Er ruft laut: „Hey! Was zum...?!”, während er mit seinem kleinen Messer nach mir zu stechen versucht. Ich trete in seine Kniekehlen, sodass er zu Boden kniet und drücke seinen Oberkörper herunter. Sein Messer aus der Hand entnehmend steche ich auf ihn ein. 

Die anderen beiden sind verwundert über mein Können und meine Stärke. Wütend rennt einer der Männer ohne Waffe auf mich zu und will mich die Gleise herunter schubsen. Ich komme ihm zuvor und weiche mit einem großen Sprung zur Seite. Er kann sich nicht mehr ausbremsen und fällt auf die Gleise herunter. Was für ein Vollidiot! In diesem Moment kommt der Zug Und der Dritte flieht. Wenigstens ist er schlau genug um sich nicht mit mir anlegen zu wollen. Ich fliehe ebenfalls, mit verdecktem Gesicht, da ich nicht wegen Mordes verdächtigt werden will. 

Als ich vom Bahnhof wegrenne entdecke ich die Person wieder, die geflohen ist. Er stützt sich vom Laufen erschöpft an einem Baum ab. Mit dem kleinen Messer in der Hand schleiche ich mich von hinten an ihn heran und steche ihm in den Hals. Dabei flüstere ich ihm noch schnell ins Ohr: „Der Schein trügt” Im nächsten Moment entnehme ich dem Mann sein wahrscheinlich gestohlenes Geld aus den Taschen. Was für ein armseliges Schwein! 30 Euro... Mal sehen, ob das für ein Taxi und etwas Nahrung reicht. 


Fortsetzung folgt...

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